Viele haben im Laufe der letzten Wochen nun in den Kommentaren durchklingen lassen, dass sie gerne nicht nur die Bilder von der Renovierung und Einrichtung des Marktes sehen, sondern auch gerne ein paar Hintergrundinformationen zu den Themen Finanzierung, Personal, Organisation etc. hätten.
Wer dazu konkrete Fragen hat, soll sie mir bitte zukommen lassen. Ich werde sie sammeln und demnächst mal en-bloc beantworten! Das wird dann der abschließende Beitrag der Serie.
Manche scheinen den Nervenkitzel einfach zu brauchen. So wohl zumindest die Bäckerei, die wir damals mit einer Filiale hier aufgenommen haben. Am
letzten Tag vor der Eröffnung kamen hier
am Nachmittag plötzlich ein paar Trockenbauer und Elektriker an: "
Wir sollen hier einen Backshop aufbauen!"
Wir hatten schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Vor allem in dem Moment, als alle mit langen Gesichtern feststellten, dass der Tresen nicht durch unsere Tür passt.
Also wurden kurzerhand sämtliche Einkaufswagen weggeschoben und die Einkaufswagenbox auseinandergebaut:
Aber sie haben es tatsächlich geschafft, bis zum frühen Abend alles zusammenzubauen und anzuschließen. Die komplette Ware wurde erst am Eröffnungstag ganz früh morgens geliefert.
Der letzte Tag vor der Eröffnung. Eine der Arbeiten, die erst sehr nahe vor dem "großen Tag" erledigt werden konnten, war das Einräumen der Bedienungstheken. Ganze Käselaibe ließen sich zwar schon vorher in den Tresen legen, aber letztendlich musste ja auch Käse schon aufgeschnitten werden, damit es eine ansprechende Platzierung in der Auslage gibt.
Mit der Hilfe unserer entsprechenden Fachberater der SPAR entstand so im Laufe mehrerer Stunden ein komplett gefüllter und ansprechender Tresen.
Was wir zu dem Zeitpunkt leider noch nicht ahnten: Bei unserem Vorgänger war die Abteilung, zumindest wenn ich entlichen Kundenstimmen glauben darf, extrem schlecht. Da wir hier den selben Tresen an der selben Stelle verwendet haben, waren vermutlich viele Kunden abgeschreckt. Obwohl wir hier sehr gute Ware hatten, wollte sich in der Abteilung leider überhaupt kein Erfolg einstellen, so dass wir sie im Oktober, nichtmal ein halbes Jahr nach der Geschäftseröffnung, eingestellt haben.
Dabei macht Käse verkaufen richtig Spaß. Keine Ahnung, warum das ein Ausbildungsberuf ist, den man zwei Jahre lernen muss. Ich habe das hier im Laufe von wenigen Wochen mehr oder weniger autodidaktisch lernen müssen und es hat wunderbar funktioniert.
Fast vergessen: Die "Von Kunde zu Kunde"-Wand musste auch noch wieder aufgestellt und befestigt werden.
Sehr ich das richtig? Haben die Fliesenleger damals tatsächlich in der Ecke sieben alte Bodenplatten stehengelassen und haben drumherum die neuen gelegt? Was für ein Aufwand. Das war vermutlich teuer, als wenn man alles rausgestemmt und noch sieben weitere neue Fliesen verlegt hätte. Naja, damals war für solche Details kein Platz im Kopf.