Anruf einer Frau, die wohl im Auftrag einer Blindenwerkstatt unterwegs war und nur mal "gaaaanz lieb" nachfragen wollte, ob die Blinden hier bei mir nicht mal "ein paar Besen vorstellen" könnten.
Sie erklärte weiter, dass die blinden Handwerker in die Besen die Borsten einziehen und auch Geschirrtücher auf halbautomatischen Webstühlen produzieren würden. Beides würden sie hier gerne mal "vorstellen".
"Wie vorstellen?", erkundigte ich mich. "Wollen sie die Waren hier im Laden einen Tag lang präsentieren?"
Dabei hatte ich ein Bild im Kopf von ein paar Typen, die gelbe Armbinden mit schwarzen Punkten tragen und vor sich auf dem Tisch ein paar Besen und Tücher liegen haben.
Unter "vorstellen" verstand die Frau vom Callcenter natürlich etwas völlig anderes: Verkaufen. Und zwar an uns. Ich bedankte mich und erzählte ihr, dass ich keine Besen brauchen würde. Auch die folgende Frage nach den Geschirrtüchern verneinte ich erneut und betonte noch einmal ausdrücklich, dass ich hier im Laden keine weiteren Besen oder Geschirrtücher benötigen würde.
"Wir haben auch Frotteehandtücher...", fuhr sie fort.
Nein, danke. Ich brauche wirklich keine Besen oder Handtücher.
Wir machen auch noch andere Dinge, die ich Ihnen anb...
[KLICK]
Weiter kam sie nicht, weil ich ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren aufgelegt habe. Wer mehrmals "Nein." nicht versteht und renitent weiterquatscht, hat es einfach nicht besser verdient. :wall: