Saturday, September 22. 2007ZählenTrackbacks
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Dyskalkulie ?? Naja um ehrlich zu sein das naheliegendste wäre die ist einfach nur dumm und kommt nicht auf die Idee das mit dem einräumen auch gleichzeitig gezählt wird da in eine Kiste nur eine bestimmte anzahl reinpasst.
Wozu immer kompliziert denken wenn es doch so einfach ist? hehe
#2
on
2007-09-22 15:07
Ich stand mal mit jemanden in der Schlange, der die Personen in der Nähe nacheinander ansprach, dass er noch X DM hätte und wieviele Flaschen Bier er sich dafür denn kaufen könne. Und jeder hat ihm dann erklärt, dass es genau für die Flaschenmenge langt, die sich bereits in seinem Wagen befindet. Er sah ganz und gar nicht wie ein Penner aus und tat mir unglaublich leid.
Vielleicht hatte sie nur Angst sich zu verzählen.
Vielleicht leidet sie einfach unter einer leichten Konzentrationsschwäche, und kommt beim zählen schnell durcheinander.
Vielleicht sollten sich solche leute dann einen von diesen
Countern kaufen die bei jedem Knopfdruck eine Zahl weiter zählen.
Dyskalkulie kann wie andere Teilleistungsstörungen zu einer richtig fiesen Angststörung führen. Ohne zu wissen, ob das bei dieser Kundin zutrifft: Es gibt Menschen, die in Panik verfallen, wenn sie mit ihrer Schwäche/Teilleistungsstörung konfrontiert werden. Ein nicht unerheblicher Anteil daran ist auch eine tief sitzende Scham.
Wenn man erst mal soweit ist, reagiert man auf eine Situation wie die von Björn geschilderte wie das Kaninchen vor der Schlange. Der Puls jagt hoch und eigentlich will man nur noch wegrennen. Alle Reserven des Körpers und des Geistes werden auf dieses Ziel geschaltet. Sehr unschön für den oder die Betroffenen.
#5
on
2007-09-22 15:57
Diese Rechenschwäche ist wirklich etwas fieses.
Ich hab in meinem FSJ ein Mädchen, sie war 13 und in der 4. Klasse. Ich sollte mir ihr das 1x1 lernen. Dies ging nicht, weil sie ohne Hilfsmittel nur 1+1 rechnen konnte. Bei größeren Zahlen brauchte die Arme einen Rechenschieber. Schlimmer wie diese "Krankheit/Behinderung" finde ich aber Menschen, die meinen, dass solche Leute nur "simulieren", also ihre Schwäche nur vortäuschen. Es gibt leider nichts, was es nicht gibt!
#6
on
2007-09-22 17:03
hier noch das fehlende t für das wort "fast":
t
#7
on
2007-09-22 17:57
Natürlich kann es sein, dass die Frau von Dyskalkulie betroffen ist, aber oft ist doch eher so, dass die Betroffenen mit allen Mitteln versuchen, ihre Schwäche zu verstecken. Vor allem, wenn sie erwachsen sind und bereits erfahren haben, wie die Menschen reagieren, wenn sie ihnen sagen, dass sie nicht/nur eingeschränkt zählen/rechnen können. Ein lautes "Die muss man doch zählen?" impliziert: "Das kann ich nicht" und würde die Dame somit sofort entlarven...
#9
on
2007-09-22 19:57
Ich kenne natürlich diesen Fall nicht, kann mir daher auch eigentlich gar kein Urteil erlauben, aber es ist schon interessant, dass man heute für jedes "Symptom" einen medizinischen Fachbegriff braucht.
In diesem Fall finde ich es sogar eher albern: ich hätte beim schlichten Dialog eher darauf geschlossen, dass sie Angst hat, dass beim gemeinsamen Zählen ihre Flaschen nicht richtig berechnet werden...
#10
on
2007-09-22 20:32
ja aber wir sollten den oben erwähnten panischen ton in ihrer stimme nicht vergessen....also wenn jemand einfach auß ungesundheitlichen gründen nicht zählen will, kann ich mir nicht vorstellen, dass der dann panik vortäuscht...
#10.1.1
on
2007-09-23 15:11
Ich verstehe das nicht. Beim einsortieren der Flaschen in die Leerkästen braucht man doch nichts zu zählen. Es genügt doch vollauf wenn der Mitarbeiter hinterher die vollen Kästen zählt (und mit der Anzahl der Flaschen pro Kasten multipliziert). Letzteres dürfte der wohl sowieso nicht dem Kunden überlassen wollen...
#11
on
2007-09-23 16:34
Hat der Mitarbeiter wirklich gesagt "Hier, räum' mal mit ein, geht schneller..." ?
Falls ja: Finde ich das reichlich ungehobelt. Erstens einmal würde ich da doch ein "bitte" für angebracht halten. Und zweitens: Einen erwachsenen Kundin ansatzlos zu duzen, ist das wirklich Stil des Hauses?
#12
on
2007-09-23 17:49
Wissen Sie, ob die Handelnden sich kannten? (Sie kannten einander)
Ausserdem ist es hier in Norddeutschland üblich, sich zu duzen, zumindest macht daraus kein Bremer einen Blogeintrag, wenn er mal nicht gesiezt wurde. "Ich verstehe das nicht. Beim einsortieren der Flaschen in die Leerkästen braucht man doch nichts zu zählen. " Es gibt zig Flaschenformate, dementsprechend viele Rahmen. Die werden wohl nicht alle leer vorrätig gehalten, erst recht nicht an einem Tag, wo Werder Heimspiel hatte, weshalb mit Flaschensammlern gerechnet werden musste.
#12.1
on
2007-09-23 18:08
"Ausserdem ist es hier in Norddeutschland üblich,"
Ach so, na dann. Anscheinend liegt mein Laden zu sehr südlich. Denn ich wäre schon zusammengezuckt, wenn mein Mitarbeiter so mit einer Kundin sprechen würde. Sich kennen hin oder her: Wenn man schon will, dass der Kunde einem bei der eigenen Arbeit hilft, wäre ein Bitte wohl schon angemessen. Aber jetzt mal Interessehalber: ist es wirklich üblich in Norddeutschland, dass man erwachsene Kunden einfach so duzt? (jetzt mal davon ausgehend, dass die beiden nicht gerade befreundet sind).
#12.1.1
on
2007-09-23 18:50
Vielleicht ist as ja in Bremen anders, aber hier in Flensburg (und das dürfte nördlich genug sein..
#12.1.1.1
on
2007-09-24 12:20
Vielleicht war die Kundin dem Mitarbeiter persönlich bekannt. Kann mir kaum vorstellen, dass in Björns Laden so "ungehobelt" mit Kunden umgegangen wird.
#12.2
on
2007-09-23 18:09
ist mir auch direkt aufgefallen.
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