Vorbereitungen für die Pinselei. Etwas unkonventionell war der (jaja, ich weiß... immer noch ungenutze...) Bildschirm über dem Leergutautomaten vor Farbklecksen gesichert. Die Kollegin hat ihn schlicht und einfach mit Stretchfolie umwickelt.
So schön hat der Raum vor dem Leergutautomaten vor 2,5 Jahren mal ausgesehen. Inzwischen sind viele Liter Biersüff über den Fußboden geflossen und die Wände haben etliche Beschädigungen abbekommen.
Aber das wird sich in den nächsten Tagen ändern. Heute sind erstmal die Wände fällig. (Der Fußboden folgt am Heiligabend, damit die Farbe über zwei Tage Zeit hat, um vernünftig zu trocknen.)
Vorarbeit: Dellen und Löcher ausspachteln.
Während die Spachtelmasse trocknet, räumen wir jetzt die Kühlschränke leer und schieben sie ins Lager, damit die Wände frei zugänglich sind. Mehr Fotos später...
Uns fiel ein ziemlich heruntergekommener Typ auf, der sich mit einem leeren Einkaufskorb an der Kasse anstellte. Wir waren irritiert, was er da machte und überlegten, ob er schon möglicherweise etwas eingesteckt haben könnte. Also sahen wir uns die Videoaufzeichnung rückwärts an. Da war nichts. Er betrat den Laden, nahm einen Korb und stellte sich in die Schlage an.
Während wir die Aufzeichnung ansahen, verpassten wir den spannendsten Teil: Er nahm den kompletten Bestand an TicTac aus dem Regal an der Kasse, tat sie in den roten Korb und ging damit in den Laden, wo er sich die gesamten Packungen in aller Ruhe in sämtliche Jacken- und Hosentaschen stopfte, während er so tat, als würde er einkaufen. Streng genommen tat er sogar nicht nur so, sondern legte tatsächlich auch einige Artikel in den Korb, die er schließlich bezahlte. Am Ausgang sprach ich ihn an und forderte ihn auf, mir ins Lager zu folgen.
Dort packte er insgesamt 62 (!) Packungen TicTac aus.
Nachdem die Polizei wieder weg war, fiel meiner Kassiererin ein, dass sie den Typen etwa eine Stunde vorher schon einmal gesehen hatte, als er bei ihr ein paar Kleinigkeiten bezahlte.
Wir sahen uns die Videoaufzeichnung vom fraglichen Zeitraum an. Und wieder war's das gleiche Schema. Da plünderte er den gesamten Regalbestand an Wrigley's "5 Gum", insgesamt Kaugummi im Verkaufswert von rund 75 Euro.
Das hat die Polizei zwar nachträglich im Protokoll ergänzt, die Ware ist aber natürlich nicht mehr auffindbar gewesen.
Anschreiben vom Entsorgungsunternehmen, das hier in Bremen für die Verteilung der gelben Wertstoffsäcke zuständig ist:
...heute erhalten Sie Ihre Wertcoupons für das Jahr 2011. Die Anzahl ist auf die Mitarbeiterzahl Ihres Unternehmens abgestimmt. [...] Unter www.gelb-kommt-an.de finden Sie alle Verteilerstellen in Ihrer Nachbarschaft.
Wir haben momentan richtig edel verpackte und kunstvoll arrangierte Nüsse und Trockenfrüchte im Angebot. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu schreiben. Die Sachen haben natürlich auch ihren Preis – und genau da vermute ich den Haken, der spätestens beim erreichen des aufgedruckten Haltbarkeitsdatums zum Einsatz einiger Sonderpreisetiketten führen wird.
Alex hat mir dieses Foto geschickt. Dazu schrieb er:
Hallo Björn,
Diese Flaschen habe bei uns im Markt (leider Konkurrenz) photographiert.
Unsere Vermutung war (es war August), dass einer der Alkoholiker, die ihr Dasein am Hauptbahnhof fristen, sein Bier extra kalt wollte.
Die simplen Gesetze der Physik hatte der Werte Herr wohl nicht im Kopf, vor lauter Bier. Die linke Flasche hat es komplett zerrissen, bei der anderen ist nur der Deckel abgesprungen.
Dir Sauerei hat zum Teil bis heute Spuren hinterlassen, trotz sorgfältigen Putzens.
Nun, wer genau und aus welchen Beweggründen dafür verantwortlich war, wird sich wohl kaum noch in Erfahrung bringen lassen.
Sowas ist aber trotzdem immer eine Riesensauerei, da mit in einer Tiefkühltruhe ja nicht mal eben schnell auswischen kann. (Mit viel heißem Wasser geht das auch, aber ist trotzdem eine blöde Arbeit...)