Altbier Alte Bierreste, Zigarettenkippen, Straßendreck, Kalkreste - ich habe schon in vielerlei Dinge gefaßt, wenn ich bei der Leergutannahme Flaschen aus diversen Behältnissen geangelt habe.
Vollgeschnodderte Taschentücher waren bislang noch nicht dabei.
Das Waschbecken stand bis eben noch hier unter der Rampe, das wollte anscheinend keiner der Blogleser in Bremen haben. Nun hatte ich es am Wochenende am Schwarzen Brett bei bremen.de inseriert und prompt haben sich drei Interessenten gemeldet. Es ist ja neuwertig und wenig benutzt und gehörte früher zu einem kleinen Backshop innerhalb des Ladens, der aus Umsatzgründen aufgegeben hatte.
Da fährt es davon. Aber Holzkisten gebe ich gerne weiterhin ab.
Haake-BeckMaibock - ich hoffe, daß ich dieses Jahr genug von diesem Frühjahrsbier (vor)bestellt habe.
Ich erinneremich nur zu gut an die letzten Jahre, in denen es mitunter schon Mitte April keinen Maibock mehr gab. Zumindest eben nicht mehr das von Haake-Beck - und da Haake-Beck nunmal das Bremer Bier ist, kann sich bestimmt jeder vorstellen, wie gerne die Bremer zu angebotenen Alternativen greifen, oder?
Manche Leute haben die grausige Angewohnheit, andere in der dritten Person anzusprechen. "Kann er mal die Ware vergleichen?", "Schön warm hat er es hier im Büro" etc. Ich hatte vor 15 Jahren mal einen Augenarzt, der hat das auch andauernd gesagt - und es ging mir schon damals auf die Nerven.
Man kann mich ganz persönlich mit "Du" anreden. Dann "duze" ich einfach ohne Diskussion zurück und der Drops ist gelutscht. Fertig. Oder man bleibt beim förmlichen "Sie" und auch das ist okay. Aber dieses "Ich weiß nicht, wie ich ihn anreden soll"-"er" ist eine blöde Angewohnheit und regt mich einfach nur auf.
Wir wünschen übrigens, künftig nur noch im Plural Majestatis angesprochen zu werden.
Mit der Post kam eine gewaltige Keule: Die Achimer Stadtwerke haben mir für den Laden in Achim die Stromrechnung für 2005 zugestellt. Für mich gilt zwar nur der Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Dezember - und dennoch darf ich über 6000 Euro nachzahlen.
Wir hatten uns beim geplanten Verbrauch und den damit verbundenen Abschlagszahlungen an unserem Vorgänger orientiert. Da wir ganz optimistisch davon ausgingen, daß ein Selbständiger bewußter mit solchen Dingen umgeht, als es in einem reinen Filialgeschäft geschieht, sind unsere monatlichen Raten deutlich geringer ausgefallen als bei unserem Vorgänger - und tatsächlich haben wir im entsprechenden Zeitraum auch deutlich weniger Strom verbraucht als es bisher in dem Markt üblich war.
Woran allerdings vor einem halben Jahr noch kein Mensch dachte: "Mein" kwh-Preis ist zwar - verglichen mit Privathaushalten - relativ günstig aber dennoch höher als bei einem Konzern, der tausende Filialen betreibt. Und diese doch relativ winzige Differenz wirkt sich bei über 50MWh schon beachtlich aus.
Die Konsequenz ist nun, daß die monatlichen Zahlungen mehr als verdoppelt werden mußten und ich die nächsten vier Monate sogar noch rund 1500 Euro zusätzlich zahlen muß.
Eintrag geringfügig überarbeitet.
MW/h oder MWh... Naja.
Über unseren Bio-Großhändler haben wir zwei Kisten Brot einer Demeter-Bäckerei aus Richtung Hamburg bekommen. Sehr überraschend und vor allem kostenlos - nämlich ganz unverbindlich zum probieren. Wir haben probiert - und müssen zugeben, daß die Produkte durchaus sehr lecker sind. Diverse Mehr-, Viel- und Vollkornbrote aber auch Baguette, Ciabatta, Aufbackbrötchen und sogar Fladenbrot war dabei.
Das Problem ist, daß die Ware wohl nicht unbedingt für den Verkauf in Selbstbedienungsläden gedacht ist. Die Brote kommen unverpackt daher und müßten von uns erstmal eingepackt und etikettiert werden, damit wir sie hier anbieten können. Eine relativ aufwendige Vorgehensweise, die wir schon seit längerer Zeit mit Broten einer regionalen Bioland-Bäckerei praktizieren. Die Erfahrungen, die wir damit sammeln, soll eventuell irgendwann dazu dienen, die Bioland-Brote auch anderen Einzelhändlern anbieten zu können. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit würde es mir schwerfallen, einen direkten Konkurrenten mit ins Sortiment aufzunehmen.
Mal sehen, was wir daraus machen. Die Brotsorten können sich wirklich sehen lassen und das Baguette ist superlecker!
Eine Stammkundin erkundigte sich, ob wir drei Kisten Bier zurücknehmen würden, die ihr Nachbar in den letzten Wochen bei uns gekauft hatte. Natürlich kann ich die Ware zurücknehmen. Andere Kunden kaufen Getränke sogar in wesentlich größeren Mengen auf Kommission. Diesmal war's dann eben nur nicht vorher ausdrücklich vereinbart.
Der Hintergrund ist einfach, aber nicht schön: Ihr Nachbar, ebenfalls ein Stammkunde von mir, konsumiert seit Jahren Bier und liegt seit einigen Tagen im künstlichen Koma im Krankenhaus und darf, sofern er überhaupt die Klinik jemals wieder lebend verläßt, auf jeden Fall zukünftig keinen Alkohol mehr zu sich nehmen.