Sunday, September 23. 2007Nix zu tunTrackbacks
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Jo, Fernsehen war mal wieder unter aller Sau. Kann die gute Frau nur verstehen, was soll sie sonst vor lauter langer Weile machen.
#1
on
2007-09-23 00:25
Mit meiner Mutter habe ich mich auch schon 2 mal "angelegt", da ihr die Verkäufer so leid tun, wenn hier die Läden erst um 22.00 Uhr schließen.
Würde hier ein Laden in der Nähe sein, der die selben Öffnungszeiten hat, wie dein Spar, dann würde ich da vermutlich ziemlich viel Geld lassen.
#2
on
2007-09-23 00:29
Gute Nacht
#3
on
2007-09-23 00:39
Wie die haben bis 24:00 Uhr offen. Warum haben wir hier in Stuttgart nur Supermärkte, die bis 22:00 Uhr offen haben. Ich glaube ich muss umziehen...
Stuttgarter sind ja eh arm dran. Um 23.15 fährt aus der Innenstadt der letzte Nachtbus. Und zwar 23.15 am Wochenende. Arme Säue.
Naja, falls sie sich darüber beklagen, versteht man sie wenigstens nicht.
#4.1
on
2007-09-23 02:39
(Laut Verkehrsverbund und persönlicher Erfahrung fahren die letzten Busse aus Stuttgart ins Umland in den Wochenendnächten irgendwann nach 3 Uhr, aber das nur am Rande.)
#4.1.1
on
2007-09-23 09:11
@ gerrit: Informier Dich mal - es gibt auch Nachtbusse an Wochenenden und Feiertagen bis gegen 4 Uhr früh - die fahren Nähe Schloßplatz ab und klappen die S-Bahn-Strecken ab. Aber als wahrscheinlich Nur-Autofahrer kann man das ja net wisse...
#4.1.2
on
2007-09-23 10:16
QUOTE smartdriverin: Aber als wahrscheinlich Nur-Autofahrer kann man das ja net wisse... 1. ich habe kein Auto. Was sollte ich auch damit in der Bremer Neustadt. 2. bezog sich die Schilderung auf persönliches Erleben in 2000-2001. Schön für Euch, wenn sich wenigstens da was geändert hat im Ländle.
#4.1.2.1
on
2007-09-23 14:40
Mein Beileid. Ich bin für die 24h-Öffnung und staune auch immer wieder über die starke Ablehnung bei vielen Leuten.
ich fänd sowas dort angebracht, wo es wirklich gebraucht wird. wobei son 24-supermarkt bei uns im knapp 2000 seelen-dörflein ...
is halt schicht-arbeit ... dann soll die gute frau auch mal druckereien etc. anrufen und sich da über die ausbeutung von arbeitskräften beschweren
#5.1
on
2007-09-23 02:18
Die wollte nur ins Blog
#6
on
2007-09-23 01:41
Also unabhängig davon das die Frau dich dafür angerufen hat: Sie hat völlig. Kein Mensch gilt relevant mehr für Fresalien aus, nur weil ers nun rund um die Uhr kann. Das es bequem für die Kunden ist, will ich nicht bestreiten. Aber dafür zahlt keiner Extra. Auch der Schichtarbeitet hat bis dato wohl nicht nur von Luft und Liebe gelebt, es ging also auch so.
Bleiben bei steigendem Personalaufwand die Einnahmen gleich, sinken somit die Stundenlöhne. Das Ergebnis sind wegen lächerlicher Löhne HarzIV beziehende Arbeitsknechte ohne Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Kündigungsfristen. Und Letzteres ist keine Fiktion sondern seit langem wachsende Realität! Sollte der ein oder andere doch ein paar Euro extra einnehmen, dann liegt das schlicht daran das die von der Konkurrenz stammen die sich entschieden hat nicht gleichzuziehen. Das macht die Sache keinen deut besser.
#7
on
2007-09-23 02:52
Das würd ich nicht unterschreiben. Seit der Handelshof gegenüber bis 22 Uhr aufhat hab ich 5 Kilo zugenommen.
#7.1
on
2007-09-23 09:33
Als arbeitender Single finde ich solche Öffnungszeiten einen echten Segen.
Ich arbeite am Abend meist länger als bis 19:00, und haben in dem Kuhkaff in dem ich wohne bereits alle Läden zu. Das heisst das ich, falls ich nicht grad am Samstag einkaufen will, irgendwann von der Arbeit zu nem Supermarkt fahren muss, mein Zeug kaufen, zurück zur Arbeit fahren, mit dem Einkauf den Kühlschrank blockieren. Funktioniert zwar auch, aber ich würde gerne am Abend mein essen kaufen.
Denk mal an Björns Top-Liste.
Sein Laden ist "Geheimtipp", wenn man nachts unterwegs ist und was braucht. Das hätte man sonst entweder gar nicht kaufen können, oder man hätte vielleicht beim Dönerladen ein paar Flaschen gekauft.
#7.3
on
2007-09-23 12:02
Wo ist denn dieser weitere Spar? Der Weg quer durch Bremen zum Herrn Harste wird mir langsam zu weit...
#8
on
2007-09-23 03:51
Am Dobben. Und da war z.B. gestern Abend (gegen 23.00 Uhr) richtig viel los.
Gruß aus dem 1/4, Harry
#8.1
on
2007-09-23 09:30
Na super, minimal kürzerer Weg :-/
Trotzdem danke!
#8.1.1
on
2007-09-23 13:39
Wo wohnst Du denn?
Der andere 24-Stunden-Spar ist in der Vahr. Blöd nur, wenn Du in Breemen Nord wohnst
#8.1.1.1
on
2007-09-23 14:17
Dann sei der Dame nur gewünscht, das sie nie Nachts ein Taxi braucht, krank wird oder in eine andere Notsituation gerät.
Und das die ganzen Einkäufe, die sie dann Tagsüber macht auch pünktlich im Laden sind, weil sich dafür unzählige Lkwfahrer die Nacht um die Ohren schlagen. Echt, ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören. Ich fahre Sonntag Nachmittag um 16.00 wieder los Richtung Schweden, damit ich um 22.00 die Fähre kriege und Montag vormittag in Schweden ausladen kann. Falls die Dame das jetzt liest, kann sie sich ja mal bei mir melden und mich bedauern. Wenn alles klappt bin ich Freitag abend wieder zuhause.
Brot kauft die Frau bestimmt auch keins. Denn das wäre ja Ausbeutung des Bäckers, nach ihrer Logik, der muss ja schließlich auch in aller Herrgottsfrühe zu arbeiten anfangen.
#9.1
on
2007-09-23 12:01
Ach, und bei Fernfahrern gibt es keine Ausbeutung und zerissene Familien?
#10
on
2007-09-23 07:17
Ich empfehle mal die Lektüre von http://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=36063
Die suchen auch noch nette, aufgeschlossene Mitarbeiter - vielleicht hat die Anruferin nicht so ganz unrecht. Wenn die REAL-Mitarbeiter aus dem Laden kommen, ist es (nicht nur im Hochschulstadtteil) recht duster mit ÖPNV. Aber Dank des "fürstlichen Gehaltes" kann man den Heimweg ja mit der Taxe antreten....
#11
on
2007-09-23 08:15
ich denke mal viele leute haben noch das denken von vor einigen jahren inne, als die ladenöffnungszeiten auf 20.00 uhr ausgeweitet wurde. damals war es so, das die verlängerten öffnungszeiten oft auf dem rücken der angestellten ausgetragen wurden, die einfach unbezahlte überstunden schieben durften (das kann ich als azubi damals leider bestätigen...)... wirklich personal wurde zur bewältigung der neuen zeiten nicht eingestellt sondern einfach nur bestehendes "etwas gestreckt". naja und nun denken halt viele leute, das dies nun wieder so läuft. denn die umsätze steigen durch die verlängerten öffnungszeiten wenn dann nur marginal... und irgendwie will sowas ja auch bezahlt werden...
aber die leute hier brauchen sich gar nich zu beschweren. ich wohne in bayern. da ticken die uhren anders und um 8 is hier schicht im schacht...
Mal ein paar Dinge zu dieser "24h-Öffnung bringt nicht mehr Gewinn"-Hypothese: Zunächst einmal hat Björn einen Wettbewerbsvorteil dadurch, daß er länger geöffnet hat. Wer gern spät einkauft, muß zu Björn, auch wenn er weit weg wohnt, oder die Bedienungen woanders netter findet. Ergo: Mehr Umsatz für ihn. Der Gesamtumsatz in Bremen bleibt vielleicht gleich, aber das braucht Björn ja nicht zu jucken. Klar, dann kommt das Argument "aber dann haben bald alle länger offen und der Vorteil ist futsch".
Die längeren Öffnungszeiten haben aber natürlich ihre Kosten - es muß länger bedient werden, länger beleuchtet etc. Im Moment werden diese zusätzlichen Kosten wohl von Björns zusätzlichem Umsatz gedeckt, das wäre aber eventuell nicht mehr so, wenn alle länger offen hätten, dann würde sich der Umsatz ja wieder auf alle Läden verteilen und er hätte genausoviel Umsatz wie vorher. Diese Kosten müssen also in den Preis einkalkuliert werden. Wer kürzer aufhat, für den fallen diese Kosten geringer aus und er kann seine Preise niedriger kalkulieren. Wer also günstige Preise möchte und sich nicht für lange Öffnungszeiten interessiert, kann zum Discounter mit den kurzen Öffnungszeiten gehen, wer lieber den Service eines späten Einkaufs hat, geht zum Neustädter Frischmarkt. Und für diesen Service gibt er - wie oben geschildert bei Gleichgewichtsbedingungen - mehr aus, als er früher für Lebensmittel ausgegeben hat, der Umsatz steigt also sowohl branchenweit als auch für Björn selbst.
#13
on
2007-09-23 09:43
Hauptsache allen anderen mal deutlich gesagt, wie sie zu leben haben. Alle anderen sind halt einfach dumm.
#14
on
2007-09-23 10:27
"Der Brutto-Lohn für die 41-Stunden-Woche wird bei rund 1500 Euro liegen. Außerdem werde es keine Zuschläge für Samstags- oder Nachtzuschläge geben. Die Filiale soll von 7 bis 24 Uhr geöffnet werden."
Na "Lifestyle-Ben" - würdest Du zu diesen "geilen" Bedingungen arbeiten ? Wahrscheinlich nicht - aber Hauptsache du kriegst Deinen Dosen-Prosecco wenn Du aus dem Darkroom kommst , gelle ??
#14.1
on
2007-09-23 11:07
Genau dich meine ich. 0 Ahnung, aber auf die persönliche Ebene gehen.
#14.1.1
on
2007-09-24 13:55
Also ich arbeite ja im anderen Spar markt
Und so schlimm ist es gar nicht wenn man lange geöffnet hat alles nen bisschen sehr übertrieben wie manche reagieren ^^ LG & schönes WE
#15
on
2007-09-23 11:18
Also ich habe echt keine Ahnung warum manche sich hier so aufregen.
Es gibt mehr als genug Berufe in denen in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden muss. Wenn dies nicht tagtäglich vermutlich zehntausende Arbeitnehmer machen würden, dann würde Deutschland still stehen und zwar in jeglicher Hinsicht. Als einige Beispiele mal genannt: ÖPNV-Fahrpersonal, Kraftfahrer, Wachleute, Bäcker, Druckereien, Reinigungspersonal, ... Ich persönlich kenne mich im Wachgewerbe etwas aus, da ich fast drei Jahre lang an Sonn- und Feiertagen immer 12-Stunden Schichten gemacht habe. Der Tariflohn beträgt ca. 5,25 € und die Nacht- und Sonn-/Feiertagszuschläge liegen bei glaube 40-75%. Es gibt sehr viele Wachleute die weit über 200 Stunden pro Monat arbeiten müssen, um überhaupt irgendwie etwas Geld rauszubekommen. Laut dem Artikel den Andreas (#11, http://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=36063) gepostet hat, liegt der Tariflohn für Mitarbeiter im Einzelhandel bei ca. 2.000 EUR und das für eine 41-Stunden-Woche und Zuschläge kommen noch dazu (das sind über 11 € pro Stunde). Ich möchte überhaupt nicht sagen, dass dies enorm viel ist, aber Wachleute arbeiten oft weit mehr als 50-Stunden pro Woche und bekommen selbst mit Zuschlägen bei weitem nicht so viel Geld. Es sollten viele sich hier mal ganz genau überlegen, worüber sie merkern. Wenn ich dann immer noch höre, dass viele VW-Mitarbeiter dagegen streiken 35-Stunden pro Woche arbeiten gehen zu müssen, statt wie bisher 28,8 Stunden und dafür auch noch mehr Geld bekommen als ein Einzelhandelsmitarbeiter, dann könnte ich regelmäßig das K..zen bekommen. P.S.: Dies war mein erster Kommentar überhaupt in irgendeinem Blog, aber es musste sein.
#16
on
2007-09-23 11:22
"Es gibt mehr als genug Berufe in denen in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden muss."
Muss. Ein 24h-Supermarkt ist nicht so lebenswichtig wie ein Krankenhaus. Generell sollten diese 24h-Berufe auf ein Minimum beschränkt werden, oder? Dieser Meinung ist die Dame jedenfalls. Wenn du zum Wachgewerbe sagst, dass dort sehr wenig verdient wird, dann zeigt es nur, dass die Löhne zu gering sind. Das Argument was ich bei dir rauslese ist "Wachgewerbe ist viel schlimmer, über Einzelhandelsmitabeiter braucht sich niemand aufzuregen" , aber das halte ich für eine Einstellung, die andere auf lange Sicht auf das niedrige Niveau runterbringt, anstatt das Lohnniveau des Wachgewerbes zu erhöhen. Aufregung an anderen Baustellen ist gut, ich bin der Überzeugung, dass sie Strahlkraft hat. "Es sollten viele sich hier mal ganz genau überlegen, worüber sie merkern." Vielleicht sollte sich die Dame ebenso für das Wachgewerbe einsetzen, ich bezweifle aber, dass sie das so aktiv miterlebt wie einen Supermarkt. Wenn sie es merkte, würde sie sich vielleicht einsetzen, also kannst du nur davon profitieren Öffentlichkeit herzustellen und hoffen, dass das Thema "schlechte Arbeitsbedingungen" branchenübergreifend in den Köpfen der Leute bleibt. Bitte nicht gegeneinander um die wenigen Protestler konkurrieren, ein Arbeiten miteinander für bessere Arbeitsbedingungen bringt allemal mehr. Das erfordert von dir allerdings keinen Neid auf VW-Arbeiter zu entwickeln.
#16.1
on
2007-09-23 16:54
"Ein 24h-Supermarkt ist nicht so lebenswichtig wie ein Krankenhaus."
Ist die abendliche Kneipentour auch nicht. Bin sehr für ein bundesweites Kneipenschlußgesetz - wer bis 18 Uhr ohne Alkohol auskam, schafft es den Rest des Abends auch noch. Denkt denn niemand an die armen Thekenkräfte und deren Familien???
#16.1.1
on
2007-09-23 17:46
uneingeschränkter lange andauernder Beifall...
Du sprichst mir aus der Seele! Das Gejammer geht mir so auf den Keks. Harry
#16.1.1.1
on
2007-09-23 19:17
Da hast du recht, auch Kneipenbesitzer/Thekenkraft ist nur für wenige der Traumjob. Ich bin vollkommen deiner Meinung, oder wolltest du mir irgendwo widersprechen?
Falls du meinst, ich ginge dauernd in Kneipen: Tue ich nur selten, zu Hause und bei Freunden finde ich's besser. Ausserdem sind in den Getränkepreisen die Nachtzuschläge (mir zu) deutlich ausgeprägt.
#16.1.1.2
on
2007-09-24 09:58
@Cator:
Ein Muss ist es nicht, da hast Du vollkommen recht. Ich denke es ist aber momentan nur noch eine der wenigen Möglichkeiten im Einzelhandel sich vom Wettbewerb abzuheben, also halt über den Service und der Bedarf ist ja grundsätzlich auch da. Ich meinte auch nicht, dass andere auf das Lohnniveau des Wachgewerbes runter sollen. Eher im Gegenteil. 2.000 EUR brutto für 41-Stunden Wochen ist doch grundsätzlich in Ordnung und da kann man auch alleine von leben. Nur im Wachgewerbe ist es schwierig von den Löhnen auch irgendwie "vernünftig" leben zu können, deshalb bin ich dort definitiv dafür, dass die Beschäftigten mehr verdienen. Allerdings bin ich gegen einen gesetzlich diktierten Mindestlohn. Natürlich würde man es sich wünschen für ein gutes Gehalt nur 28,8-Stunden pro Woche arbeiten gehen zu müssen. Insofern kann man von Neid sprechen oder auch nicht. Ich halte es allerdings nur für äußerst verständnislos, wenn man sich so massiv gegen eine Erhöhung der Arbeitszeit wehrt, obwohl diese dann vermutlich immer noch unter dem Branchendurchschnitt liegen würde und man sonst sicher trotzdem noch mehr Privilegien genießt, als manch anderer Mitarbeiter im gleichen Konzern mit teilweise derselben Aufgabe.
#16.1.2
on
2007-09-23 18:15
...momentan nur noch eine der wenigen Möglichkeiten im Einzelhandel sich vom Wettbewerb abzuheben, also halt über den Service und der Bedarf ist ja grundsätzlich auch da.
Prinzipiell habe ich auch nichts dagegen, meine Befürchtung ist nur, dass Geschäfte nachziehen, wo einige Mitarbeiter nicht in der Lage sein könnten, "Nein." zu Nachtschicht sagen zu können und darunter leiden müssen. Wenn es genug Freiwillige gibt die das machen wollen fände ich's toll, die Wahlfreiheit ist für mich in jedem Fall ein Muss. (Altes Problem: Wer will schon Kloputzen, aber das führt zu weit) Ich halte es allerdings nur für äußerst verständnislos, wenn man sich so massiv gegen eine Erhöhung der Arbeitszeit wehrt, obwohl diese dann vermutlich immer noch unter dem Branchendurchschnitt liegen würde[...] Ja, aber wenn nun die Arbeitszeit im Branchendurchschnitt selbst schon zu lang ist? Oder die Arbeitsbelastung im Verhältnis zum Lohn gestiegen ist? Die Leute, die sich da wehren, mögen im Vergleich nicht viel zu klagen haben, aber das bedeutet für mich, dass sie viel zu verlieren haben. Es geht ihnen noch nicht schlecht. Von daher habe ich allermeistens Verständnis, wenn sich eine Gruppe gegen eine Verschlechterung ihrer Situation wehrt und die Devise ist(*): Je heftiger, desto effektiver. Ich hoffe also darauf, dass sich das Wachgewerbe organisiert und für vernünftige Löhne eintritt. Meinen moralischen Rückhalt hat es. (*)Natürlich in gewissen Grenzen, natürlich gibt es Fälle, wo eine andere Lösung besser ist, blah, blub. Achso: Willkommen in den Blog-Kommentaren, ich hoffe du findest Gefallen an freier Meinungsäußerung.
#16.1.2.1
on
2007-09-24 11:15
@Cator:
Ich finde die Meinungsäußerung gut und besonders auch wenn sie doch recht sachlich bleibt wie bei uns beiden. Bei der Freiwilligkeit kann ich Dir nur zustimmen. Mit Zwang sollten diese Arbeitszeiten nicht gemacht werden. Jeder sollte möglichst nach seiner persönlichen Situation entscheiden können wann er arbeitet. Darauf sollten die Arbeitgeber auch Rücksicht nehmen. Es soll ja auch keiner von einer guten Arbeitssituation in eine wirklich schlechte gebracht werden. Gegen eine Anpassung auf "normale" Verhältnisse, um speziell auch Arbeitsplätze zu sichern, sollte man allerdings nur bedingt etwas haben. Naja, mal schauen wie sich die Sache bzgl. der Öffnungszeiten im Einzelhandel noch entwickelt. Vielleicht müssen die irgendwann auch fast alle wieder zurückrudern. Bei uns in Berlin sind nach 20 Uhr meist auch nicht mehr viele Kunden in den Läden. Vielleicht wird es sich auch nur für die kleinen Läden um die Ecke lohnen, wo man schnell noch ein paar Bier (Chips, ...) kaufen kann. Im Prinzip also in Läden wie dem von Björn (sieht man ja an der Verkaufsstatistik). Ich denke im Einzelhandel mit Bekleidung/Elektronik usw. wird es sich nicht wirklich lohnen. Bis denne, cube
#16.1.2.1.1
on
2007-09-24 17:07
Ach wie schön
#17
on
2007-09-23 12:07
Eigentlich mal wieder ein Beispiel dafür, wie wenig Gedanken sich die Leuten über ihre Aussprache machen. "Bis 24 Uhr geöffnet" und dann macht er zu und gleich um "0.00 Uhr" wieder auf? Unwahrscheinlich...
Der Markt hat wenn überhaupt durchgehend geöffnet - bis er evtl. am Samstag (oder so) mal für 24 Stunden schließt.
Etwas vom Thema abkommend, aber momentan brandaktuell für mich: Kennt eigentlich jemand in Köln einen Supermarkt, der auch sonntags geöffnet hat? Oder in der Woche länger als bis 22 Uhr?
#19
on
2007-09-23 12:59
Also nach 22 Uhr ist mir nichts bekannt, Sonntags wäre da nur der Ihr Platz Express und diverse andere Läden im HBF. http://www.oeffnungszeiteninfo.de/search.php?PLZ=50667
Hier in Berlin schwangen neulich um 21 Uhr Uhr ein paar Frauen um die 40 Vor einem 24h Reichelt Schilder mit aufschriften wie "Ihr macht die deutsche Familie kaputt" u.ä..
Das sind eben LEute die sehr kurzfristig denken.. Hättest sie darauf hinweisen sollen wer noch alles rund um die Uhr arbeiten muss. Mal von Fabrikarbeitern, Taxifahrern, Krankenschwestern und Ärzten abgesehen sind auch haufenweise andere Berufsgruppen rund um die Uhr beschäftigt, und das ist auch gut so.. Soll sie mal im Notfall nachts die 110 anwählen.. Sorry, keine da, sind alle zuhause bei ihren Familien
bei einigen kommentaren komme ich wirklich ins grübeln. es ist also von der wichtigkeit her gleich, ob man nun morgens um drei medizinisch versorgt wird oder ob man im supermarkt morgens um drei seinen verdammten joghurt bekommt?
alles klar
#22
on
2007-09-23 21:50
nein, aber die kneipentour, taxi/bus fahrt sind auch nicht wichtiger. Geschweige die Arbeit bei VW oder ähnlichem. Oder hat der Kunde einen Vorteil, dass sein Auto nachts gebaut wurde? Und das Beispiel der Fernfahrer/ Bäcker wurde auch schon angespochen. Die müssen nachts fahren, damit das essen tagsüber im supermarkt ist
#22.1
on
2007-09-23 22:34
Korrekt, das sind auch alles bedauernswerte Berufsbilder. Welche Konsequenzen sollte man aber aus dieser Erkenntnis ziehen? Die Anzahl derartiger Beschäftigungsverhältnisse möglichst gering zu halten, weil die negativen Auswirkungen der Schichtarbeit allgemein bekannt sind? Oder möglichst viele andere Berufe rund um die Uhr arbeiten lassen, weil es andere ja auch müssen? Haare schneiden um Mitternacht? Versicherungen abschließen? Wohnungen besichtigen? Es wäre doch viel praktischer, wenn ich das alles nach meinem Feierabend machen könnte. Aber Moment mal, wann mache ich das denn, wenn ich selbst bis Mitternacht arbeiten muss?
#22.1.1
on
2007-09-24 15:33
Wenn Du als Angestellter selbst bis Mitternacht arbeiten musst, hast Du täglich bis 16.00 Uhr Zeit.
Zauberwort: Schichtarbeit Wenn Du selbständig bist, arbeitest Du i.d.R. sowieso sehr selten nur 8 Stunden / Tag. Dafür hast Du natürlich auch mal die Freiheit, tagsüber einkaufen zu gehen.
#22.1.1.1
on
2007-09-24 15:43
Geöffnet bis 19:00 Uhr - Freitags abendverkauf bis 21:00 Uhr. Jetzt wurde begonnen, Sonntags teile des Marktes von 08:00 bis 12:00 Uhr zu öffnen. Bin gespannt wie lange es dauert bis man wieder Sonntags schliesst.
Früher war alles besser. Da hatten Läden von 9-12 und von 15-18 Uhr auf und trotzdem ist keiner verhungert. Und heute? Ladenzeiten bis zum Ultimo und wo kommt das Geld her? Also ich bekomme keine 30% mehr Lohn weil Toom, Aldi und Co. nun bis 22 aufmachen. Der einzige Effekt, der auftritt ist das verlagern der Einkaufsgänge. Früher kamen die Leute um 10 vor 6 (17:50Uhr), jetzt kommen sie um 19:50 in den Laden gehetzt...
Früher hatten die Frauen auch schön brav als HAUSfrau zu Hause zu sein. Hast Du das Buch von Eva HeXXXXnn durchgelesen oder was willst Du uns mitteilen?
#24.1
on
2007-09-24 09:12
Ist Euch eigentlich klar, dass diese langen Arbeitszeiten, die Firmen seit einigen Jahren verlangen, auch durch längere Öffnungszeiten kommen? Früher kam man um 17:50, jawohl! Und man fing genau so wie heute zwischen 8 und 9 im Büro an. Was ist jetzt? Man arbeitet 2 Stunden länger.
Ich bin auch strikt gegen dies Öffnungszeiten.
#25
on
2007-09-24 01:39
Wieso zur Hoelle hat dieser verdammte Spruch eigentlich ploetzlich wieder Hochkonjunktur? Nein, er wird wirklich nicht besser dadurch, dass er ein paar Monate fast verschwindet und dann wieder in fast jedem Beitrag zu lesen ist!
#26
on
2007-09-24 02:05
Das macht doch nichts. Ganz ruuuhig. *tätschel* Die tun doch nichts.
Dass ein Supermarkt unter der Woche um 3h auf hat, halte ich für ziemlich überflüssig. Was mir viel mehr bringen würde, wäre ein Laden, der sonntags aufhat.
Da sehne ich mich nach der holländischen Grenze. Sonntags traf man halb Aachen in Vaals im C1000...
#27
on
2007-09-25 14:53
Hm, in Japan gibt's auch viele viele 24h-Maerkte (btw unter anderem Hot Spar
Fand ich persoenlich waehrend meines Aufenthalts sehr angenehm, zumal diese Teile wirklich an jeder Ecke stehen - gewoehnliche Supermaerkte gibt's natuerlich dennoch. Allerdings kann man bei einem "normalen" Laden nicht einfach sagen "Nach 22 Uhr kostet alles 10% mehr", aber ich habe lediglich fuer kurze Zeit bei 7eleven (auch ein 24h-Markt) gearbeitet und in der Zeit eher keine Kenntnisse darueber gesammelt, wie sich das rentiert (ausser natuerlich bezueglich des Wettbewerbsvorteils). Ojee, ich hoere mich wirr an.
#28
on
2007-09-29 13:01
Allerdings kann man bei einem "normalen" Laden nicht einfach sagen "Nach 22 Uhr kostet alles 10% mehr"
Wieso nicht?
#28.1
on
2007-09-30 23:54
Also man koennte sicherlich, ich weiss aber nicht ob dann nicht doch einige Kunden ausbleiben wuerden bzw. kurz vor 22 Uhr ein riesiger Run auf die Kassen stattfindet.
#28.1.1
on
2007-10-01 06:05
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