Vor einigen Wochen hatten wir vegetarische, tiefgefrorene Bratlinge bestellt. Die Lieferung am 17. Februar
verweigerte ich allerdings, da wir von jedem Artikel zehn Stück ("Verpackungseinheiten" = VPE) und nicht zehn Kartons (á 10 VPE) bestellt hatten.
Nun rief mich der Geschäftsführer dieses Lieferanten an und hat mir ziemlich aufgebracht mitgeteilt, dass "die Aktion 100 Euro Fracht kostet, die wir nicht tragen werden". Nicht? Wer dann? Ich vielleicht? "Sie haben schließlich ordnungsgemäß bestellte Ware nicht angenommen."
Als ich ihm mitteilte, dass wir von jedem Artikel lediglich
einen Karton haben wollten, entgegnete er, dass das ja völliger Blödsinn wäre, weil dort 60 Euro Frachtkosten hinzukommen würden. Außerdem würden alle Kunden grundsätzlich bei der Erstlieferung mindestens 30 Kartons erhalten müssen. Ich hätte sogar unterschrieben, dass das so ist. "Und nun?"
Ich bat ihn, mit den unterschriebenen Auftrag zuzufaxen.
Bei den vier bestellten Artikeln war im Feld "VPE" die Menge "10" eingetragen. Also 1 Karton. So, wie ich es in Erinnerung hatte.
Darunter der Text:
"1 Karton = 10 VPE"
Lieferung ab 30 Kartons (auch gemischt) frei Haus.
Unter 30 Kartons 22,- € Fracht.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Damit ist jetzt übrigens der Lieferant gemeint.
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