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Die Not(gedrungene )Lüge

Manche Kunden wollen einfach, dass man ihnen Märchen erzählt, oder?

Eine Kundin wollte eine bestimmte Sorte Lebkuchen haben. Ich ließ durch die Kollegin, die sie zuerst angesprochen hatte, ausrichten, dass wir diese Lebkuchen dieses Jahr leider nicht da haben, da sie diesmal nicht gelistet waren. Sicherheitshalber blätterte ich sogar noch einmal schnell das Bestellbuch für die Weihnachtssüßwaren durch. Wie ich richtig in Erinnerung hatte, war dieses spezielle Sorte nichtmal darin vorhanden. Das sagte meine Mitarbeiterin der Kundin schließlich auch.

Die sehr aufgebracht wirkende Reaktion der Kundin war etwa folgende: Sie hat hier in den letzten Wochen immer diese Lebkuchen gekauft und meine Verkäuferin hätte ja keine Ahnung und sie solle mal ihr Sortiment besser kennenlernen.

Was tun? Nun: Eine andere Kollegin erklärte dann zwei Minuten später der Kundin, dass die von ihr gesuchten Kuchen auch geliefert wurden, aber leider schon alle ausverkauft sind. Und dass Weihnachtsgebäck schon Monate vor dem Verkauf bestellt werden muss und das wir deshalb "ihre" Lebkuchen leider nicht wiederbekommen können.

Da war sie wieder ganz friedlich: "Naja, dann ist das eben so. Aber trotzdem vielen Dank für die Mühe.

Unnütze Aufregung

Man muss nicht gleich mit der Verbraucherzentrale drohen und und unfreundlich zu "belehren", dass ein Bon bei einer Reklamation eben nicht vorzuliegen braucht – nur weil man bei einer solchen mal freundlich nach dem Kassenbon gefragt wird.

Manchmal möchte der Verkäufer für die Erstattung nämlich auch einfach nur wissen, wie teuer der Artikel war – ohne durch den halben Laden laufen zu müssen.