bildeten sich vor der Kühltheke erste Schlangen von Käufern, die sich in der Filiale der Kette «Veganz» für Käse-Alternativen aus Kartoffelstärke und Fleischersatz aus Weizeneiweiß interessierten.Und dann regen sich Leute bald wieder über Formschinken und Analogkäse, der ja letztes Jahr groß in den Medien war, auf. Muss man alles nicht verstehen…






Jahrelang habens die Leute mit Genuss gefressen, und auf einmal ists ein Skandal.
Das passiert wenn es den Medien langweilig ist.
Wenn man mir aber Analogkäse als "echten" Käse verkauft, ist das beschiss.
Es war einfach nur Gejammer auf verdammt hohem Niveau weil die Medien sich wieder an irgendetwas aufgeilen wollten.
Ich z.b. habe kein interesse an ESL Milch, also suche ich im Supermarkt meines Vertrauens so lange bis ich eine Tüte "tradionelle" Milch finde. Steht ja drauf, alle glücklich. Ich will auch Mozzarella aus Büffelmilch, also lese so lange etiketten bis ich einen finde.
Und wenn jemand Käse schreibt, dann erwarte das ich auch Käse krieg. Ich würde behaupten das es genug Kunden gibt die sagen "ist mir egal, ich kauf das billige" auch wenn da Analogkäse auf der verpackung steht. Also warum verheimlichen?
Analogkäse und Formschinken stellen ja ernährungstechnisch keine Alternative zu echtem Käse oder Schinken dar. Es ist quasi das gleiche, nur aus schlechteren Zutaten zusammengekratzt.
War sonst noch was?
Da wäre ich interessiert.
Ist "Analogkäse" eigentlich komplett vegan oder sind da noch andere Inhaltsstoffe? Wenn er vegan ist, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum die ganzen Pizzabäcker diese "Analogkäse-Krise" nicht einfach umgedreht und für sich eingesetzt haben, indem sie extra vegane Pizzen anpreisen. In den USA gibt es schon lange sogar Lieferservices, die sich darauf spezialisiert haben.
Selbst wenn eine 1A Maus aus Freilandhaltung(!) im tiegefrorenen Spinat gefunden wird geht das Geschrei los.
Statt ihn bei dieser Gelegenheit als gesundheitsfördernd cholesterinarmes Produkt zu vermarkten und groß GUUT! draufzuschreiben.
Klassischer Marketingfehler.
Wer Kochschinken- und Käse-Ersatzprodukte kauft erwartet genau das, was er bekommt.
Wo ist das Problem?
Ja, die gute, alte Zeit. Wann war das noch gleich? Vor 30 Jahren? Oder 40?
In Deutschland ist doch alles geregelt von der Heckenhöhe bis zur Fahrbahnbreite.
Warum regelt man dann nicht auch, was auf eine Pizza darf und was nicht? Oder noch besser: Pizza darf nur noch in einer bestimmten Region Italiens hergestellt werden. Ausschließlich mit Zutaten aus der Region.
Bei Champagner und Wiener Schnitzel gibt es doch auch klare Verordnungen.
Gute Idee. Italien. Das hat man ja schön gesehen am Beispiel des Büffelmozarellas. Ohne diesen Mozzarella kann man in Deutschland seinen Tagesbedarf an Dioxin kaum decken.
Dann doch lieber billig...