Friday, May 26. 2006ScheinkontrolleTrackbacks
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naja, so lange jeder nur aufs Wasserzeichen schaut, kann man ja das machen wozu Geld da ist: bezahlen
#1
on
2006-05-26 16:45
Und ich dachte der Kippeffekt wäre zur Zeit noch eine große Hürde. Also muss man in Zukunft auf die "Blindenzeichen" achten?
Also wenn der Schein alle Anzeichen eines echten Scheines hatte, wie kommst du dann darauf, dass es eine Blüte war??
Vermutlich weil die Bank das Ding nicht annehmen wollte mit der Begründung, dass es nicht echt sei. Oder es war eine Musterexemplar von der Polizei oder so - zur Schulung des Kassenpersonals.
#4.1
on
2006-05-26 17:25
hihi....
Ich war Jahre in dem Bereich tätig (Sortenerkennungssystem für Banken weltweit) und habe die Sicherheitsmerkmale fotografiert (auch UV Die Fälscher werden immer besser - leider... Von dem Infrarotkennzeichen weißt Du auch?!? Das überprüfen z.B. Automaten, wo man Geldscheine reinschiebt. Noch einen Tip: Bei den Euronoten einfach mal die Wertziffern über ein weißesPapier "rubbeln" - das muss abfärben. P.S. UV-Partikel... Das hilft nicht - da gibt es Stifte mit denen man das machen kann. Das UV-Merkmal sieht aber anders aus
Ich empfinde das als überheblich :/
#6
on
2006-05-26 17:42
Ich empfinde es als guten Hinweis, dessen Beachtung sogar billiger sein kann als dessen Nichtbeachtung.
natürlich werden auch die Fälscher immer raffinierter.
Zur Zeit sind sehr viele 500er Blüten im Umlauf, sodaß ich diese großen Werten erst gar nicht akzeptieren würde. wer übrigens den Weg seiner Euro's durch Europa verfolgen möchte, dem sei das Portal "Eurobilltracker" empfohlen! Bald 100.000 Nutzer geben hier ihre Scheine ein und können so sehen, wie sie ihren Weg durch Europa nehmen. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und ohne jegliche Verpflichtung ! Realisiert wird das Portal von Informatikstudenten der Universität zu Helsiniki in Finnland (bei Interesse bitte auf den Link klicken)
Der Laie kann eine Fläschung längst nicht mehr erkennen... Bekommt aber den Wert nicht erstattet. Eigentlich doch komisch.
#8
on
2006-05-26 19:04
Komisch, ich dachte, der Euro wäre uns damals als super fälschungssicher verkauft worden? Irgendwo habe ich schonmal von Blüten gehört, die nurnoch durch ein ganz besonders streng geheim gehaltenes Sicherheitsmerkmal erkannt wurden.
Mal ganz davon abgesehen, dass Fälscher, die nicht erwischt werden wollen, sich doch lieber mit kleineren Beträgen beschäftigen sollten. Wer prüft denn schon 5-er oder 10-er?
Also, es gibt die öffentlichen, die "geheimen" und die geheimen Sicherheitsmerkmale, die öffentlich bekannten kennt fast jeder, die "geheimen" sind die Geheimtipps, die als relativ sicherer Indikator für echtes Geld gelten und die wirklich geheimen sind die, die in den Scheinprüfern der Zentralbanken überprüft werden. Da in der Regel die Blüten auf, die sonstwie eingezahlt wurden. Diese Sicherheitsmerkmale sind allerdings rein maschinell lesbar und deshalb für den Normalverbraucher auch nutzlos.
Wenn man Falschgeld loswerden will, gibt es soviele Möglichkeiten dass man immer eine findet. Nun zum Thema Sicherheit: Der Euro wurde mit mehr Sicherheitsmerkmalen konzipiert als er nun tatsächlich hat, Grund ist - so munkelt man - unter anderem dass manche Länder ihre alten Druckanlagen nicht komplett erneuern wollten. In wie weit das stimmt kann ich aber nicht sagen.
Jepp, ein ehemaliger Prof von mir (jetzt in Rente) hat das auch so wiedergegeben. Wobei es sich wohl speziell um ein Land mit einem gewissen Nationalstolz gehandelt haben soll, dass nicht *ausgerechnet* von der Bundesdruckerei bzw. G&D Nachhilfe erteilt bekommen wollte. Hm. Ob das wohl stimmt?
BTW, kleines Kochrezept: die Namen aller EUR-Länder in der jeweiligen Landessprache aufschreiben und alphabetisch sortieren. Dann rückwärts alphabetisch indizieren - schon kann man jeden EUR-Schein anhand des Buchstabens vor seiner Seriennummer eindeutig der emittierenden Nationalbank zuordnen. Wenn wir uns mal wieder vom Euro trennen, ist zumindest die Bargeld-Trennung maschinell zu erledigen *G*. Deutschland = X. Zazzel
#9.1.1
on
2006-05-29 15:31
Wie sieht das eigentlich aus mit diesen Stiften ?
Es gibt ja so stifte, mit denen man auf die scheine nen Strich macht, bei echten verschwindet der, bei Blüten nicht. Weis einer ob das auch schon gefälscht wurde ? Das ist das neben dem Abtasten das Einzige was ich noch nutze. Dass man UV Partikel, Wasserzeichen und Hologramme schnell gefälscht hat, war ja irgendwie absehbar oder ?
Die Stifte enthalten eine Jodtinktur, der Effekt ist eine einfache Stärkereaktion. Der Euro wird auf stärkefreies Baumwollpapier gedruckt, also gibt es keine Reaktion. "Normales" Papier ist stärkehaltig, also reagiert das Jod (die Stärke wird oxidiert - wie im Chemieunterricht mit Jod auf Brot oder Kartoffeln
Eine Jod-Stärke-Reaktion kann man allerdings mit anderen Chemikalien (oder einer Fettschicht) recht leicht verhindern, die Fälscher könnten auch Baumwollpapier verwenden, es können echte Scheine mit Stärke in Kontakt kommen... also nicht sonderlich sicher. Meiner Meinung nach das Geld nicht wert. Schlimmstenfalls wiegt man sich in trügerischer Sicherheit und prüft andere, schwerer zu fälschende Merkmale nicht mehr.
Kann man die gegenteilige Reaktion nicht auch provozieren, wenn man einfach ab sofort jeden Geldschein mit 'ner Kartoffel einreibt?
Dann waere ploetzlich ueberall "Falschgeld" im Umlauf...
#10.1.1
on
2006-05-29 16:22
Was ist mit dem Farbwechsel beim Kippen? Überall (Bundesbank, falschgeld-info, Wikipedia) wird behauptet, der sei noch sicher... ist dem so?
Jain.
Die Farbe wechselt beim Kippen. Nur wird es nicht hellgrün, sondern einfach nur (sehr) dunkel. Aber wer weiß schon, dass die Farbe beim Kippeffekt zwischen Magenta und Hellgrün wechselt... QUOTE: Aber wer weiß schon, dass die Farbe beim Kippeffekt zwischen Magenta und Hellgrün wechselt... Leser dieses Blogs, die auch fleißig in den Kommentaren mitlesen.
Ehrlich gesagt bin ich gespannt darauf, wie die netten Jungs und Maedels an den Kassen jeden Geldschein auf X Merkmale ueberpruefen sollen.
Wenn der Stichtiefdruch heutzutage das einzige wirklich gute Merkmal ist, habe ich schon ein Problem. Mit meinen EDV-Flossen kann ich das jedenfalls nicht "lesen"... Gut, dass ich meistens mit Karte bezahle, so koennte zwar ein lueckenloses Profil von mir erstellt werden, aber jedenfalls versucht niemand mir Falschgeld als Wechselgeld zurueckzugeben
#12
on
2006-05-28 03:18
Es gibt nichts, das nicht gefälscht werden kann. Es kommt auf die Qualitäten des Fälschers an, ob seine Falsifikate als Fälschung erkannt werden können.
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