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LAB

Nachdem die neue Sorte CAB, die ja richtig eigentlich LAB heißen müßte (ist ja schließlich Lemon And Beer), hier nun schon seit über einer Woche im Regal plaziert ist, stelle ich fest:

Von diesem Artikel, der ja so "in" sein soll, haben wir seit der Lieferung schon so ziemlich genau nichts verkauft. Hurrah.

Nachtrag:
Eintrag völlig überarbeitet.


Abgenommen

Ein Stammkunde sprach mich eben an: "Sie haben abgenommen!?!"

Ja. (Man sieht es also schon... :-) )

Ungezogen

Eine ältere Stammkundin, der ich wahrscheinlich niemals etwas Böses zugetraut hätte, hat sich eben hier mitten im Laden in aller Seelenruhe ein paar Dinge in die Tasche gesteckt. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, sie genauer zu beobachten, wenn sie nicht zufällig mit ihrem Rollator den kompletten Gang blockiert hätte, durch den ich gerade gehen wollte.
Ich stand also fast genau hinter ihr und beobachtete geduldig, wie sie in einem Aufbau mit hochwertigen Pralinen kramte. Sie hatte mich nicht bemerkt und versuchte plötzlich, eine der Packungen in ihrer Jackentasche verschwinden zu lassen. Da dies nicht paßte, legte sie sie wieder zurück und schob weiter.
Aufmerksam geworden, beobachtete ich sie in den folgenden Minuten genauer. Auf einmal stand sie vor dem Niederegger Marzipan und suchte sich aus der Plazierung ein großes Marzipanbrot aus. Sie stand mitten im Laden und hat nicht einmal versucht, das Stück unauffällig verschwinden zu lassen. Nein, sie schob die für den Kauf bestimmte Ware in ihrem Wagen beiseite, öffnete die darunter befindliche Handtasche, legte das Marzipan hinein, verschloß die Tasche und deckte ihre Lebensmittel wieder darüber.

Hinter der Kasse sprach ich sie an und bat sie, mir ins Lager zu folgen, was sie auch tat. Ich bemühte mich, freundlich mit ihr zu sprechen. Wenn ich bestohlen werde, löst dies immer wieder in mir einen ziemlichen Adrenalinschub aus und deshalb bin ich bei Ladendieben eigentlich grundsätzlich ziemlich sachlich und entsprechend knapp angebunden. Nicht beleidigend, aber auch nicht mehr nett.

Nachdem sie erst gar nichts zugeben wollte, öffnete sie dennoch ihre Tasche - und ich traute meinen Augen nicht: Neben dem Marzipanbrot lagen dort nämlich noch andere Dinge vom Schokoladenhersteller Hachez.
Mit der Alten sprach ich freundlich, aber sicherlich auch deutlich lauter als normal. Plötzlich sagte sie zu mir: "Sie brauchen hier nicht so zu schreien." Und ergänzte noch: "Sie sind ganz schön ungezogen."

Ungezogen. So, so... Das petz' ich meiner Mami.

Ich ersparte ihr das volle Programm, habe also weder die Polizei gerufen noch überhaupt die Personalien aufgenommen. Um das Hausverbot ist sie dennoch nicht herumgekommen. Hab' schließlich keine Lust, zukünftig immer hinter ihr herzurennen, wenn sie wieder im Laden ist.
Mit so einer Antwort von ihr hatte ich allerdings in dem Moment auch nicht gerechnet: "Sie sind hier so unfreundlich, hier komme ich nicht wieder her." Ach, was. Gut erkannt.

Gleichfalls

An der Leergutkasse:

So, 3,30€. Bitteschön.

Gleichfalls...

[...häh?!?]

Der Kunde und die leeren Dosen

Ein Kunde wollte Leergut abgeben. Er trug ein paar Tragetaschen in der Hand. Der Inhalt der Tüten setzte sich zusammen aus allen möglichen Dingen: Bierflaschen, Sprudelflaschen und Getränkedosen.
Die Frage, ob er mit ins Lager kommen dürfe, versuchte ich, halbwegs diplomatisch zu verneinen. Sinngemäß: "Ich hole mir die Tüten nacheinander bei Ihnen ab."

Einwegbehältnisse sammeln wir hier in großen roten Wertstoffsäcken. Nachdem ich also erkannte, daß die Dosen pfandwertig sind, warf ich sie in den bereitstehenden Sack.
Der Kunde rief von der Lagertür aus etwas, das wie "Die dürfen Sie nicht wegwerfen. Die Dosen haben 25 Cent Pfand pro Stück!" klang. Ohne meine Reaktion abzuwarten, marschierte er mitten ins Lager und wühlte in den Dosen herum. Er sprach mich erneut an, doch da ich sehr konzentriert zählte, ging ich zunächst nicht auf ihn ein, danach wortlos zur Leergutkasse und druckte seinen Pfandbon aus.
Sobald ich alle Zahlen eingetippt und den Kopf wieder frei hatte, rief ich dem Mann zu, daß hier (also im Lager) kein Zutritt für Kunden sei und versuchte natürlich, dabei freundlich zu wirken. Er fing sofort wieder an zu diskutieren, daß die Dosen Pfand hätten und wollte wissen, warum ich die einfach weggeworfen habe.

"Ich habe nie behauptet, daß Sie für die Dosen kein Geld bekommen würden.", konterte ich. "Zweieuroachtzig sind das dann für Sie. Bitteschön."
Der Mann bedankte sich, moserte dann doch noch etwas vor sich hin, ging in den Laden und füllte einen seiner Beutel mit einigen vollen Bierflaschen wieder auf. Prost.

Krankgemeldet

Ein Mitarbeiter hat sich gerade krankgemeldet. Dumm nur, daß er für die heutige Nachmittagsschicht eingplant war und die Chance, einen Ersatzmann zu bekommen, Samstag Vomittag gegen NULL tendiert.

Ansonsten wird's heute ein sehr kurzweiliger Nachmittag. Nur mit einer Kassiererin ab 12 Uhr hier alleine zu sein, ist sogar für mich nicht zu schaffen.

Tempo "Aromathera"

Von Tempo gibt es eine neue Sorte Taschentücher: "Aromathera"
Am besten zitiere ich für die Beschreibung die Tempo-Website:
Einatmen und wohlfühlen! Mit dem neuen Tempo Aromathera Duft gelingt es Ihnen, innerhalb kurzer Zeit zu entspannen. Woran liegt das? Am blumigen fruchtig-frischen Duft, der den Frühling in greifbare Nähe rückt. Das neue Tempo Aromathera Duft riecht angenehm nach einem Duftbouquet ätherischer Öle.
Tempo Aromathera Duft ist ein absolutes Muss nicht nur für Duftfans, sondern für alle, die schnell mal zwischendurch entspannen und abschalten wollen.
Meine Meinung: Beim der ersten Begegnung mit "Aromathera" bitte vorsichtig die Duftwolke zufächeln und nicht gleich das Taschentuch an die Nase drücken. Der Schreck könnte einem die Luft abschnüren.
Grausam. Wer kauft sowas?



(Bild: Tempo)

Gesünder leben

Kurzinfo von unserer Großhandlung:
Wir bewerben im Zeitungsinserat nicht wie vorgesehen den Artikel Coca Cola, sondern nehmen dafür einen O+G-Artikel.
Vitamine statt Softdrink. Wie kam es wohl zu der Änderung? ;-)