Thursday, October 26. 2006KontorTrackbacks
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ich kenne den Begriff zwar auch, aber die meisten Leute denken vermutlich eher hier dran
#1
on
2006-10-26 12:11
Die meisten unter 20 vielleicht *g*
Die nicht mehr wissen, wie man ein Buch liest.
Erinnert mich irgendwie daran, dass ich mal versuchte, in einem auf Mittelalter getrimmten Lokal (Speisekarte, Einrichtung, Kleidung usw.) versuchte möglichst orginell nach der Toilette zu fragen. Aber ich erntete nur völlig verständnislose Blicke, als ich sie bat mir den den Weg zum Donnerbalken zu weisen.
#2
on
2006-10-26 12:11
Ich hätte Dich verstanden.
Aber du hättest natürlich auch nach dem "Abtritt" fragen können ... [2WQXZ] - zwei Wikinger quetschen Xylophone zusammen (jetzt darf ich aber ein bischen stolz sein, oder?)
#2.1
on
2006-10-26 14:15
früher auch mal unter 'Lokus' zu finden dieser ORT
#2.1.1
on
2006-10-26 16:12
Auf Barmbeksch heißt das Dillerecke...
#2.2
on
2006-10-26 18:39
Also auf ner Burgruine hab ich mal das Wort "Aborterker" gelesen...auch sehr schön...
#2.2.1
on
2006-10-26 19:07
Daher kommt also das Wort "Abort" dass einige in meiner Familie ab und zu benutzen.
Zumindest stell ich diese Behauptung nun mal einfach so in den Raum
Ich kenne das Wort nur von den Buddenbrooks. Ich sehe Dich demnach gerade am Stehpult mit Ärmelschonern. Ein hübscher Anblick
Mich erinnert das an Werner und Herrn Röhrich.
Der hat doch noch ein "Kontor"
Oh ja
"Goas Woasser Scheißä Rööörisch?" Wenn du Spaß haben willst bestell mal bei der Azubine ein Dutzend Brötchen. Ich hab da schon von prompter Bedienung bis zu völlig verständnislosen Blicken zwischen 5 und 20 Stück angeboten bekommen. 2HRT - 2 Hessen reden Tinnef
#4.1
on
2006-10-26 12:41
Dann hol doch mal fürs Firmenfrühstück ein Schock oder ein Gros Brötchen.
Werden diese "Warenhandelsmengen" eigentlich nicht mehr in der Berufsschule gelehrt. Ach ja - ein Viertelpfund Mortadella hätte ich auch noch gern...
#4.1.1
on
2006-10-26 18:47
Das problem ist ja nur, dass die meisten leute keinen viertelPFUND bestellen, sondern einfach ein viertel . oder ein achtel. nicht nur beim wein, auch bei der wurst. welches viertel ist jetzt gemeint?
Im beheizten Kontor brauchst Du weder ein wärmendes Wams noch festes Schuhwerk mit Schnürriemen.
So wie Löwe Goleo könntest Du auf ein kleidsames Beinkleid verzichten. Jeder Marketender sollte ein beheiztes Kontor haben. Erwähnte ich schon, daß ich "alte Worte" liebe... ?
#5
on
2006-10-26 12:43
wenn du das pc spiel meinst... das war geil
ich kenn den begriff... echter norddeutscher jung muss sowas irgendwie auch kennen finde ich... weiss ja nicht wie das da im süden so ist
Oder "Hanse"auf dem Amiga. Da konnte man auch Kontore in Überbaltischsee anlegen...
#6.2
on
2006-10-26 13:15
Du bist also sozusagen ein unsicherer Kontorist. Oder wie hieß das nochmal?
#8
on
2006-10-26 12:52
Wenn ich 'Kontor' höre, erinnere ich mich an meine Kindheit, wo der Kohlenhändler seine Bude hatte und kassierte.
#9
on
2006-10-26 13:04
Hab grad mal gewikid. Kontor kommt aus dem Französischen und heisst dort Zahltisch, bei uns wars dann ein Büro oder eine Niederlassung der Hanse. Ich geh mal davon aus, das unser "Konto" den gleichen Wortstamm hat (das steht nicht bei Wikipedia)
Der Begriff "Konto" kommt wie die meisten Bankbegriffe aus Italien und bedeutet dort einfach Rechnung. Daher auch der Kontokorrent, die laufende Rechnung!
@ Björn: Wer ein Kontor hat braucht umbedingt auch ein Secretariat mit "c"!!!
#10.1
on
2006-10-26 13:36
Menschen mit einem Secretariat schicken auch Faksimile... (und sind meistens Juristen *G*).
Wenn sie tatsächlich Juristen sind, fertigen sie eher Abschriften oder wenn sie schon etwas moderner sind Ablichtungen...
#10.1.1.1.1
on
2006-10-26 14:04
Und ein Germanistikprofessor schickt seine Studenten statt in den Copyshop stets in ein Xerographiebureau.
Was ist denn dann ein Münzkontor???
#12
on
2006-10-26 15:06
Ein Münzhandelshaus
#12.2
on
2006-10-26 15:26
Ein Kontor oder Contor (von französisch comptoir „Zahltisch“) war im Mittelalter eine Niederlassung von hansischen Kaufleuten im Ausland und ist eine veraltete Bezeichnung für Büro.
Die Bezeichnung „Kontor“ wurde im 19. und 20. Jahrhundert sehr oft für Büros von Kaufleuten verwendet. Auch in unserer heutigen Zeit wird von traditionellen Betrieben die Bezeichnung Kontor geführt (häufige Sitze dieser Firmen sind die alten Hansestädte). Der Begriff Kontor wird erst seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Vorher wurde von Haus oder Hof gesprochen. So heißt z. B. das Kontor in Nowgorod Peterhof. Kontore bildeten eine (Kaufmanns-) Stadt in der Stadt und besaßen zu Beginn eine eigene Rechtsprechung. So wählten die Kaufleute eines Kontors so genannte Ältermänner (auch comes hansae, Oldermann oder Aldermann), die die Aufsicht über die im Kontor versammelten Kaufleute besaßen. Später regelte vor allem Lübeck die Statuten und Reglements in den Kontoren. Neben zahlreichen weiteren Handelsniederlassungen (den so genannten Faktoreien) besaß die Hanse vier Kontore. Diese waren das Hansekontor in Brügge, Bergen (Tyske Brygge), Nowgorod (Peterhof) und London (Stalhof). Die Nowgoroder Schra ist die einzige vollständig erhaltene Sammlung von Vorschriften über die innere Ordnung eines der vier Hansekontore. Ein Kontorist (weibliche Form: Kontoristin) ist ein vor allem in der Schweiz gebräuchlicher Begriff für einen Angestellten, welcher einfachere Büro- und Verwaltungsarbeiten wie Registraturarbeiten, Karteiführung, Schreiben von Adressen in einem kaufmännischen Betrieb erledigt.
#13
on
2006-10-26 16:17
Du hättest dir die Tipperei sparen können. Ich hatte doch einen Link zur Wikipedia eingefügt.
Kontor ist ein schöner Begriff. Schade, dass die domain wortkontor anscheinend schon weg ist. Wäre auch eine nette blog-Adresse.
#14
on
2006-10-26 16:22
Björn, Du wirst Dich wundern: Auch wir in unserem Laden (Textil- uind Manufakturwaren ...) benutzen den Begriff "Kontor" immer noch. Gute alte hanseatische Tradition eben.
#15
on
2006-10-26 17:44
Bei World-of-Dungeons-Spielern könntest du sogar sehr irritierte Blicke ernten. Die assoziieren damit nämlich einen geisterhaften und sehr lästigen Buchhalter, der seine Opfer mit Vorliebe zu Tode langweilt.
Ha, wie wären wohl die Gesichter meiner Kunden hier im Süden, wenn ich ihnen sagte: "Oh, da muß ich mal schnell in's Kontor!".
Vermutlich aber noch enrgleister, wenn ich mal schnell die Handuhle hole oder Leuwagen und Feudel...
#19
on
2006-10-27 10:27
Feudel=Wischlappen kenne ich ja. Aber Leuwagen und Handuhle muß ich erst mal in wikipedia nachschlagen.
OK, Leuwagen ist ein Schrubber, da wäre ich gar nicht drauf gekommen, ich hätte eher an einen fahrbaren Putzwagen gedacht. Und daß man eine Reinigungskolonne auch als „Leuwagenballett“ bezeichnet, wußte ich auch nicht.
Aha. Handuhle= Handfeger. Und der Bremer Dialekt ist ein Dialekt des Missingsch. Ich bin keine Bremerin, ich komm aus Oldenburg. Schlurig= unordentlich kennen wir auch. Aber Kump= Behältnis/Schüssel nicht, ich kenne nur das Wort Kumme als Schüssel. Ob das Oldenburger oder Ostfriesischer Dialekt ist, weiß ich aber auch nicht.
Danke für die neuen Worte.
Aber solltest Du mal im Kontor übernachten müssen, kannst Du dir doch sicher einen Teppich von der Bühne holen, oder?
#20
on
2006-10-27 13:27
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