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Leergutzählphänomen

Ich habe mir eine bestimmte Methode angewöhnt, auch größere, gemischte Leergutsammelsurien relativ schnell und verzählsicher wegzusortieren: Im Kopf habe ich nur drei Zahlen, quasi die Zähler für die verschiedenen Gebinde (8 Cent, 15 Cent, 25 Cent). Am Schluß mulitpliziert man jeweils die Menge mit dem dazugehörigen Wert und tippt diesen in die Kasse ein. Meine Methode habe ich schon vielen Leuten beigebracht, die inzwischen genauso Arbeiten und Leergut schnell und richtig annehmen.

Nun hat ein Kunde eine Bierflasche (1x8 Cent), vier Sprudelflaschen (4x15 Cent) und drei leere Bierdosen (3x25 Cent) abgegeben, im Kopf hatte ich die Reihe "eins-vier-drei". Einer Kollegin, die gerade an der Leergutkasse stand, antortete ich auf ihre Frage, wie viel sie eingeben soll "Eins, vier, drei.", da ich davon ausging, daß sie das übliche System anwenden würde. Stattdesssen tippte sie 1,43€ in die Kasse. Ich löschte die Eingabe, und gab die korrekten Zahlen ein, nämlich 8, 60 und 75 Cent.

Die angezeigte Summe irritierte mich im ersten Moment völlig. ;-)

Denkfehler

Ein Kunde hatte eine Reklamation: Bei einer Warenrückgabe (Kiste Wasser) wurde ihm angeblich zwar das Wasser gutgeschrieben, aber nicht das Pfand für die Kiste.

Bei uns stehen auf den Bons pro bepfandetem Artikel immer zwei Zeilen, nämlich erst der Artikel selbst und darunter dann der Pfandwert. Bei einer Retoure sieht das genauso aus, nur daß normalerweise noch "-R" hinter dem Artikel steht.
Nun habe ich eben ein paar Minuten versucht, den Kunden von der Richtigkeit der Gutschrift zu überzeugen. Was dabei leider erst gar nicht auffiel: Der Mitarbeiter, der die Buchungen veranlaßte, hat nicht "Pfand", sondern "Leergut" gutgeschrieben. "Pfand" muß der Kunde bezahlen, "Leergut" bekommt er ausgezahlt. Und wenn man Leergut an der Kasse wieder zurückschreibt, wird es nunmal aufgeschlagen. So wurden dem Kunden nicht 3,30€ abgezogen, sondern sie wurden ihm gleich noch einmal berechnet. Aber darauf muß man erstmal kommen... :-|