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HIER will sie arbeiten?!?

Wir hatten ein kleines Problem mit dem Leergutautomaten. Nichts Schlimmes, aber in der Folge mussten wir ihn neu starten und alleine bis die Software hochgefahren ist, dauerte es ein paar Minuten. Also war hier an der Leergutannahme für eine knappe Viertelstunde die klassische Handarbeit angesagt.

Eine Kundin mittleren Alters machte dabei einen Aufstand sondergleichen. Wenn wir die Sachen von Hand annehmen würden, könnte sie das ja nicht kontrollieren und man weiß ja nie, was dabei so passiert. Sie hat es nicht direkt so ausgedrückt aber ihre Wortwahl ließ schon erahnen, dass sie davon ausging, dass wir sie dabei bescheißen würden.

Meine Mitarbeiterin konterte: "Dann haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder, Sie packen das alles selber aus und stapeln die Flaschen mal eben ordentlich hier in den Einkaufswagen, damit wir das zusammen durchzählen können – oder Sie kommen dann zurück, wenn der Automat wieder funktionsfähig ist."

Auf einmal waren wir wohl doch vertrauenswürdig: "Nee, nee, das geht schon so.".
Meine Kollegin nahm die Flaschen von Hand an und als sie der Kundin den Leergutbon in die Hand drückte, wurde diese plötzlich superfreundlich und wollte wissen, ob wir noch Mitarbeiter suchen würden. Sie sei nämlich gelernte Einzelhandelskauffrau und derzeit auf Jobsuche.

Klar, erst unterstellt sie, dass wir sie betrügen würden und dann fragte sie hier nach einem Arbeitsplatz…

Dazu fällt mir nur eins ein:

Tüte voller Plastikstopfen

Eine Kundin drückte mir ganz stolz eine kleine Plastiktüte voller Korken in die Hand. Naja – dachte sie zumindest. In Wirklichkeit waren es beinahe ausnahmlos Kunststoffnachbildungen echter Korken. Sie war einigermaßen enttäuscht. Kann ich verstehen, denn es handelte sich bestimmt um 150-200 Stück. :-O


Der Typ und die Olle

Ein etwas ungleich wirkendes Pärchen verließ den Markt. Aufgrund ihrer auffälligen Erscheinung und der Tatsache, dass sie sich recht eilig hinter den anderen Kunden hindurchgedrängt haben, um den Laden zu verlassen, habe ich mir die Videoaufzeichnung der vergangenen zwanzig Minuten angesehen. Dabei hat sich dann das folgende Ereignis offenbart:

Ein etwa Mittzwanziger kam herein und steuerte ziemlich direkt auf das Zeitschriftenregal zu. Dort las er in aller Ruhe in mehreren Magazinen.
Etwa zehn Minuten später betrat eine Frau mittleren Alters das Geschäft. Sie schlich eine Weile durch die unterschiedlichsten Gänge, schob sich schließlich eine Flasche Rotwein aus fairem Handel in die Jacke und ging durch einen der Hauptgänge in Richtung Kasse.
Als sie den Zeitungsgang passierte, warf der junge Mann das aktuell gelesene Magazin regelrecht aus der Hand und folgte ihr aus dem Laden.

Jetzt rätseln wir hier, ob die beiden irgendetwas miteinander zu tun hatten, oder ob das Timing einfach nur Zufall war.

Nebenbei bemerkt: "Fairer" Wein wird ab sofort auch mit Warensicherungsetiketten versehen. Traurige Welt.

Werbung mit Media GmbH

Ein Außendienstler der Firma Media GmbH besuchte mich hier im Laden und wollte mir eine Werbetafel schmackhaft machen.

Ihm schwebte eine 1x2m große Tafel (etwas in dieser Art) im Innenbereich an der Wand neben dem Eingang vor, auf dem für drei Jahre acht Werbetafeln von Betrieben aus dem Großraum Bremen angebracht würden. Als Vergütung würde ich für die Zeit immerhin 1200 Euro bekommen, eine nicht ganz uninteressante Summe – wenngleich sie sich nach Abzug der Steuern auf grob 20 Euro effektive Vergütung pro Monat reduzieren. Da fällt es schon viel leichter, dieses Angebot abzulehnen.

Im Außenbereich geht's ja noch, aber innen, finde ich, macht das die Läden ramschig. Wie sehr ihr das?

Diebstahlsversuch oder verpeilt?

Eine als Stammkundin bekannte Frau mittleren Alters stand an der Kasse und wartete etwa an dritter Position in der Schlange. Plötzlich scherte sie aus und ging hinter den anderen Kunden vorbei in Richtung Ausgang. Als sie dabei die Antenne der Warensicherungsanlage passierte, löste diese Alarm aus. Die Kundin hielt inne, zog ihr Handy aus der Tasche und drückte es sich ans Ohr.

In ihrem Rucksack befanden sich zwei Flaschen Alkohol, deren Köpfe mitsamt der anhängenden Warensicherungsetiketten aus dem Rucksack herausragten.
Ich wertete den Vorfall als klaren Diebstahlsversuch, sie beteuerte dagegen, dass sie die Flaschen natürlich bezahlen wollte und lediglich durch einen eingehenden Anruf abgelenkt wurde.

Naja, im Zweifelsfall für die Angeklagte und so beließen wir es bei dem freundlichen Hinweis an sie, sich vorsichtshalber zukünftig nicht mehr ablenken zu lassen, da das doch schnell für einen Ladendiebstahl gehalten werden kann.

Sie schien es verstanden zu haben, wirkte verständnisvoll, bezahlte die beiden Flaschen und ging…

LIDL liest Shopblogger.de

Vor einiger Zeit bekam ich ein Päckchen, in dem sich eine LIDL-Fototasche befand. Darin wiederum steckten viele Ausdrucke auf Fotopapier, in denen mir ein Mitarbeiter von LIDL oder eines beauftragten Fotolabor seine Begeisterung mitteilte.
Mir fehlten immer die richtigen Worte, um das Päckchen hier zu verbloggen. Nun befürchtete ich aber, dass das Präsent vollkommen in Vergessenheit gerät und daher einfach etwas verspätet an dieser Stelle: Vielen Dank dafür! :-)