Wir sind ja hier sehr genügsam und lassen uns von unseren Kunden auch relativ viel gefallen. Dass zwei Typen eine Kollegin mit "Ey, Dicke!" ansprachen, quittierte sie mit vollständiger Missachtung der beiden jungen Männer und ihrer Frage nach einem bestimmten Artikel.
Inzwischen folgen auch scheinbar unwichtige Deteils. Zum Beispiel das "Herzlich willkommen"-Schild, das auch heute noch an dieser Stelle hängt und schon etliche Male hier im Blog zu bewundern war.
Auch schon etliche Blogeinträge hat das Holzdach über dem Regal mit den Länderspezialitäten rechts im Bild bekommen. Vor allem, als die komplette Konstruktion vor ein paar Jahren einen halben Meter nach rechts, also in Richtung Eingang, gewandert ist.
Die Rückseite des Schildes ist mit einem einfachen Spruch versehen, damit es nicht nur weiß ist. Die wenigsten Kunden bekommen diese Seite zu sehen. Wer im Laden in Richtung Eingang läuft, guckt entweder zu den Einkaufswagen oder -körben oder sucht etwas im Spezialitätenregal.
So klein und doch so hilfreich: Dies hier ist der kleine rollbare Tisch, auf dem sich unsere dritte Kasse, die sogenannte "Notkasse" befindet. Ursprünglich dazu gedacht, nur in Notfällen und zu Spitzenlasten (zum Beispiel vor Feiertagen) in den Laden gefahren und verwendet zu werden, steht der Tisch inzwischen im Grunde ununterbrochen an seiner Stelle im vorderen Bereich des Ladens.
Wenn ein relativ neuer Kollege am Vortag nicht an seinem Arbeitsplatz erschienen ist, sich seit dem weder selber gemeldet oder durch Dritte eine Nachricht hat überbringen lassen und auch in keiner Weise telefonisch erreichbar ist – dann mache ich mir schon lange keine Sorgen mehr.
Ein Callcenter rief im Auftrag meines Telefonanbieters an. Die Anruferin wollte mir günstigere Telefontarife schmackhaft machen, aber bei einer Festnetz-Flatrate, die ich hier sowieso schon lange habe, gäbe es eigentlich nur noch die Option, das Angebot günstiger zu machen.
Meinen Wunsch, die Übertragungsrate des hier verfügbaren DSL-Anschlusses zu erhöhen, quittierte sie mit einem "Da sind die ja dran am arbeiten."
Ich glaube, die Frau selber stammt nicht aus Oldenburg, dem Sitz der Gesellschaft.
Hier noch ein Beispiel, wie eine Platzierung erstellt wird. Hier ist das Spirituosenregal in Arbeit. Die Böden lassen sich bei diesem Sortiment, genau wie bei Sekt und Wein, relativ simpel einhängen. Da braucht man sich eigentlich nur noch Gedanken zu machen, wie man die einzelnen Sorten unterbringt:
Kreäuterliköre, Ouzo, Wodka, Korn, Klarer, Whiskey, Weinbrand, fruchtige Spirituosen und die vielen Spezialitäten, die es so gibt, werden zunächst nur jeweils mit einer Flasche ins Regal gestellt, damit man schnell noch schieben und anpassen kann.
Hat man die optimale Platzierung gefunden, werden die restlichen Flaschen iin das Regal gestapelt. Fehlt nur noch die Preisauszeichnung und fertig ist ein weiterer Teil des neuen Supermarktes: