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Coladusche an der Kasse

Ein Kunde wollte eine 1-Liter-Flasche Cola kaufen. An der Kasse fiel sie im zu Boden. Die PET-Mehrwegflasche hat den Aufprall aus rund 1,5m Höhe unbeschadet überstanden.

Besorgt erkundigte sich mein Kassierer:
Wollten sie die gleich trinken? Dann holen Sie sich doch eben eine neue Flasche, die nicht durchgeschüttelt ist.
Der Kunde entgegnete jedoch nur, dass alles okay sei. Dann bezahlte er, drehte sich um und öffnete die Flasche, um den ersten Schluck noch gleich im Laden zu nehmen.

Tzja...

Fünnef

Eine ältere Kundin rief an und erkundigte sich nach unserem Lieferservice. Um alles zu vereinfachen, gab ich ihr die Telefonnummer unseres Boten durch. Da es im Lager recht laut war (wer den Leergutautomaten schonmal in Natura erlebt hat, weiß, was ich meine...), diktierte ich die Handynummer so, wie ich es einst im 96-stündigen Lehrgang BOS-Funk gelernt habe: "Nuhl - Ainss - Sehchs - Draai - Vieah - Sehchs - Siebänn - Zwoh - Aacht - Fünnef - Aacht". Garantiert verständlich, selbst wenn der Sprecher in einer lauten Fabrikhalle steht und in ein lädiertes Funkgerät nuschelt.

Die Kundin bedankte sich und wollte noch wissen, bevor sie auflegte: "Haben Sie mal im Telegrafenamt gearbeitet?"

Ich verneinte wahrheitsgemäß.

"Achso. Meine Mutter war dort nämlich lange Jahre und die hat auch immer "Fünnef" statt "Fünf" gesagt."

Sieben Jahre im Telegrafenamt wären sicherlich gemütlicher, aber wahrscheinlich auch nicht so interessant wie die Zeit beim Katastrophenschutz gewesen. :-)

EINSELF!!! (Na, ihr wisst schon...)

Nein, lieber Kunde, du hast keinen Rechtsanspruch darauf, einen Artikel, den irgendjemand irgendwo abgestellt hat, für den Preis auf dem sich zufällig darunter befindlichen Preisetikett zu bekommen.

Der Flut von Briefen sehe ich gelassen entgegen. Sein Anwalt, das Ordungsamt und auch die Gewerbeaufsicht werden sich zumindest für diesen Fall herzlich wenig interessieren.

In a Row

Eine Kundin stand bei mir an der Kasse und legte ihre Waren auf das Transportband. Nicht alles irgendwie zu einem Haufen zusammengeworfen, sondern jedes Teil einzeln hintereinander an der inneren Begrenzung des Bandes. Wie zum Gänsemarsch bereit lagen dort nun alle Artikel, immer mit ein paar Zentimentern Abstand voneinander, auf der vollen Länge des Förderbandes sauber hintereinander aufgereiht.

Ich muss geguckt haben wie ein Auto, das gerade mal noch von der Abwrackprämie davongekommen ist. Die Stammkundin erklärte nämlich gleich, dass ich sie wahrscheinlich für verrückte halte und dass das nunmal so ein Spleen von ihr sei und dass sie es einfach nicht abkönne, wenn die Waren da auf dem Band wild durcheinanderfallen. Und, dass ich mir nichts weiter dabei denken soll.

Na, gut. :-)

Ersatzflüssigkeit

Jetzt wissen wir, woher die in der Fernsehwerbung für Damenbinden die blaue "Ersatzflüssigkeit" nehmen: Sie kaufen das Zeugs kanisterweise bei Jungheinrich ein.

Neunundneunzig Euro?!? Wär's nicht günstiger, einfach Wasser mit etwas blauer Lebensmittelfarbe einzufärben? :-)