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900 Euro zu viel

Eine Stammkundin wollte sich mit ihrer ec-Karte 100 Euro Bargeld auszahlen lassen. Leider rutschte meinem Mitarbeiter eine Null zu viel in das ec-Terminal und die Kundin bestätigte den Betrag, ohne genau hinzusehen. Leider fiel das erst deutlich später auf, so dass wir jetzt nicht mehr reagieren können.

Ich werde am Montag mal versuchen, die Kundin über ihre Bank zu kontaktieren. Nicht, dass sie eine böse Überraschung und einen Schreikrampf bekommt, wenn sie plötzlich merkt, dass ihr 900 Euro auf dem Konto fehlen.

Bulle im Supermarkt

Katzen und Hunde hatte ich schon. Eine Kuh wird mich hier in der Stadt wohl eher nicht heimsuchen. Der Sachschaden war ja auch nicht ganz ohne, den das Tier da in seiner Panik angerichtet hat...

(Dank an MiniMoppel für den Hinweis.)


Discounter kassieren am schnellsten

An den Kassen haben Deutschlands Discounter klar die Nase vorn. Eine neue Umfrage ergibt: Klassische Lebensmittelläden leisten sich in puncto Schnelligkeit beim Check-out Nachlässigkeiten.
[...]
In klassischen Supermärkten verplempert das Kassenpersonal unnütz Zeit, wie der Vergleich mit den Discountern zeigt. Scannen und Geldannahme schaffen die Billigkonkurrenten fast um ein Drittel schneller.
Hier gibt es den vollständigen Artikel vom Handelsblatt.

Ich finde das gar nicht so sehr ungewöhnlich, zumal die Differenz pro Kunde im Durchschnitt tatsächlich nur einige Sekunden beträgt, wie man hier erkennen kann.

In den Discountern gibt es etwa nur 10% des Sortimentes, mit dem ein durchschnittlicher Supermarkt aufwarten kann. Die Verpackungen der Discounter-Eigenmarken sind oftmals speziell darauf ausgelegt, leicht an der Kasse erfassbar zu sein: Strichcodes von oben bis unten und an allen Seiten sorgen dafür, dass die Produkte auf jeden Fall beim ersten Rüberziehen über den Scanner schon erkannt werden. Außerdem ist jeder Artikel mit einem Strichcode versehen und durch das knappe Sortiment ist die Pflege der Artikel in den Kassensystemen deutlich einfacher, so dass die klassische Frage "Riiita, watt kosten die Kondooome?" schonmal viel seltener auftaucht.

Je mehr Artikel man hat, desto größer ist natürlich die Chance, dass auch mal Artikel dabei sind, die vom Hersteller plötzlich mit neuen Artikelnummern versehen worden sind. Schon hat man wieder eine Fehlerquelle und das Problem, dass an der Kasse erst der Preis herausgesucht werden muss.
Gemüse wird bei uns an der Kasse gewogen – ein Vorgang, der technisch bedingt ein kurze Zeit dauert. Viele Discounter haben Gemüse überwiegend Stückweise, so dass die Wiegerei sowieso meistens wegfällt.

Manche Artikel haben gar keine Strichcodes, die müssen dann ausgezeichnet und an der Kasse über den Preis oder eine Artikelnummer erfasst werden. Das alles sind Arbeitsschritte, die natürlich länger dauern, als das bloße scannen der Strichcodes.

Komatöse Kassierer/innen tragen natürlich auch eine entscheidene Rolle dazu bei, dass der reine Kassiervorgang verzögert wird. Aber rein persönlich finde ich es unfair, die Discounter in dem Vergleich als die "großen Sieger" dastehen zu lassen. Der Vorsprung besteht aus wenigen Sekunden, aber dafür hat der klassische Vollsortimenter nunmal das um längen größere (und schwierigere) Sortiment.

Aufgeräumte Spinde

Wir haben hier ein Dutzend Spinde, in denen vor allem die Arbeitsbekleidung meiner Mitarbeiter/innen gelagert wird. Da sich immer mehrere Leute einen Schrank teilen müssen, dort aber keine Wertgegenstände gelagert werden, ergibt es sich im Laufe der Zeit, dass sich in den einzelnen Spinden viel Zeugs ansammelt. Gekaufte Lebensmittel, Toilettensachen, Dokumente (Gehaltsabrechungen z.B.), Bekleidungsstücke und anderes Kleinzeugs eben.

In den vergangenen Tagen habe ich mir mal die Mühe gemacht, alle Schränke neu zu beschriften und aufzuräumen. Meine Güte, was da alles aufgetaucht ist. Abgelaufene Pralinen von 2003 und Gehaltsabrechnungen von Leuten, an deren Namen ich mich nicht einmal mehr richtig erinnern konnte.

Jetzt ist alles wieder schön. :-)

Kundenkarten

Ein paar der Karten habe ich noch gefunden. Möchte die ernsthaft jemand haben? Dann bitte Kontakt via E-Mail.

Entsorgte Kundenkarten

Vor ein paar Jahren (sogar noch weit vor dem Blog) habe ich mich mal dazu hinreißen lassen, Kundenkarten anzuschaffen. Im ersten Moment klangen die Argumente von dem Vertreter ganz gut. Kennt man ja... Kundenbindung ist das "a" und "o". Ich hatte mir das damals sogar noch ein paar Tage durch den Kopf gehen lassen, bevor ich mich von dem vierstelligen Betrag für die Einrichtung und das Drucken der Karten getrennt habe. Damals fand ich das toll.

Kaum hatte ich den Karton mit den Karten in der Hand, wandelte sich meine Meinung irgendwie schlagartig. Abgesehen davon, dass ich selber keine einzige Kundenkarte besitze (jedes Mal bei Obi die selbe Frage...), war ich von Sache plötzlich überhaupt nicht mehr bgeistert. Warum sollte ich einigen Kunden, die sowieso regelmäßig kommen, zwei oder drei Prozent Rabatt dafür gewähren, dass sie dem Anbieter der Karten erlauben, ihre sämtlichen angegebenen Daten für "Marketingzwecke" zu verwenden? Dazu noch der zusätzliche Aufwand an der Kasse. Das ist doch Käse, dann lieber ein paar anständige Preise mehr hier im Laden. Dann hat wenigstens jeder etwas davon ohne diese Augenwischerei.

Plötzlich fand ich das alles doof. Aber da ich schon so viel Geld bezahlt hatte, lagerte der Karton mit der Erstausstattung an Karten bis heute hier in einer dunklen Ecke. Jetzt haben wir sie entsorgt und ich muss mir diesen Missgriff nicht auch noch ständig hier ansehen...




Mal wieder Betrug am Leergutautomaten

Es scheint unglaublich verlockend zu sein, leere Kisten oder Flaschen aus dem Lager oder Laden zu nehmen und am Leergutautomaten gegen einen Pfandbon einzulösen. Dass das eine strafbare Handlung ist, scheinen viele dabei zu vergessen.

Da ist dieser ältere Mann: Spricht im Grunde kein Wort Deutsch und ist, so viel haben wir vor einiger Zeit mal mit Hilfe einer Frau herausgefunden, die gedolmetscht hat, vor zehn Jahren direkt aus dem Kosovokrieg geflüchtet, nachdem er dort seine gesamte Verwandtschaft verloren hatte. Und irgendwann hat es ihn wohl in unsere Gegend verschlagen.
Bislang hielten wir ihn immer für ein armes, aber nettes, Kerlchen. Er grüßt auf der Straße und im Laden freundlich und versucht immer wieder, die merkwürdigsten Leergutfundstücke hier einzulösen, um sich hin und wieder mal ein Bier kaufen zu können.


Und dann beobachte ich vorhin zufällig durch das verspiegelte Bürofenster, wie er eine Dose Bier aus dem Regal nahm, sie im Laden öffnete, einen Teil draus austrank und dann die Dose direkt im Leergutautomaten gegen einen Bon in Höhe von 25 Cent eintauschte.

Den Programm mit der Polizei habe ich ihm erspart und so hat er einfach nur ein Hausverbot bekommen, von dem ich mir noch nicht einmal sicher bin, ob er es überhaupt annähernd verstanden hat. Man kann ja Verständnis für die Situation mancher Leute haben – aber warum sollte ich dafür herhalten?

Süße Präsentkörbe

Ein Kollege hatte eine Idee, wie er die beiden Kinder einer Bekannten überraschen könnte: Er hat zwei bunte Körbe genommen, die mit den verschiedensten Süßwaren, Schokolade und Kaugummi gefüllt und das alles mit Folie umwickelt und dekoriert. Die Kids werden sich freuen und deren Zahnarzt sicherlich auch. :-)

Die Körbe sind allerdings so schön geraten, dass hier gerade spontan die Idee im Raum stand, mal ein paar davon fertigzumachen und hier im Laden als Geschenkartikel anzubieten. Wäre zwar nicht der erste Supermarkt, der sowas anbietet, aber doch immerhin für uns eine Premiere.


Futterspende für das Tierheim

Seit dem Ende von Picas Tierfutter haben wir massenhaft Ware bei uns zu Hause auf dem Dachboden stehen. Große Teile davon haben wir im Laufe der letzten Monate hier im Supermarkt, teilweise mit Sonderpreisen versehen loswerden können – aber das aufgedruckte MHD macht uns leider einen Strich durch die Rechnung. Den Tieren dürfte das relativ egal sein, aber den Herrchen und Frauchen nicht und so kommen die Sachen jetzt den Tieren hier im Heim zugute.

Die Korken werden übrigens von uns gesammelt und weitergeleitet. Die bekommt allerdings der NABU.


Herr Gauss in meinem Tresor

Nettes Fundstück in einer Kassenabrechnung des gestrigen Abends: Ein Kunde oder eine Kundin hat unsere DM-Aktion genutzt und doch tatsächlich mit einer 10-DM-Note bezahlt. :-)