Saturday, April 19. 2008Andere GeschäfteTrackbacks
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Hallo Björn.
Die Geschichte hatte ich "ähnlich" auch schon erlebt. Hier in der Gegend wurden die Preise fast "quer" übers Sortiment aufgeschlagen, und zwar 10% im Durchschnitt, natürlich nirgends angeschrieben. Wenn etwas 2 Cent günstiger wird, klar, dann steht es gross da, aber 50 Cent teurer wird verheimlicht. Meine Lieblingsfrühstückflocken waren auch betroffen, statt 2.30 plötzlich 2.70! Nett... hab dann ein wenig "tiefer" im Regal geschaut, und tatsächlich, weiter hinten waren noch jede Menge "alter" Packungen, mit 2.30 angeschrieben (und offenbar anderem Barcode, da Kasse direkt 2.30 anzeigte... vor mir war jemand mit einer "neuen" Packung, da waren's 2.70). Natürlich jede Menge gekauft (Da Haltbarkeitsdatum mehrere Monate) und weiss jetzt, wie hier die Regale aufgefüllt werden..
#1
on
2008-04-19 13:26
Sollte das nicht die übliche Variante der Regalbestückung sein? Oder wie man es schön neudeutsch sagt "First in - First out".
#2
on
2008-04-19 13:35
Eben, eben!
Sag ihnen doch, das klänge zwar ziemlich modern, sei aber im Grunde ein alter Hut. - Schließlich war früher mal sogar eine Ladenkette danach benannt! (V.I.V.O. - falls sich wer erinnert.)
#2.1
on
2008-04-20 20:37
Wenn es sich ein Laden leisten kann Personal zu beschäftigen, das absolut keine Ahnung hat =) War selbst Packer in einem K-land und denen war es ziemlich egal wie gepackt wurde, weil sie Ihre Leute nicht nachträglich überprüft haben. Kann mich noch gut erinnern als in den ersten paar Wochen meiner Anstellung - mehr oder minder zufällig - eine halbvolle Europalette abgelaufener Sahne gefunden wurde. Irgendein Vollprofi hat die neue Lieferung einfach darüber gestapelt. Die Personaltante hat uns (die Aushilfen) alle rund gemacht, obwohl keiner der Anwesenden das verbrochen hatte. Das war meine letzte Arbeitswoche in dem Laden, sollen sie sich andere Jockel suchen die sie anschreien können. Für 5,50 die Stunde wars auch eher ein Hungerlohn.
#3
on
2008-04-19 13:39
Ich glaube die meisten Kunden machen sich über den Sinn dieser Sortierung auch keine Gedanken. Da wird dann lieber das Regal auseinandergerupft um etwas von ganz hinten zu bekommen.
jo leider gibts ideoten. selbst unser getränkelieferant stellt einfach die getränke oben drauf. und irgendwann verkaufen wir dann abgelaufenes. sollte das jemand mitbekommen, ahben wir ein problem.
und würde björn das somachen wie seine mitbewerber, dann würde er irgendwann sicherlich besuch bekommen vom gesundheitsamt. oder aber seine regale quillen über vor abgeloffenen = ganz schlecht!
#5
on
2008-04-19 13:52
Ich boykottiere dieses Regalbestücken so oder so. Ich nehm immer von hinten bzw. vergleiche das haltbarkeitsdatum. also: last in, first out. lieber vergammelt was beim Supermarkt im Regal als bei mir zu Hause...ganz einfach. Sry aber da muss ich Arschloch sein
schönen Gruß an den Herrn: Problem Lösung
#6
on
2008-04-19 14:11
naja, wenn mans weiß kann man es ja ruig so amchen, ist ja kein problem
naja, ich kauf aber auch immer so ein, wenn ich mi nicht sicher bin, wann ich etwas verbrauche greif ich nach hinten und wenn ich weiß das ich heute oder morgen verbrauche, dann darf es meinetwegen auch knapp im datum sein. was man natürlich NICHT machen sollte: von hinten nehmen und dabei vorne alles umschmeißen
naja umwerfen kann mans schon. Man sollte es nur dann auch wieder richtig hinstellen...
#6.1.1
on
2008-04-19 15:55
Im K-Land passiert es wirklich häufig, dass die alten Produkte nach hinten geschoben werden und die neuen einfach davor.
Außer die Fremdlieferanten wie Tchibo, harry etc. packen selbst ein und legen die frische Ware immer nach hinten und Ware, die nur noch 2 Tage hält wird mitgenommen und gespendet.
#7
on
2008-04-19 14:26
Ich würde solche Sachen nicht pauschal auf K-Land oder so schieben, sondern eher auf die Verräumfirmen.
Unseren Mitbewerber interessiert es z.B. reichlich wenig wenn Sachen abgelaufen oder falschrum verräumt wurden, bei uns sieht es hingegen schon ganz anders aus. Ich arbeite beispielsweise in zwei kleinen Supermärkten hier in der Stadt, wo MHD die größte Rolle spielt. Klar räumen wir eigentlich nach Zeit ein, aber MHD Check wird jedes Mal angekreuzt und stichprobenartig überprüft. In großen Läden und Discountern kann ich mir hingegen vorstellen, dass der Abverkauf eh so enorm ist, dass man da nicht unbedingt drauf achten muss, weil es eh Samstag Abend wieder leer ist und die Sachen, die dann mal ablaufen, halten sich in Grenzen. Bei uns übernimmt übrigens alles, was über 10€ geht die Firma, für den Rest ist der Laden selbst verantwortlich. Gleichzeitig kann ich aber auch sagen, dass wir Packer meistens keine Schuld haben wenn etwas falschrum im Regal steht, bestes Beispiel: Reste. Wir räumen am Ende unserer Arbeit Reste auf einen Container, im Laufe der Woche sind dann die Mitarbeiter des Supermarktes dran, Reste in die Regale zu räumen. Da die darauf keinen Bock haben, donnern sie die einfach davor, ohne auf das MHD zu achten.. Also, nicht immer uns die schuld geben
Bei Harry, Lieken, etc. ist es aber relativ einfach zu erklären. Zumindest was das frisch gebackene Brot betrifft. Das ist nur ~2-3 Tage haltbar, und die neue Ware kommt eben vor die alte. Vorher wird alles, was übermorgen abläuft rausgenommen. So haben die Kunden eigentlich von vorne weg immer frisches Brot, und wer am Tag eben spät kommt, muss mit nicht mehr ganz so frischer Ware rechnen. Und sollte mal was ablaufen oder eben an der "übermorgen"-Grenze scheitern wird der Betrag von Harry/Lieken/... ja gutgeschrieben.
Bei mir ist das schon krankhaft: Ich nehme NIE Sachen von vorne - auch wenn der Karton gerade aufgerissen wurde. Und Sachen, die nur noch einmal vorhanden sind, nehme ich auch nicht, weil ich immer das Gefühl habe, dass das schonmal an der Kasse lag und jemand das dann doch nicht genommen hat. Und dann finde ich das Produkt "beschmutzt".
#8
on
2008-04-19 14:41
Du weißt aber schon, dass fast alle Artikel, die wir kaufen, irgendwann, irgendwer angefasst hat? Im besten Falle hat der Packer die Tüte direkt angefasst - im worst case wurde dein Schnitzel tatsächlich mit bloßer Hand erlegt. Im noch schlimmeren Falle(eine Ware, wo ich immer dachte, die wird maschinell abgepackt, raus ausm Trichter, rein inne Tüte) packt eine Behindertenwerkstatt die Dinger per Hand in die Tüte. Ob das nur eine Mindermenge im Rahmen eines Förderprogramms ist oder die komplette Produktion so verpackt wird, weiß ich nicht - personell sicherlich von dem Verein machbar...
#8.1
on
2008-04-19 15:19
Wahrscheinlich kommen ja gleich die Kommentare wie "wie kann man das nur als schlimmsten Fall betrachten, wenn Behinderte das einpacken!!!".
Ich habe mein Zivildienst in einer Behinderten-Einrichtung gemacht, wo die Behinderten auch bei solchen Einrichtungen gearbeitet haben oder z.B. in der Uni-Cafeeteria. Wenn ich daran denke, wie die Körperhygiene von denen war und wie wenig die Mitarbeiter der Behinderteneinrichtung auf die Hygiene geachtet haben, dann wird mir echt ganz anders, wenn ich daran denke, dass ich was essen sollte, was die angefasst haben.
#8.1.1
on
2008-04-19 17:33
Du hast es trotzdem überlebt.
Was würdest du sagen, wenn man dir verbieten würde zu arbeiten weil manche Leute es eklig finden obwohl du eigentlich ganz gesund bist und halt nur behindert bzw. gehindert in manchen Lebensbereichen.. Manchmal hilft Kopfeinschalten. Gesundheitszeugnisse müssen auch von Behinderten vorgelegt werden, nicht nur von "normalen". Verstehe gar nicht, wie manche einen so beschränkten Horizont haben können..
Du kennst die aktuelle Lage bei Gesundheitszeugnissen?
Ich hör mir 1,5 Stunden den Vortrag von nem lustigen Beamten an und kann mir meinen Schein an die Pinnwand kleben. Danke, hiermit wurde attestiert, dass ich im Umgang mit Lebensmitteln aller Art "sauber" arbeite und selbstständig sage, wenn ich eine der im Papierberg genannten Erkrankungen habe und weiß, dass ich mir die Hände vor der Arbeit wasche. Da ist keinerlei echte Kontrolle mehr. Ich befürworte es, wenn körperlich oder geistig beeinträchtigte Personen in unserem Wirtschaftssystem beschäftigt werden, zumindest teilweise auf eigenen Beinen stehen und nicht ruhiggestellt in der Ecke im Bett liegen. Gerne dürfen sie auch alle möglichen Produkte einpacken. Aber müssen es gerade Lebensmittel sein?
#8.1.1.1.1
on
2008-04-19 21:25
Huch, vllt ein wenig undeutlich geworden: Körperlich oder geistig eingeschränkte Personen, welche aufgrund ihrer Behinderung offensichtlich nicht mit Lebensmitteln arbeiten sollten(Kein eigenständer Toilettengang, Gesichtslähmung mit Speichelaustritt und solche Dinge eben). Sowas passiert aber und darf meiner Meinung nach nicht sein. Klar, diese Menschen sind nicht pauschal krank, aber das Risiko, dass Lebensmittel kontaminiert werden, ist um einiges höher und muss nicht eingegangen werden. Genauso würde mich ein Möbelhaus nicht als Packer einstellen bei unter 1,80 und unter 70kg - ich bringe die Voraussetzen für die Tätigkeit einfach nicht mit.
#8.1.1.1.2
on
2008-04-19 21:32
Offtopic: Ein großes Danke an Björn, daß er meinem Kumpel, der heute extra aus Bonn angereist ist, ein Foto spendiert hat! Das schönste aber war, nachdem er an der Kasse nach Björn gefragt hat, die Reaktion der Kassierein: "Worum geht es denn?" - "Ich würde gerne ein Foto mit Björn Harste machen" - Telefonat: "Kommst Du mal nach vorne? Hier ist ein Fan". Großes Kino, Danke!
#10
on
2008-04-19 18:46
Leider stimmt das schon, ich kenne hier die Lebenshilfe- Werkstätten sehr gut, und die Körperpflege ist bei den dort arbeitenden Behinderten sehr vernachlässigt.
Es wurde letztlich Leute nach Hause geschickt, weil der Körpergeruch, bzw. Geruch der fettigen Haare überwältigend stark waren. Hier werden z.B. Tabletten einer Arzneifirma verpackt. Behinderung sollte man respektieren, aber andererseits sollte man den leuten schon beibringen, was Duschen und Waschen bedeutet. Sind ja auch nicht alle dreckig - nur eben überdurchschnittlich viele.
#11
on
2008-04-20 03:50
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