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Fragen zum Hausverbot

Thomas hatte hier in einem Kommentar ein paar Fragen zum Hausverbot:
Wie setzt Du das Hausverbot eigentlich durch? Beim eintreten in den Laden hast Du vermutlich noch keine Überwachung durch einen Mitarbeiter, also selbst wenn sich jemand an das Gesicht erinnert, tritt das im Laden oder an der Kasse auf. Was dann?
Hintergrund: ich war kürzlich in einem Supermarkt, vor mir ein vermutlich Obdachloser, der eine Packung Tetrapack-Wein kaufte und auch bezahlte. Die Kassiererin wies ihn darauf hin, dass er in dem Laden Hausverbot hätte und nicht wiederzukommen hat.

Was würdest Du tun, wenn da einer von denen mit Hausverbot an der Kasse steht und irgendwas bezahlen will?
1. Das Hausverbot umzusetzen ist in der Praxis ein Glücksspiel. Sieht man überhaupt zufällig jemanden, der Hausverbot hat und erkennt man ihn schließlich auch und erinnert sich daran, dass er nicht mehr in den Laden darf? Das ist zum Beispiel etwas, das ich als jemand, der sich absolut keine Gesichter merken kann, überhaupt nicht kann. Manche Leute könnten vor mir stehen und mich doof angrinsen – ich würde nicht erkennen, dass ich ihn ein paar Tage hier herausgeworfen habe. Aber dafür habe ich ja ein paar fähige Mitarbeiter/innen. :-)

2. Wenn wir jemanden erst an der Kasse als jemanden identifizieren können, der hier Hausverbot hat, werfen wir ihn trotzdem raus. Da ist mir der Umsatz auch egal.

3. Den meisten Leuten ist die Sache mit den Hausverbot egal und sie kommen trotzdem einfach weiter in den Laden. Man kann sie zwar wieder herauswerfen, aber was will man sonst machen? Nichts. Anzeige wegen Hausfriedensbruch wäre zwar möglich, aber da es ein Antragsdelikt ist, müsste sich der Geschädigte selber darum bemühen und auch zunächst selber alle Kosten begleichen. Die Chance, von einem Junkie oder Obdachlosen irgendetwas wiederzubekommen, selbst wenn er verknackt würde, ist gleich null. Hat dafür jemand Zeit, Nerven und Geld übrig? Also ich nicht.