Wednesday, November 16. 2011Artikel im Bremer AnzeigerTrackbacks
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Naja, dabei sollte es ja grundsätzlich nicht um die Farbe gehen, auch wenn ich verstehe, dass Dir ein dezentes Tuch lieber ist.
Interessant wird es allerdings, wenn man bedenkt, dass es in einigen (Bundes-) Ländern z.B. Lehrerinnen untersagt ist Kopftuck zu tragen
#1
on
2011-11-16 16:18
Und Nonnen hingegen ist es meistens erlaubt.....
#1.1
on
2011-11-16 19:10
Bei Nonnen sind die Farben aber dezent.
#1.1.1
on
2011-11-16 19:35
Nun ja, religiöse Symbole haben in öffentlichen Einrichtungen meines Erachtens auch nichts zu suchen. Auch ein Kreuz möchte ich dort nicht sehen.
#1.2
on
2011-11-16 20:15
arrrg... da fehlt ein "wie Schulen" nach den öffentlichen Einrichtungen...
#1.2.1
on
2011-11-16 20:16
Naja, wenn man Schulen nur vom Hörensagen kennt wird's schwierig mit vollständigen.
#1.2.1.1
on
2011-11-16 20:24
Tja, das ist halt mein Schicksal. Nix gelernt und nix dazu gelernt. Deswegen muss ich mir mein Leben jetzt mit Einträgen wie in diesem Blog verdienen... hätte ich nur mal auf meinen Vater gehört...
#1.2.1.1.1
on
2011-11-16 20:27
Was hat dein Vater besser gemacht?
#1.2.1.1.1.1
on
2011-11-16 20:31
Weiß nicht, bin taub.
#1.2.1.1.1.1.1
on
2011-11-16 21:01
Das hat aber auch Vorteile. Ich müsste zum Beispiel kaputte Kopfhörer immer wegwerfen.
#1.2.1.1.1.1.1.1
on
2011-11-16 21:18
Und ich dachte immer, daß es hieße "Dumm geboren, nichts dazugelernt.". Aber vielleicht ist das ja ausschließlich auf mich gemünzt.
#1.2.1.1.1.1.1.1.1
on
2011-11-16 21:43
Sehe ich auch so. Aber ein Kopftuch ist eben AUCH ein Kleidungsstück....
#1.2.2
on
2011-11-16 20:18
Da hast Du recht. Noch meine Oma ging niemals ohne Kopftuch aus dem Haus. Aber sie tat dies nicht aus religiösen Gründen. Mir ist es egal, ob eine Frau ein Kopftuch trägt, oder nicht. Das muss sie entscheiden (in der Hoffnung, dass sie es auch entscheiden darf!). Insofern ist eine kopftuchtragende Mitarbeiterin in einem Supermarkt nicht nur tolerabel, sondern zu akzeptieren.
In einer Schule will ich aber keinerlei religiöse Symbole sehen. Ganz konsequent. Auch kein Kreuz.
#1.2.2.1
on
2011-11-16 20:25
"Einzig das Beispielfoto"
Aber echt, jetzt müssen wir auch noch solche Fotos anschauen **ironie off**
#2
on
2011-11-16 16:18
Ich bin so tolerant, das ich sogar Chefs toleriere, die keine Angestellten mit Kopftücher haben wollen.
#3
on
2011-11-16 16:29
Was ich toleriere ist meine ganz persönliche und freie Entscheidung. Da brauche ich niemanden, schon gar nicht Gutmenschen, die mir Vorgaben machen und dann noch mit einem "muss" davor.
#4
on
2011-11-16 19:25
Das Kopftuch ist ein Symbol fuer Intoleranz und Unterdrueckung. Und dem muss man entgegenwirken indem man Kopftuecher nicht toleriert und deren Traeger unterdrueckt. Oder so aehnlich.
#5
on
2011-11-16 19:39
Ist das Kopftuch wirklich nur eine Form der Unterdrückung?
Viele muslimische Frauen tragen es aus Überzeugung und wegen ihrer Religion. Und vor allem aus Gründen der Scham. Und eben dies sollte respektiert werden. Ich halte zwar von Religionen allgemein nicht viel, toleriere aber deren Auswüchse. Und habt ihr schonmal dran gedacht, dass das Kopftuch für diese Menschen ein normales Kleidungsstück ist und es eben ihrem Verständnis von Scham entspricht? Frauen in Industriestaaten laufen auch nicht oben ohne rum, aus Gründen der Scham. Und muslimische Frauen sehen eben ihre Haare als Verdeckungswürdig an. Aber ja, gänzlich unkritisch sehe ich das alles auch nicht. Ich wollte eben nur mal ansprechen, dass wir in Mitteleuropa vlt einfach ein anderes Schamverständnis haben.
#5.1
on
2011-11-16 19:52
Du hast recht.
Und umgekehrt würde ich mich fragen: Bin ich bereit, in ein Land auszuwandern, in dem es üblich ist, für Männer "unten ohne" rumzulaufen? Wäre ich bereit mich dem anzupassen? Eher nicht...
#5.1.1
on
2011-11-16 20:02
"Viele muslimische Frauen tragen es aus Überzeugung und wegen ihrer Religion."
Dann hat das Kopftuch aber in unserer Gesellschaft nichts verloren.
#5.1.2
on
2011-11-16 20:03
Was ist denn "unsere" (deine?) Gesellschaft?
@Klabund: Ich hatte in einem anderen Posting schonmal geschrieben, dass sich glaube ich die wenigsten Einwander_innen aussuchen können/konnten ob sie in ein anderes Land Auswandern bzw Einwandern.... Hätte ich Angst um mein Leben oder meine Existenz wär mir auch erstmal egal was die Menschen in einem anderen Land so tragen. Das ist diese beknackte westliche Arroganz. Uns geht es hier gut und da fehlt einfach der Horizont zu erkennen, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die sich eben nicht aussuchen können wo oder wie sie Leben.
#5.1.2.1
on
2011-11-16 20:15
achja.
@tho other one: ich glaub du hast dich im blog geirrt. PI hat ne andere URL...
#5.1.2.2
on
2011-11-16 20:16
Deine Einschätzungen sind wie immer völlig falsch. Auch in Bezug auf mich.
Und deine Argumente werden durch ständige Wiederholung auch nicht besser. "Hätte ich Angst um mein Leben oder meine Existenz wär mir auch erstmal egal was die Menschen in einem anderen Land so tragen. Das ist diese beknackte westliche Arroganz." Gut, Arroganz ist genau dein Thema, das wissen wir ja mittlerweile. Unter Umständen spricht es aber auch für eine gehörige Portion von Ignoranz, wenn man die Bedingungen des Gastlandes nicht akzeptieren will.
#5.1.2.2.1
on
2011-11-16 20:29
Ein Gastgeber kann etwas vom Gast übernehmen, muss das aber nicht. Ein Gast muss etwas vom Gastgeber übernehmen ... meint mitunter aber das nicht zu können, zu brauchen, zu dürfen, zu müssen.
Ob und wem wir (k)einen Gefallen tun werden wir leider nicht im voraus oder im Moment beurteilen können. Das wird sich erst herausstellen, wenn es schon zu spät sein wird.
#5.1.2.2.1.1
on
2011-11-16 21:41
Seh ich genauso.
Ich finde es anmaßend, zu verlangen, Einwanderern gegenüber tolerant zu sein, wenn diese selbst absolut Null Toleranz an den Tag legen. Das reicht vom (Nicht-)Erlernen der Sprache über das offensichtliche Zurschaustellen von Symbolen einer Religion, die Frauen unterdrückt und Terroranschläge motiviert, hin zu absolut nicht angebrachten Verhaltensweisen.
#5.1.2.2.1.2
on
2011-11-17 15:08
Wieso wird hier eigentlich über Gast(geber)rechte und -pflichten diskutiert? Einwanderer sind keine Touristen! Natürlich passe ich mich als Besucher den Bräuchen und Gewohnheiten der anderen Kultur so weit wie möglich an. Aber auch da gibt es für mich schon Grenzen (ein Vegetarier oder Moslem muss den Schweinebraten seines Gastgebers nicht essen, nur um höflich zu sein!).
Aber wenn ich in einem Land dauerhaft lebe, dann bin ich doch ohnehin kein "Gast" mehr (falls ich es überhaupt jemals war - Gastfreundschaft ist leider nicht gerade unsere große Stärke). Im Falle von Björns Mitarbeitern ist diese ganze Diskussion ohnehin überflüssig: Laut Bericht ist sie in Deutschland aufgewachsen. Ich weiß auch gar nicht, wieso sich hier schon wieder Leute darüber aufregen, dass die Ausländer angeblich alle kein Deutsch lernen wollen. Habt ihr mal in einen Deutschkurs auf dem Niveau A1 reingeschaut? Da sitzen mehr als genug Leute, die die Sprache wirklich lernen wollen. Sowas sieht man natürlich nicht, wenn man immer schön zu Hause vorm Fernseher sitzenbleibt. Da trifft man nämlich nur Sarrazin und Co. und vielleicht noch ein paar "Berichte" über die ach so unangepassten Migranten in Deutschland.
#6
on
2011-11-19 14:32
Du streitest also ab dass es ein ziemlich großes Problem mit mangelten Interesse an der eigenen Integration gibt?
Natürlich trifft das nicht auf alle zu, aber dieses Problem ist nun mal vorhanden. Auch wenn Björns Mitarbeiterin nicht dazu gehört.
#6.1
on
2011-11-19 14:47
"Sowas sieht man natürlich nicht, wenn man immer schön zu Hause vorm Fernseher sitzenbleibt. Da trifft man nämlich nur Sarrazin und Co. und vielleicht noch ein paar "Berichte" über die ach so unangepassten Migranten in Deutschland."
Und Du bist überzeugt davon eine differenzierte Sichtweise zu vertreten? Lächerlich.
#6.2
on
2011-11-19 15:16
Ich habe der Provokation halber mal den direkten Kontakt zu Migranten (am Beispiel Integrationskurs) mit dem indirekten (z.B. über das Medium Fernsehen) gegenübergestellt.
Auch ich habe schon schlecht integrierte Menschen getroffen. Zum Beispiel in München, wo ich dreimal junge Mütter mit Kindern nach dem Weg zu Schloß Fürstenried gefragt habe, ohne dass mich irgendwer verstanden hätte. Von denen war eine Muslima, eine russisch und die andere konnte ich nicht zuordnen. Das zeigt 1. dass es nicht nur die "Kopftuchmädchen" sind, die sich u.U. schlecht integrieren und 2. dass Bildung/Familie/sozialer Status diesem Problem auch überhaupt nicht entgegen wirken. Wie gesagt, diese Leute waren offensichtlich relativ wohlhabend und halbwegs gebildet - den Weg erklären konnten sie mir trotzdem nicht. In den Medien wird es aber häufig so dargestellt, dass die Unintegrierten total rückständige Asoziale sind, die kaum ihren eigenen Namen schreiben können und ihre Frauen verprügeln, weil sie das aus der Heimat so kennen. Das ist es, was mich eigentlich stört.
#7
on
2011-11-20 19:02
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