Tuesday, March 16. 2010
Das antike Waschbecken bei uns im Aufenthaltsraum, das ich drei Jahre später endlich gegen eine Einbauküche mit einer vernünftigen Spüle ausgetauscht habe. Meine Güte, wenn ich daran zurückdenke, wieviel Geschirr in dem Keramikbecken im Laufe der Zeit zerbrochen ist...
Hier der frisch installierte Wasseranschluss für die Filiale der Bäckerei, die uns hier in den ersten zweieinhalb Jahren begleitet hat. War natürlich wichtig, dass das ordentlich getrennt wird und deshalb hat der Backshop seine eigene Wasseruhr bekommen.
Vollkommen sinnloses Bild. Der Spiegel hängt heute immer noch in der Ecke über dem Kühlregal und verstaubt dort ungenutzt...
Monday, March 15. 2010
Auf diesen beiden Bildern ist das selbe Regal zu sehen. Ganz stolz waren wir damals, da dies die erste komplette sauber geputze Regalreihe war. Nährmittel und Fertiggerichte sollen hier mal platziert werden, aber davon ist bislang noch nicht viel zu sehen.
Im Hintergrund steht noch das alte Kühlregal, das im Laufe der Umbauarbeiten noch durch ein neues Kühlregal ausgetauscht werden wird.
Der Fußboden ist deshalb auf diesem und auf zukünftigen Bildern so extrem schmutzig, da wir ihn erst ganz am Schluss gereinigt haben. Während der Umbau- und Reinigungsarbeiten haben wir der Einfachheit halber alles auf den Boden laufen lassen...
Das zukünftige Feinkostregal. Natürlich sollten da keine Cola-Flaschen stehen und auch die roten Scannerleisten, die hier als Relikt von Kaiser's übrig geblieben waren, dienten nur zu Anschauungszwecken.
Wie man sieht, haben wir schon die meisten Regelböden "auf gut Glück" eingehängt. Diese Vorgehensweise hat in der Folge viel Arbeit gespart, da wir beim Einräumen der Ware nur noch leichte Veränderungen bei den Einhängungen vorzunehmen brauchten.
An dieser Stelle war von Anfang an die Getränkeabteilung geplant. Auf keinem der Fotos zu sehen ist das uralte Kühlregal, das vorher an dieser Stelle stand und von uns direkt verschrottet wurde. Zu erkennen sind aber deutlich die Spuren, die es hinterlassen hat: Die drumherumgestrichenen Stellen an der Wand, die Rohre, Anschlüsse und der Schmutzrand auf dem Fußboden.
Die alten Stühle und einen Tisch (die wir heute übrigens immer noch benutzen) unseres Vorgängers haben wir in den Laden gestellt. Dort dienten sie wahlweise als Büro ...
...oder als Pausenraum.
Saturday, March 13. 2010
Hallo Björn,
anbei mein Beitrag zur Rubrik "Sparmärkte in aller Welt"!
Die Fotos zeigen einen Sparmarkt in Juan-les-Pins (Antibes) an der Cote d'Azur.
Dieser Markt hat wunderbare Öffnungszeiten: 7 Tage die Woche von 8 - 20 Uhr. Da das nahegelegene Wohnheim für Sprachschüler am Sonntag Anreisetag hat, sind diese Öffnungszeiten überlebenswichtig.
Direkt vor der Tür ist eine tolle Abteilung für Frischobst und -gemüse. Einige Düsen an der Wand sorgen mit Wasserdampf dafür, dass das Obst und Gemüse nicht vertrocknet.
Etwas seltsam fand ich ein Schild an der Kasse "Die Kassiererin hat keinen Zugriff auf das Geld". Ich hielt es erst für einen Scherz, aber es ist wirklich so. Scheine werden in einem Schlitz im Kassentisch "weggesaugt" und Kleingeld wird in einen kleinen Kasten eingeworfen. Der gleiche kleine Kasten spuckt am unteren Ende auch das Wechselgeld heraus.
Ob dies Schutz vor Überfällen ist oder einen anderen Grund hat, weiss ich nicht.
Lieben Gruß,
Virra (fleißige Shopblogger - Leserin) Vielen Dank für die Bilder. Das mit dem fehlenden Zugriff auf das Bargeld dürfte sicherlich dem Schutz vor Übergriffen dienen. Wenn die Kassier(innen) das selber einstecken wollten, bräuchten sie das Geld von den Kunden ja nur in einen anderen Behälter zu geben. Außerdem dürfte so ein Verhalten ganz schnell arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Viel interessanter finde ich die Preisschilder in der Gemüseabteilung. Der Laden wirkt von außen eher klein und altmodisch – aber es werden (zumindest teilweise) Preisschilder mit LCD-Anzeige verwendet. Da wird man ja richtig neidisch.
Ungelogen allgegenwärtig war das Putzen der alten Regalteile, vor allem eben der einzelnen Elemente für die Fachböden.
Da wir schneller schrubbten, als die Streifen trocknen konnten, dachten wir uns etliche Methoden aus, sie irgendwo luftig zwischenzulagern. Zum einen gab es dazu ein paar Dutzend Einkaufswagen, die gleich noch den Vorteil mit sich brachten, dass man sie bei Bedarf einfach beiseite schieben konnte.
An der Wand rechts steht das heutige Feinkostregal.
Alte Regale und Aufsteller mussten aber ebenfalls herhalten und dienten gleich als mehrstöckige Ablagefläche für die Regalböden.
Und wenn die Regalteile getrocknet waren, haben wir sie erstmal bis zur weiteren Verwendung zum Trocknen aufgestapelt. Wie gesagt, inzwischen hat die Zeit den Gedanken an diese unendlich monotone und stupide Arbeit verdrängt. Ich glaube, nochmal würde ich das nicht machen...
Die alten Kühlanlagen waren entweder schrottreif (Zumindest sagte das damals der mir empfohlene Kältemonteuer. Inzwischen würde ich diese Information lieber mehrmals prüfen, aber damals blieb mir in der Eile nichts anderes übrig, als das so zu glauben...)
Dieses große Wandkühlregal sollte entsorgt werden. Daher haben wir uns nicht mehr die Mühe gemacht, es zu reinigen. Und nicht nur das: Wir haben im Laufe der Umbauarbeiten die Konsolen aus dem Regal genommen, da sie zufällig zu den normalen Regalgondeln im Laden passten.
Die große Tiefkühltruhe in der Ladenmitte wollten wir behalten. Die musste aber einmal grundlegend gereinigt werden. Glaubt man auf diesem Bild gar nicht, oder?
Anderer Blickwinkel...
Ein Hochdruckreiniger wird mir noch im Laufe der Umbauarbeiten dabei helfen, das da wieder sauberzubekommen.
Friday, March 12. 2010
Einen Großteil der Zeit haben wir hier übrigens damit verbracht, die Bleche der Regalböden zu schrubben. Ja, schrubben. Wir haben sie nicht nur oberflächlich abgewischt, sondern reell von allen sechs Seiten mit Scheuermilch bearbeitet, gespült und hinterher zum Trocknen aufgestapelt. Insgesamt etwa 2500 einzelne Streifen. Das ist selbst für mich heute, über acht neun Jahre später, kaum noch zu glauben...
Hier steht das Grundgestell einer der Regalgondeln in noch schmutzigem Zustand. Mehr als deutlich erkennt man, wie stumpf und gelblich die Rückwandbleche aussehen.
Das selbe Regal – in sauber und mit eingehängten Fachböden. Bestimmt denkt nun der eine oder andere: "Wie konnten die denn schon die Böden einhängen, ohne überhaupt die Ware zu haben?"
Nun: Wir wussten ziemlich genau, in welchem Regalstück welche Artikel stehen sollten. Mit langjähriger Einzelhandelserfahrung kannten wir genug Artikel und die Sortimentszusammenstellung, um die Einhängungen der Böden relativ präzise vorhersagen zu können.
Ohne Übertreibung und nicht ohne Stolz kann ich behaupten, dass wir über 90% der Regale auf diese Weise vorab richtig zusammengebaut haben!
" Frisch wie KAISER'S" stand auf den alten Einkaufswagengriffen, die wir während der Umbauphase natürlich noch gegegen neue Griffe mit SPAR-Logo austauschten.
Ich glaube, das einzig frische in diesem Laden war einst die Auszubildende an der Kasse. Dieser Fund im (beim Auszug unseres Vorgängers abgeschalteten) Tiefkühlraum war alles andere als frisch: Eine Packung Eis, die irgendjemand Monate zuvor vergessen hatte. (Diese Entdeckung war allerdings deutlich weniger ekelhaft, wie die eines Einzelhändler-Kollegen, der bei seinem Einzug in die neuen Geschäftsräume noch größere Mengen Fisch im (ebenfalls ausgeschalteten) Kühlhaus gefunden hatte...)
Der erste Hinweis auf das, was sich in diesen Geschäftsräumen tun wird, hing schon am ersten Tag am Fenster. Knapp vier Wochen Zeit hatten wir uns vorgenommen und kaum einer der (zukünftigen) Kunden, mit denen wir während der Renovierungs- und Umbauphase gesprochen haben, hat für möglich gehalten, dass wir das auch tatsächlich schaffen werden...
Thursday, March 11. 2010
Ich glaube, dieser Bereich des Ladens hat sich bislang am stärksten verändert. Auf dem Boden erkennt man noch die Ränder der Stelle, an der einer der Kaiser's-Kassentische standen und das grüne Ding da in der Ecke war eine altersschwache Kartonbox, die ebenfalls während der Umbauarbeiten auf dem Schrott gelandet ist.
An dieser Stelle wurde noch vor der Geschäftseröffnung der Backshop einer Bäckerei installiert, den wir in der Folge auch tatsächlich zwei Jahre als Untermieter hatten. Nachdem die Bäckerei im Herbst 2002 aus Rentabilitätsgründen ausgezogen war, haben wir auf der entstandenen Fläche die " Faire Woche" durchgeführt. Wie man auf diesen Bildern noch gut sehen kann, steht der Holzverschlag noch, der als Vorbereitungsraum für die Bäckerei diente. Kurze Zeit später haben wir das Kabuff dann auch noch abgerissen und die Verkaufsfläche des Ladens erweitert.
Meine Fliesen hier im Laden mussten sich ja in der Vergangenheit schon öfter der Kritik meiner Leser stellen. Sie sind nunmal alt und ein kompletter Austausch wäre wirtschaftlich nicht zu vertreten. Aber zumindest die am schlimmsten beschädigten Platten wurden gegen neue ausgetauscht. Vor allem der Eingangsbereich sah sehr, sehr schlimm aus:
Etliche Löcher und eine starke Beschädigung an der Stelle, an der das Drehkreuz zum Öffnen immer hin und her geschoben wurde.
Im Rest des Ladens wurden nur einzelne Fliesen getauscht, aber für den Eingangsbereich hatten wir beschlossen, großflächig den Bodenbelag zu erneuern.
Regale aufstellen war – verständlicherweise – eine unserer Hauptbeschäftigungen während des Umbaus. Das reine Zusammenstecken der einzelnen Regalteile war dabei allerdings die kleinste Arbeit. Viel aufwändiger war es dagegen, die vielen Einzelteile zu säubern. Die Rückwände konnte man einfach am Stück putzen, nachdem sie in die Säulen eingehängt und bevor die Fachböden eingehängt wurden:
An die hässliche Wand links im Bild kommt demnächst noch ein Kühlregal. Ganz links vorne, etwa am Bildrand, befindet sich die Tür zu dem Nebenraum, in dem wir derzeit hauptsächlich Brötchen aufbacken und durch den man in mein neues Büro gelangt.
Hinten im Bild steht das alte große (ca 12 Meter) Kühlregal, das im im Laufe der Umbauarbeiten noch durch ein nagelneues Kühlregal ausgetauscht wurde. Angeblich, weil es technisch k.o. war. Damals musste ich das einfach gutgläubig hinnehmen, aber heutzutage hätte ich das dreimal prüfen lassen – immerhin hat das neue Regal rund 60.000DM gekostet.
Blick von der Kassenzone in Richtung Lagertür. Kahl, schmutzig und trostlos ist noch alles. Die Ware wird es viel später kommen und zunächst werden wir etwas gegen den Dreck auf den alten Regalen unternehmen...
Wednesday, March 10. 2010
Hallo Björn,
diesen Sommer hatte ich einen sehr schönen Urlaub in Schottland.
Gegenüber von Schottlands ältestem Hotel (in Kenmore) findet sich dieser schöne Sparmarkt bei dem ich gleich an Dich und dein Blog
denken musste. Das könnte der bisher diskreteste Sparmarkt sein... Das Fenster ist übrigens nicht der Eingang - man darf die Tür benutzen Ich werde mich in Geduld üben, VÖ wird wahrscheinlich im Sommer 2010 sein, oder? Lieber Urs, sooo lange musstest du gar nicht warten. Naja, wenn man bedenkt, dass ich dieses Bild schon im August letzten Jahres bekommen habe...
Vielen Dank dafür, das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der SPAR-Markt ist wirklich dezent. Man muss schon sehr genau hinsehen, um das kleine farblose SPAR-Logo über der Tür dem Fenster zu entdecken.  last but not least: Auf der Reise habe ich auch die grandiosen Walker Crisps kennen- und schätzengelernt, speziell die Walker Sensations.
Wie sind denn die Chancen, dass Du in deinem Shop auch die großen Tüten anbietest (am besten alle Sensations-Sorten)? Ich habe sämtliche Sorten im Angebot, die offiziell nach Deutschland exportiert werden. Dazu gehören die kleinen Walker's-Tüten, die großen "Sensations" und einige Spezialsorten wie z.B. Max und Monster Munch.
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen Direktlink auf die einzelnen Artikel setzen, aber da wir letztes Jahr an einem neuen Onlineshop gearbeitet haben, der noch 2009 starten sollte, erspare ich euch einen nicht funktionierenden Link. Sucht selber im Onlineshop, der natürlich weiterhin unter der alten Domain zu erreichen sein wird.
Am Abend des ersten Umbautages noch ein Blick zum Abschied in das vollgestellte aber doch noch sehr überschaubare Lager. Während der Renovierung sollte das so bleiben, aber wenn in ein paar Wochen die erste Ware eintrifft, ändert sich dies schlagartig...
Leere, aufgestellte Regalgondeln. In einer leeren, undekorierten Halle – was für ein trostloser Anblick. Aber doch mit dem Wissen, dass alles besser werden wird.
Diese Regale sind übrigens die, die wir zum Umbau der Getränkeabteilung acht Jahre später komplett verschoben haben...
Es ist auch für mich immer wieder seltsam, diese Bilder zu sehen. Mit leeren Regalen verbinde ich entweder eine kommende Neueröffnung oder ein Ende, betrachte sie also immer mit gemischten Gefühlen. Hier geht's zum Glück bald vorwärts...
Mit der Kamera vom damaligen wie heutigen Standort der Kasse durch die heutige Gemüseabteilung auf das heutige Feinkostregal gezielt. Geplant war die Aufteilung zu dem Zeitpunkt schon so, allerdings war davon am dritten Mai im Jahr 2000 noch nicht viel zu sehen.
Bewegte man sich mit der Kamera an die Stelle, die auf dem oberen Bild zu sehen ist, präsentierte sich der Laden wie folgt. Im großen und ganzen so wie heute, nur die Tiefkühltruhe in der Mitte existiert nicht mehr...
Ein Blick in das Lager, in dem wir zu Beginn der Umbau- und Renovierungsarbeiten sämtliche Dinge versammelt hatten, die ich von Kaiser's mit meiner Ladeneinrichtung erstanden habe: Aktionstische, Holzregale, Einkaufswagen – und viel Schrott...
Tuesday, March 9. 2010
Jaja, dieses komische Abflussrohr im Boden, das uns Jahre später noch einmal Ärger gemacht hat, war damals auch schon da. Bei unserem Vorgänger hat sich niemand daran gestört, da ein Regal über der Stelle stand und auch bei mir befand sich jahrelang ein Regal darüber.
Trotzdem musste das Rohr abgeklemmt werden und dazu mussten wir in den Keller, der sich unter meinem Laden als Kriechkeller präsentiert. Ein dunkles, schmutziges Labyrinth aus vielen Kammern, mit Rohren, Kabeln und Spinngeweben.
Hier das Tor zur Hölle:
Zerberus war nicht zu sehen und so traten wir ein. Dieser erste Raum wirkt noch hell und freundlich, zumal er mit etwa 1,2m auch relativ hoch ist. Hinten links, hinter dem Pfeiler, an dem die beiden Bretter lehnen, geht's erst richtig los. Kein Tageslicht mehr, stickige Luft, Staub. Nichts für Leute mit schwachen Nerven.
Ich glaube, ich werde mal ein Video von einer Kellerbegehung für euch machen.
Hier der Blick in die zukünftige Getränkeabteilung von vorne. Ganz hinten steht derzeit noch ein altes Kühlregal, das bei Tengelmann für abgepacktes Fleisch genutzt wurde und links an der Wand, an der gerade noch die schwarzen Regalsäulen lehnen, befindet sich heute das Cola-Regal. Apropos schwarz...
...da an der Wand, da muss noch was gemacht werden. Dass der Schimmel da wächst, geht ja gar nicht. Die Maler werden sich im Laufe der Renovierungsarbeiten aber noch darum kümmern.
Die meisten Ladenregale haben durch ihre Bauart bedingt zwischen den Säulen einen Holraum. Normalerweise wird der oben mit Blechen abgedeckt, damit nichts hineinfallen kann. Wenn diese Abdeckungen fehlen, sammelt sich im Laufe der Jahre einiges an. Aus den Regalen, die wir hier in den ersten zwei Tagen des Umbaus auseinandergebaut haben, fiel uns diese Sammlung entgegen:
Der Champagnerkarton war aber leider leer.
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