Ein Mittzwanziger steckte sich vorhin eine Dose Haarwachs in die Jackentasche. Er rechnete dabei wohl nicht damit, dass wir eine Warensicherung an den Dosen angebracht haben könnten. An der Kasse löste er den Alarm der Warensicherungsanlage aus und auch, als ich die Dose mittels Handchecker an ihm entdeckte, blieb er cool und versuchte, mir weiszumachen, dass er die Dose bei seinem Friseur gekauft hätte.
Dem war natürlich nicht so (außerdem: Ich kenne keinen Friseursalon, der mit einer Warensicherungsanlage ausgestattet ist...) und es folgte die übliche unspektakuläre formale Anzeige.
Während ich dabei war, seine Personalien zu notieren, fragte er mich, was denn nun mit ihm passieren würde. Tzja, was hätte ich ihm großartigen dazu sagen sollen... Er wird einen Vordruck für oder eine Vorladung zu einer Aussage bekommen und das Verfahren wird ohne weitere Folgen für ihn wegen Geringfügigkeit eingestellt werden. Am nervigsten war sein dreckiges Grinsen dabei...
"Die reibungslose Rückgabe in Automaten ist daher nur möglich, wenn Dosen und Flaschen nicht zerdrückt sind und Pfandzeichen und EAN-Code weder beschädigt noch verschmutzt sind."
Okay, das kann ja immer mal passieren, aber man muss sich das Leben doch nicht auch noch absichtlich schwer machen...
Ein paar Frauen und ein Mann mit vermutlich südosteuropäischer Herkunft standen bei mir an der Kasse und kauften einige Dinge ein. Eine der Frauen wollte eine E-Plus-Guthabenkarte für ihr Handy haben.
Kurze Zeit später begann der Mann mit den Frauen offenbar über die Telefonkarte oder die verschiedenen Telefonanbieter zu diskutieren. Ich habe schon oft erlebt, dass Ausländer sich auf ihrer Muttersprache unterhalten und hin und wieder vereinzelte deutsche Wörter in ihre Sätze einbauen. Gerade bei Migrantenkindern, die oft ihre Muttersprache als Zweitsprache lernen, erlebt man das recht häufig und führt immer wieder zu erstaunten Blicken bei den Zuhörern. Zumindest geht mir es regelmäßig so.
Zwischendurch fiel der Gesprächsfetzen "Blabla E-Plus". Und nun überlege ich schon seit Stunden, ob "Blabla" wohl die offizielle Übersetzung von "Telefongesellschaft" auf Rumänisch, Serbisch oder Albanisch ist...