Wir haben gestern (ja, Sonntag) mit insgesamt 25 Arbeitsstunden hier nicht nur die komplette Weihnachts- und Silvesterdekoration wieder abgebaut, sondern auch mal sämtlichte "Altlasten" und Ladenhüter deutlich reduziert auf drei großen Restetischen untergebracht. Mittlerweile sind die Tische schon deutlich leerer als auf diesem Foto von heute Vormittag.
Es tut schon weh, wenn man Artikel auf diese Weise teilweise für
deutlich unter dem Einkaufspreis raushaut – aber was soll's? Wenn das Zeugs seit 6-12 Monaten beinahe unangetastet im Laden steht, geht es eben diesen Weg...
Wir haben endlich eine vernünftige Lösung für die
böse Ecke am Bio-Kühlregal gefunden.
Eine Baustelle weniger auf der Liste...
Markus hatte ein paar Fragen zur Pfandabwicklung:
Hallo Björn,
zu dem "Warum Flaschensammler stören" hätt ich rein Interessenhalber noch eine Frage.
Offenbar gehört dein SPAR-Markt ja zu einer bevorzugten Rückgabemöglichkeit für Pfandflaschen ect, auch wenn sich danach leider oftmals Käufe in anderen Läden (wie letztens mit Hier abgeben, woanders einkaufen beschrieben). Dem entnehme ich, dass offenbar mehr Leergut zu dir wandert, als tatsächlich verkauft.
Wie läuft das dann ja finanziell? Du schaffst die Infrastruktur (Rückgabeautomat, Personalkosten, Reinigungs- und Reparaturkosten ....), hast aber im Verhältnis dazu einen geringeren Verkauf, der ja letztendlich die Betriebskosten für die Rückgabe decken müssen. Zudem wirst du auch mehr Pfand auszahlen, als bei dir eingenommen.
Wie wird dieses ausgeglichen? Gibt es einen Pool, wo halt sämtliche eingenommenen Pfandbeträge aller Läden hingehen und dann entsprechend der Rücknahme wieder ausgeschüttet werden? Ist es unternehmerisches Risiko und man bleibt darauf hängen? Wie läuft es bei dir - oder gleicht es sich doch irgendwie (durch Pfandschlupf) ect. wieder aus - dass du mit eingenommenem und ausgegebenem Pfand ein Nullsummenspiel betreibst?
Zuerst und um mit einem weit verbreitetem Irrglauben aufzuräumen: Wir Händler verdienen uns am Pfandschlupf nicht eine goldene Nase. Genauer gesagt: Wir Händler verdienen am Pfandschlupf
gar nichts.
Markus' Fragen und auch die Sache mit dem Pfandschlupf lassen sich ansonsten durchgängig mit der selben Erklärung beantworten: Das Pfand ist nur ein durchlaufender Posten. Wenn ich Getränke einkaufe, bezahle ich den Leergutanteil an den Großhändler und der Kunde bezahlt den Pfandwert wieder an mich. Rückwärts funktioniert es genauso: Der Kunde bringt sein Leergut her und bekommt von mir das Geld zurück. Ich schicke das Leergut zurück zum Großhändler und bekomme von ihm die Gutschrift. Einweggebinde werden im versiegelten Leergutautomaten entwertet und dann bekomme ich von der DPG mein Geld.
Ein Problem könnte tatsächlich der Aufwand für die Rücknahme sein, wenn die Diskrepanz von ausgegebenem und zurückgenommenem Leergut extrem groß ist. In dem Fall könnte es nämlich tatsächlich sein, dass der Händler unverhätnismäßig mehr Aufwand an Personalkosten oder Rücknahmegeräten hat.
Guido hat mir geschrieben:
Ein gutes Neues!
Würde mich mal interessieren: Ihr verkauft möglicherweise nicht alles an Feuerwerk. Einfach im Regal stehen lassen iss ja nicht und lagern für nächstes Jahr stell ich mir auch nicht so pralle vor.
Geht das auf Kommission, oder habt Ihr überschüssige Böller dann einfach rumliegen?
Weder noch. Restmengen kann man normalerweise immer an den Lieferanten zurückschicken. Nicht zur Gutschrift, sondern zur sachgemäßen (trocken und sicher) Einlagerung. Von den meisten Handelsketten weiß ich, dass es dort so gehandhabt wird.
Ich schicke nie etwas zurück. Wenn ich mit meinen bestellten Mengen sehr daneben gegriffen habe, versuche ich zum Schluss normalerweise immer, die Artikel mit Rabatten an die Kunden zu bringen – und was
dann noch übrigbleibt, wird zu meinem privaten Jahreswechsel verballert. Ganz pragmatisch.