Die Kernbohrungen sind fertig, unsere Ohren auch. Vom Kühlwasser sind wir mit Kalk vollgespritzt und nun haben wir zwei Löcher im Boden und die Schnauze voll.
Im Laufe des Tages hat es den Eimer zur Hälfte vollgetropft. Die Ursache für das Wasser aus der Zwischendecke kennt noch niemand. Die Firma, die sich das heute ansehen sollte, hat sich vorsichtshalber gar nicht gemeldet. Gut, daß ich hier nur Mieter bin und mich mit Gebäudefragen nicht auseinanderzusetzen habe.
Bleibt zu hoffen, daß das nicht schlimmer wird. Nicht, daß morgen der Laden halb unter Wasser steht.
Heute ist ein etwas schreibfauler, dafür ausgesprochen arbeitsintensiver Tag...
Wir haben vorhin einen 100mm-Kernbohrer organisiert, mit dem wir heute abend zwei Löcher bis in den Maschinenraum im Keller bohren werden. Durch diese Löcher kommen die Versorgungsleitungen für die neuen Tiefkühlschränke und das Wandkühlregal.
Auf dem Foto ist Viktor gerade dabei, die 3000W-Bohrmaschine an der im Boden mit Spreizankern befestigten Säule zu montieren. Das dicke, grau-violette Etwas, ist übrigens der Bohrer.
Die Maschine ist im Leerlauf schon so laut, daß ich sie nicht während der Öffnunsgzeiten benutzen würde. Also werden wir um Punkt 20 Uhr anfangen, sobald die Türen zu sind.
Nun ist irgendjemand so gegen unserer Kette gefahren, daß der Bolzen samt Dübel (Fischer, 10er) aus der Wand gerissen wurde. Was muß man denn noch machen, damit das hält? Durch die Wand durchbohren und von innen kontern?
Na, klasse... zwischen den sonstigen montagmorgens anfallenden Arbeiten darf ich mich nun auch noch mit aus der Decke tropfendem Wasser herumärgern. Direkt über dem Geschäft befinden sich zwei Wohnungen, aber nirgends öffnet jemand die Tür.
Werde ich also auf dem Hausverwalter warten müssen...