Nach meinem
Blogeintrag vom 17. Januar ist die Sache mit dem Babybel noch weitergegangen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
Hallo Björn,
auch angeregt durch deine Worte bin ich gestern Nachmittag dann nochmal zum REWE marschiert, um mir die Geschäftsführerin / Marktleiterin zu schnappen.
Praktischerweise hängen ja mittlerweile überall diese lustigen Bildchen am Eingang, also musste ich mich nicht erst durchfragen.
Ich habe sie gebeten, sich ein paar Minuten Zeit für mich zu nehmen und wir sind in den Aufenthaltsraum gegangen, wo ich ihr die Situation geschildert habe.
Nach meiner Erzählung hat es ziemlich genau 4 Sekunden gedauert, bis eine fuchsteufelswilde 1,50m "große" Person den zwei Meter "Sicherheitsschrank" aus seinem Zimmerchen gezerrt hat, um ihn vollkommen zur Schnecke zu machen. War irgendwie ein befriedigender Anblick. 
Er musste sich dann lang und breit bei mir entschuldigen und auch ihr hoch und heilig versprechen, dass so etwas nicht nochmal vorkommt.
Danach hat sie noch in meinem Beisein die Polizei angerufen um zu klären, wie die Anzeige sofort aus der Welt geschafft werden kann (wird wohl noch am selben Tag geschehen, wie mir versprochen wurde).
Ich bin jetzt um einen 50-Euro-Gutschein für einen REWE-Markt meiner Wahl und die Erfahrung, dass die Welt manchmal doch gerecht ist, reicher geworden.
So gab es sogar ein Happy End.
Ich bemühe mich ja immer sehr um möglichst viel Kommunikation mit meinen
Onlineshopkunden. Manchmal hat trotzdem der eine oder andere eine Frage oder Bitte und ruft mich hier in der Firma an. Das ist nicht weiter problematisch, im Gegenteil sogar: Im persönlichen Gespräch kann man ohne Missverständnisse direkt alles klären.
Aber es gibt doch tatsächlich Leute, die glauben zu scheinen, dass ich den ganzen Tag hier im Administrationstool der Shopsoftware sitze und nur darauf warte, dass jemand anruft. Schon häufiger ist es passiert, dass ich mich am Telefon melde und mir dann gleich eine Stimme ihren Namen und eine Kunden- und eine Bestellnummer um die Ohren haut und ohne Unterbrechung mir schließlich auch noch den Grund des Anrufes erzählt.
Nicht, dass mich die Probleme nicht interessieren würden – aber ein bisschen Reaktionszeit brauche ich schon.
Um bei der nächsten Inventur ein paar mehr Pannen zu vermeiden, habe ich die Anweisungen für die Inventurhelfer mal überarbeitet und um einige Punkte ergänzt. Das sind insgesamt relativ viele Infos, aber damit sollte es theoretisch sogar möglich sein, ohne zusätzliche Erklärungen die gezählten Mengen vernünftig niedrzuschreiben.
Die aufgeführten Anweisungen sind aber mehr als kleine Gedächtnisstütze gedacht. Im Vorfeld wird natürlich jeder Punkt genau erläutert.
1. Mit den Zählblättern sorgsam umgehen! Keine Blätter abreißen! Nur Falten und Knicken ist erlaubt.
2. Die genannte Reihenfolge ist absolut zu beachten! Sicherheitsvorschriften sind zu beachten!
3. Artikel mit dem gleichen Preis können und sollen zusammengefasst werden, wenn sie unmittelbar nebeneinander stehen.
4. Die Artikel UNTER der fetten Linie namentlich erfassen. Ebenso den jeweils ersten Artikel bei Sprüngen in andere Regale /-Böden. Bei allen anderen Artikeln reicht die Info Menge und Preis.
5. Sauber in Druckbuchstaben schreiben!
6. Nichts überschreiben. Falsche Zeilen komplett entwerten (durchstreichen) und eine neue Zeile benutzen. „Nachzügler“ getrennt erfassen, Zahlen niemals übermalen.
7. Bei Fehlartikeln nicht "nichts" eintragen. Lücken einfach überspringen. Keine Leerzeile lassen.
8 Die Inventur findet während der Öffnungszeit statt. Kunden werden bereits gezählte Artikel kaufen. Das passiert zwangsläufig und die bereits erfassten Mengen dürfen nicht korrigiert werden.
9. Alle Zeilen in den Listen verwenden. Keine Leerzeilen, keine Absätze!
10. Preise ohne "Euro"-Zeichen und Mengen ohne "mal" (x) schreiben.
11. Steht ein Artikel über zwei Fachböden in zwei Blöcken, so gilt das Regaletikett.
12. Nicht platzierte Artikel an Mitarbeiter geben.
13. Beschädigte Artikel (Aufgerissen, ausgelaufen, tropfend, schmierig, geöffnet, klebrig, zerbrochen...) oder mit abgelaufenem MHD aussondern und an Mitarbeiter geben!
14. Ware nach Zählvorgang sauber nach vorne ziehen, linksbündig am Preisetikett orientieren.
Na, wer traut sich am 14. Januar 2012?
Bei den
Blogprofis bin ich zum "Corporate Blog des Monats Januar" gekürt worden. Dazu gibt es
ein kleines Interview.
Wer mithelfen will, dieses Blog zum "Corporate Blog des Jahres" aufsteigen zu lassen, braucht
hier nur auf das grüne Häkchen zu klicken. Was ich mir dafür kaufen kann, weiß ich nicht – aber manchmal reicht ja auch einfach das gute Gefühl.
Kein Fall mehr für den Kammerjäger: Diese kleine Maus, die in einem Karton mit kühlpflichtiger Ware hockte, war bereits tot. Wird wohl irgendwo in einem Kühllager herumgekrabbelt und zwischen die Gläser gerutscht sein. Und da steckte sie dann zwischen vier glatten Glaswänden fest.
Schön... Bislang habe ich etliche Einsendungen bekommen, von denen schon
elf in die engere Auswahl gekommen sind.
Jetzt geht sie los, die Qual der Wahl. Welcher ist "der originellste" oder "der witzigste" Beitrag? Wenn ich eher zufällig vier rauspicke, habe ich bestimmt ein schlechtes Gewissen den anderen gegenüber.
Andererseits: Seid nicht allzu enttäuscht – es sind nur zwei Tafeln Schokolade, die in ein paar Wochen sowieso überall zu kaufen sein werden.
Ein Osterhase?
Jetzt schon?!? Und dann noch
GUBOR?
Ja, ich habe ihn auf einer Messe bekommen. Und was soll ich damit? Essen? Nöö, also stelle ich ihn in den Laden. Die reguläre Osterware kommt ja sowieso auch schon in zwei Wochen.
Mal gucken, wann der erste Kunde feststellt, dass es ja "
jedes Jahr früher" wird...