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Einwegleseprobleme 2/2

Da wundert sich der Kunde, dass der Automat seine Flasche verweigert. Nachdem ich zur Hilfe gerufen wurde, konnte ich natürlich sofort helfen: Ohne Strichcode erkennt der Leergutautomat nicht, um was für eine Flasche es sich handelt.
In vielen Geschäften, die mit aufgeklebten Preisetiketten gearbeitet wird, werden diese auf den Strichcode geklebt. Dies ist eine "neutrale" Stelle, an der das Etikett nicht weiter stört. Naja, außer eben mittlerweile bei Einwegflaschen und -Dosen.

Was in diesem Fall besonders blöde war: Die Folie auf der Vittel-Flasche ist relativ dünn und das olle rote Etikett mit einem extrem hartnäckigen Kleber versehen...


Einwegleseprobleme 1/2

Da werden die Verbraucher immer und immer wieder darauf geimpft, die Pfandlogos und Strichcodes auf ihren Flaschen und Dosen ja niemals zu verunstalten - und dann bekommt man vom Getränkhersteller sowas geliefert:


Weihnachtsgewinnspiel 2007 - Auflösung und Gewinner

Die Frist für die Abgabe der Lösungsvorschläge ist eben abgelaufen. Ich gebe zu, dass es sehr schwer war, aber es sind doch tatsächlich drei richtige Antworten eingegangen. Besonders erfreulich finde ich persönlich, dass die Antworten nicht nur "zufällig" richtig waren, sondern gleich die Begründungen mitgeliefert wurden:

Antwort 1:
Ich arbeite für ein Brauereimuseum und denke, ich bin einigermaßen im Stoff. Aber das ist dürftig. Bei uns ist nichts mehr mehrere hundert Meter neben dem alten Standort.
Bügelflasche spricht für vor 1968, als die Europaflasche kommt.
Glatte Flasche für Etikettenklebung und die Gußnaht: sehr wahrscheinlich Nach-Währungsreform, zumindest Nach-Weltwirtschaftskrise.
Explizite Haustrunkbeschriftung spricht für eine mittlere bis große Brauerei mit zahlreichen Mitarbeitern, die ihr Deputatbier nicht direkt bei der Arbeit trinken (konnten/wollten).
Andererseits, welche Großstadtbrauerei vor 1850/60 ist heute noch am alten Standort?

Als puren Willkürakt rate ich jetzt mal "Veltins"
Antwort 2:
Hallo aus dem Sauerland,

die Antwort zur Preisfrage lautet (wahrscheinlich):

Die Flasche ist von der Veltins-Brauerei und stammt aus dem Ende der 50er Jahre (vermutlich 1958). In der Flasche wurde Bier Pilsener Brauart abgefüllt und dabei handelte es sich um den "Haustrunk" der Mitarbeiter, eine Art "Deputat", welches die Mitarbeiter von der Brauerei zusätzlich zu ihrem Lohn erhielten.

Mein Großvater und mein Vater waren zu der fraglichen Zeit Mitarbeiter der Veltins-Brauerei und ich hoffe, die Angaben treffen zu.
Antwort 3:
Also als Haustrunk versteht man die kostenlose und steuerfreie Abgabe von Bier an Brauereimitarbeiter.
Aufgrund des Bügelverschlusses würde ich die Flasche so in den 50er Jahren einordnen, eher ein bisschen früher.

Die Schriftart erinnert ein bisschen an Veltins, wobei ich hier net sicher bin.
Tzja, eine "zehnte richtige Antwort" gab es nun gar nicht.

Entweder lose ich jetzt zwischen den drei Gewinnern aus, aber vielleicht sind sie ja auch bereit, sich den Gewinn zu teilen. Dann würde jeder 11 Tafeln bekommen. Als kleinen Bonus würde ich noch jeweils ein paar Tütchen Walkers-Crisps mit dazugeben.
Mal gucken, was dabei herauskommt...

46 Pakete

Ich bitte, die bisherige Funkstille zu entschuldigen.

Der Löwenanteil der Pakete aus der Blogleser-Rabattaktion ist heute rausgegangen. Seit gestern Mittag habe ich hier - neben dem laufenden Tagesgeschäft - doch tatsächlich noch 46 Pakete zusammengepackt. Ein Paket dauert geschätzte zwei bis drei Minuten. Neben Kundenanfragen, notwendigen Bestellungen und all den anderen Dingen, die hier den Geschäftsalltag ausmachen, ist es eine echte Herausforderung, diese Mengen an Sendungen einzutüdeln.

Später mehr.

Fuck you!

Ich war eben am Zeitungen packen, als ich mitbekam, dass meine Mitarbeiterin an der Kasse mit einer Kundin am diskutieren war. Die junge Dame war höchstens 16 Jahre alt, hatte keinen Ausweis dabei, hielt aber in der Hand eine Schachtel Zigaretten krampfhaft fest. Ein zusammengeknüllter 5-Euro-Schein lag auf dem Kassentisch.
Als ich dazu kam, war meine Mitarbeiterin gerade am Zug:

Nein, das mache ich nicht.

Woanders machen die das doch auch.

Wir aber nicht!

Ich brauche die Zigaretten aber unbedingt.

Nein, keine Chance.

Oh, BITTE. Ich habe SCHMACHT!

Mit einem klaren "Nein!" beendete meine Angestellte die Diskussion. Mit hasserfülltem Blick schleuderte das Mädchen die Schachtel über den Kassentisch hinweg in den Laden, griff sich ihr Geld und stampfte mit einem lauten "Fuck you!" davon.
An der Eingangstür drehte sie sich noch einmal um und spuckte auf unseren Fußboden, bevor sie an unseren Schaufenstern vorbeirauschte und uns dabei mit finsterer Miene beobachtete.