Wednesday, September 17. 2008Schwankendes Rohr im WindeTrackbacks
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Das war die Ausnahme von der Regel,
normalerweise gibt es die Sachen nämlich sofort.
Nachhaltigkeit setzt sich eben durch. Das wird sich im Leben auch nicht mehr ändern, gut so.
#4
on
2008-09-17 14:27
Armes Kind, wird wohl nie seine Grenzen einzuschätzen lernen, wenn ihm doch noch nachgegeben wird. Fällt später mal furchtbar auf die Schn ... Da nützt auch Nachhaltigkeit nichts. Und für die Mutter etc. wird's beim nächsten Mal auch nicht leichter, wirklich wichtiges durchzusetzen.
#4.1
on
2008-09-17 14:32
Jepp.
"Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit" bei Amazon suchen. Hab's nicht gelesen, soll aber gut sein
#4.1.1
on
2008-09-17 15:00
Naja, deine Meinung ist ja ziemlich absurd. Einem 3-jährigen die Fähigkeit seines Charakters abzusprechen ist schon sehr weltfremd.
Was heißt denn hier "auf die Schn..." fallen? Klingen hier eigene, negative Erfahrungen durch? Jeder Mensch ist anders, zum Glück, und Nachhaltigkeit ist sicher nicht mit Sturheit zu verwechseln. Nachhaltige Menschen wissen um ihr Können und ihre Grenzen, sie fordern und fördern. Das können wahrlich die Wenigsten. Man findet diese Spezies oft als erfolgreiche Selbständige und Unternehmer usw., selten bei Lohnabhängigen.
#4.1.2
on
2008-09-17 18:05
Was stört dich an meiner Aussage? Du merkst es selbst: "Grenzen kennen". Wer lernt denn je seine Grenzen kennen, wenn er letztlich doch das Gefühl hat, seinen Willen durchsetzen zu können, wenn er nur lange genug quengelt. Merke: Es gibt immer einen Stärkeren, der dir zeigt, wo Grenzen sind.
#4.1.2.1
on
2008-09-18 09:32
Darüber könnte man jetzt streiten. Offenbar weiß das Kind zumindest, wo die Grenzen der Mutter liegen und wie es drumherum kommt.
Für mich ist die Sache gar nicht eindeutig: Lernt man, dass man Grenzen hat, wenn ein Nein immer konsequent durchgehalten wird? Oder lernt man, dass es keinen Sinn hat, es dennoch mehrmals zu versuchen? Viele erfolgreiche Menschen verdanken ihren Erfolg sicher der Tatsache, dass sie trotz Widrigkeiten nicht aufgegeben haben. Den Unterschied macht das Feingefühl aus, zu merken wann man lieber aufhört und wann man trotzdem weiter machen sollte. Als Eltern konsequent zu sein ist vor allem gut für die Eltern, nicht für das Kind.
#4.1.2.1.1
on
2008-09-18 17:27
Tja, so was passiert halt, wenn man Freund und nicht Erziehender sein will...
Dem Kind prognostiziere ich jetzt schon ungesehen eine großartige Zukunft.
#5
on
2008-09-17 14:33
jaja, die ganzen Tips und Voraussagungen. Man kann nicht jeden Kampf gewinnen. Mein Nachwuchs (auch 3) wird um Süsswarenregale herumgefahren (Diskussionsvermeidung). An der Kasse räche ich mich für die Quengelware, in dem Nachwuchs zwar nichts bekommt, aber alles anfassen und wieder irgendwo zurücklegen darf. Aber Bonbons und Schoko bekommt unser kleiner Dank Freunden und Grosseltern auch so genug.
#6
on
2008-09-17 14:43
Da haben wir letztens mit unserer 2,5-jährigen an der Kasse gestanden und sie hat sich die in ihrer Höhe ausgestellten bunten Smarties-Döschen angeschaut.
Sie: "Was ist das, Papa?" Ich: "Das ist Schokolade, ganz lecker und ganz süß!" Die Tante vor uns schaut mich angeschaut, als käme ich von einem anderen Stern (nach dem Motto "Hat derse noch alle?") Unsere Kurze lachend: "Das mag ich doch niiiich!" Die isst nämlich nix Süßes, nicht weil sie es nicht dürfte, sie mags nicht. Wird sich bestimmt noch ändern, aber der Blick von der Tante vor uns war einfach klasse!
#7
on
2008-09-17 15:01
Erinnert mich an meinen dreijährigen Neffen, der ißt auch nix süßes. Maximal ein Gummibärchen hier und da. Dafür will er Gewürzgurken und ist sogar Oliven.
Letzt hab ich am Essenstisch sogar folgende Diskussion mitbekommen: Kind: Ich will Karottensalat essen. Mutter: Jetzt probier doch mal wenigstens von dem Rinderbraten und den Semmelknödeln. Kind: Ich will aber nur Karottensalat. Mutter: Jetzt probierst du erstmal die Semmelknödel. Wenns dir nicht schmeckt dann kriegst du Karottensalat. Aber ein bischen wird probiert. Kind: Ich will aber nicht probieren ich will den Karottensalaaaat. Wenn ich nicht dabeigewesen wäre hätte ichs nicht geglaubt.
#7.1
on
2008-09-17 19:11
OMG...Ein Kind bekommt durch Hartnäckigkeit was es will. Es wird bestimmt völlig verzogen. Der Untergang des Abendlandes. Meine Güte.
Die Geschichte ist doch nett. Was hatten die Altklugen Kommentatoren hier bitte für eine Kindheit?!
*unterschreib*
Gut, dass...
#8.1
on
2008-09-17 15:45
Also, meine Kindheit. Bei meiner Mutter ging das auch immer so. Jetzt bin ich 30, hab schlechte Zaehne und ueberhaupt keine Selbstdisziplin, weil ich nie Disziplin gelernt habe.
Was anderen Leuten, weil sie es von fruehester Kindheit an gelernt haben, keine Probleme bereitet, faellt mir heute noch super-schwer. Und obwohl ich soviel bekommen hab, war meine Kindheit nicht wirklich schoen. Ich haett lieber ab und zu mal ein Lob bekommen als Suessigkeiten. Aber ich wusste damals noch nicht, dass es das ist, was mir fehlt. Dafuer troeste ich mich heute noch mit Suessigkeiten, wenn es mir nicht gut geht, so wie ich es gelernt hab.
#8.2
on
2008-09-19 21:43
Vermutung: Die Kleine hat etwas gewollt, was auch die Mutter mag. Da hat sie ja dann gar keine Chance mehr, Nein zu sagen.
Und ob Debattieren oder einfach "Nein!" zu sagen zum ziel führt - jedem das Seine. Da ich weder die Mutter noch das Kind kenne und die Sache nicht mal im Ansatz beurteilen kann, halte ich bzgl. Erziehungstipps meine Schnauze.
Ich habe hier bei uns in Utingen mal in einem Supermarkt gehört, wie eine Mutti zu ihrer Tochter sagte: "Sharon! Lass das stehen! Das ist für andere Kinder!"
Und das Kind hat wirklich gefolgt. Zauberhaft!
#10
on
2008-09-17 15:43
Hihi. Ich habe mal beobachtet wie ein Kind auf die Süßigkeiten schaute und der Vater fast durch den ganzen Laden brüllte 'denk nicht mal dran!'
Ich frage mich wann die ersten Kommentatoren kommen und anfangen mit "[die 68er|die SPD|der Werteverfall] ist Schuld!1".
ich bin an gar nix schuld
#12
on
2008-09-17 16:59
Ich glaub's ja nicht - da berichtet Björn einmal und wohl auch das erste Mal von diesem Vorfall, daß diese Mutter halt mal die "Ausnahmeregel" angewandt hat, und schon wissen hier fast alle bisherigen Kommentatoren darüber Bescheid, daß a.) das wohl immer vorkommt, und b.) die Zukunft des Kindes zum Scheitern verurteilt ist - Sachtma, geht's noch?
Alle, die sich hier so aufregen, klapsen wahrscheinlich auch ihre Kinder, weil "hat uns ja auch nicht geschadet". Doch, hat es. Weil niemand mit euch diskutiert und euch was erklärt hat, und ihr keine "Ausnahmen" kennenlernen durftet. Weil wenn man das macht, ist man ja gleich "Freund" und nicht Eltern des Kindes und/oder aus der antiautoritäten Szene. Janeee, is' klaa. Mannmannmann.
Das Bankert hätt' eine g'scheite Bockfotz'n bekommen sollen! Das hat noch niemanden geschadet! Diese jungen Mütter wissen einfach nicht mehr, wie man Kinder erzieht. Schuld an diesem Werteverfall sind die 68er, die Grünen, und die SPD.
Beim FJS - dem Gröbaz - hätte es so etwas nicht gegeben.
#14
on
2008-09-17 19:21
Die Tage hab ich mal gehört, dass man das mal mit Gemüse probieren soll.
Also den Kindern ne Zeit lang erzählen, das Brokoli nur was für Erwachsene ist und der/die Kleine ja noch viel zu jung ist. Die würden dann angeblich betteln das mal probieren zu dürfen. Und dann kann man sie ab und zu mal "heimlich" kleine Bissen probieren lassen. Angeblich fänden sies so ganz toll...
#15
on
2008-09-17 20:18
Meine Eltern hatten bei uns einen interessanten Trick: Es hieß von Anfang an: "Im letzten Geschäft darfst du dir was von der Kasse aussuchen". War kostengünstig und hat funktioniert - und wir Kurzen haben null gequängelt unterwegs
Das letzte Geschäft war immer die Wäscherei oder ein Schuhgeschäft, und Du hast eine Schnürsenkelsammlung aufgemacht? ^^
#17.1
on
2008-09-18 11:14
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