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Verschobener Termin

Einer Bewerberin hatte ich einen relativ kurzfristigen (3 Tage) Termin für ein Vorstellungsgespräch gegeben. Nun hat sie mir mitgeteilt, dass sie den leider nicht wahrnehmen kann und deswegen gerne zu einen anderen Zeitpunkt kommen würde.

Okay, das war recht knapp und (vor allem) deshalb habe ich mit ihr einen neuen Termin für das Gespräch abgemacht.

Hinterher kamen mir Zweifel, ob das nicht doch mal wieder zu nett war. Wer einen Job haben will und schon bei der ersten "Anweisung" des potentiellen Arbeitgebers scheitert, ist eventuell dann doch nicht die richtige Besetzung.

Nachtrag: Jetzt gerade fällt mir erst auf, warum dieser Beitrag vermutlich für eine solch umfangreiche Diskussion gesorgt hat: Ich habe ein kleines Detail vergessen, das natürlich für den gesamten Kontext ziemlich bedeutend war. Der Anruf der Frau kam eine gute Viertelstunde vor dem eigentlichen Termin.

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Kommentare

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chrisla am :

Wann ist der Termin vereinbart worden?
Wie lange vor dem Termin wurde abgesagt?
Ohne die genauen äußeren Umstände zu kennen, fällt es schwer eine Aussage zu treffen.
Eine Zusage zeitnahe anschließende Verschiebung binnen weniger Minuten / Stunden können auf einen Termin zurückzuführen sein, den man zwar im Kalender hatte, jedoch nicht im Kopf.
Irgendwas vergisst jeder mal :-D
Wurde der Termin jedoch erst kurz vor knapp abgesagt (z.B. am Tag des Vorstellungsgespräches), ist dies nicht einfach zu entschuldigen.

metbaer am :

Hängt auch damit zusammen, wieso sie den Termin abgesagt hat. Gibt ja durchaus auch trifftige Gründe, so einen Termin zu verschieben.

JSG am :

Ne, das kann zwar sein, sollte man aber nicht schlußfolgern!

Ich habe auch neulich bei einem Bewerbungstermin meinen Wunschtermin genannt - nagut, ich habe auch dazugesagt, dass das aber natürlich auch jederzeit sonst irgendwie einzurichten wäre...

Dennoch. Leute die absagen sind heutzutage schon etwas wert... Leider.

Marzipankartoffel am :

Pardon. Eine Anweisung? Das ist ein Bewerbungsgespräch. Da muss auch ein Arbeitgeber davon überzeugen, dass man mit ihm arbeiten möchte. Ja, ja, die H4-Realität sieht vielleicht etwas anders aus, aber zufriedene Mitarbeiter erhöhen den Gewinn, spätestens dort sollte unser Shopblogger sensibler sein.

Obendrein: Anweisung "antanzen innerhalb von drei Tagen"? Ist dein Schichtvorlauf (abgesehen von Notfällen) tatsächlich so gering? Sorry, das geht besser.

Nils am :

Ich finde die Zweifel in diesem Fall ehrlich gesagt auch unangebracht. Insbesondere - wie hier ja viele schon schreiben - ohne Kenntnis der genauen Umstände. Wäre mal interessant, welchen Eindruck Du von der Bewerberin dann nach dem Gespräch hast.

The other one am :

Ich halte das für recht normal, dass ein vereinbarter Termin auch mal verschoben werden muss.

Wer hier schon ein Fehlverhalten wittert sollte sich vielleicht Bewerber aussuchen, bei denen die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass sie gar nicht erst erscheinen. Da weiß man gleich woran man ist und kann sich zu Recht aufregen.

FlyingT am :

Na solange man noch nicht um Audienz bitten muss geht es ja noch. Ich mein klar pünktlichkeit ist eine Tugend, aber ohne infos zum grund, kann man dazu einfach nix sagen.

Zarpan am :

Ja besser absagen als garnicht kommen.

Ich war am ersten arbeitstag an der Tankstelle Samstag 6=00Uhr anfangen erst so gegen 7:30Uhr da :-D Und das auch noch leicht angetrunken weil man ja abends seinen neuen job feiern will.

Bin danach nie mehr zu spät zur Arbeit gekommen, habe 1Jahr da gearbeitet und mein CHef war leicht traurig das ich gehen mußte (Bund)

Zarpan am :

Ja besser absagen als garnicht kommen.

Ich war am ersten arbeitstag an der Tankstelle Samstag 6=00Uhr anfangen erst so gegen 7:30Uhr da :-D Und das auch noch leicht angetrunken weil man ja abends seinen neuen job feiern will.

Bin danach nie mehr zu spät zur Arbeit gekommen, habe 1Jahr da gearbeitet und mein CHef war leicht traurig das ich gehen mußte (Bund)

The other one am :

Beim Bund konntest Du dann deine Trinkfertigkeiten bestimmt zu neuen Höchstgrenzen schrauben. :-D

dr. pop am :

Bund? Ich dachte bisher, bei Menschen mit einer solchen Arbeitseinstellung hieß das NVA.

dr. pop am :

Ist halt ein Erfahrungswert.

The other one am :

Aber diese Erfahrung läuft ja jetzt, nach über 20 Jahren, langsam aus.

The other one am :

Doch. So langsam gibt es immer mehr Bewerber, die kennen die NVA nur vom Hörensagen.

dr. pop am :

In Bewerbungsgesprächen gibt es bei mir immer noch einen großen Unterschied zwischen Ossis und Wessis. Und das hat nichts mit dem "sächsischen" Dialekt zu tun, sondern mit der Arbeitsbereitschaft allgemein.

The other one am :

Dann solltest Du mal an deiner Arbeitsbereitschaft bezüglich Bewerbungsgesprächen arbeiten. Die armen Bewerber leiden sonst unter deiner Lustlosigkeit.

dr. pop am :

Der Erfolg gibt mir recht. Und ich will keine Ossis.

Jürgen am :

Leute die Fledermäusen den Kopf abbeißen ... schrecklich

Oskar am :

Sind das nicht die Ozzys? Oder Ötzis? Oder Ösis?

The other one am :

Ja, aber die schlucken den ja nicht runter. Alles halb so wild.

Oskar am :

Ist ja nicht gesagt, daß du mit anderen Entscheidungen nicht noch erfolgreicher gefahren wärst. Man kann ja immer nur eine Möglichkeit in die Realität überführen, ohne daß man auch nur annähernd wissen kann, wie's mit anderer Entscheidung verlaufen wäre.

Ehrlich gesagt hatte ich beim großen "Unterschied zwischen Ossis und Wessis" in den Bewerbungsgesprächen gedacht, daß die Ossis sich eher ins Zeug legen würden und die Wessis unflexibler und verwöhnter wären - auch wenn das zuungunsten meiner eigenen Fraktion wäre.

Razool am :

dr. pop....nur eine Frage. In welcher Branche bist du denn tätig?

The other one am :

Bestimmt Personalentwicklung, ehemalige Ostgebiete.

Da kann er eine ruhige Kugel schieben. 8-)

The other one am :

Ich denke nicht.

Die Zauberworte sind wohl "Samstag" und "Tankstelle". Wenn es schon von Montag bis Freitag keinen Sprit gibt, warum sollte man am Samstag öffnen?

moin8smann am :

Un damit wärst du bei uns spätestens am Montag wieder gefeuert worden.
Samstagsmorgens hättest Du mich abgelöst - und wär da ein Neuer 1 1/2 Stunden zu spät und angetrunken aufgeschlagen. Tschüss - und das zu recht.

The other one am :

Ich kenne mich ja nicht aus, wieviel Verspätung ist denn noch ok wenn man angetrunken ist?

cft am :

wer rolls royce mitarbeiter will, der muss auch rolls royce löhne bezahlen wollen.. :-P

The other one am :

Und Rolls Royce produzieren.

Oskar am :

Anhand der Schilderung kann ich die Zweifel auch nicht nachvollziehen. Daß Kandidaten Termine ankündigungslos nicht wahrnehmen, sich weder währenddessen, noch kurzfristig melden ist ja offenbar heutzutage mehr Regel als Ausnahme. Nun sagt mal jemand vorher ab, fragt nach einem Ersatztermin und das soll dann auch nicht richtig sein?! Ob's einen guten oder einen zwingenden oder einen schlechten Grund hat könnte hätte man gegebenenfalls erfragen können. Andererseits ist die Form gewahrt, kein Schaden entstanden, der Termin war sowieso kurzfristig vereinbart und eigentlich gibt's weder Grund zu Misstrauen oder vermeintlich falscher, eigener Reaktion. Gut, daß du erst danach ins Sinnieren gekommen bist. (-:=

zaddeln am :

Anderes Vorstellungsgespräch?
Oder Termin beim Arbeitsamt (->was ist wichtiger?!)?
Beerdigung, Prüfung usw.

TheK79 am :

Drei Tage vorher ist ein Zeitpunkt, zu dem man nicht einmal Besuche bei Freunden ohne zwingenden Grund absagt (denn da werden diese schon was vorbereitet haben).

oetzmann am :

*hüstel*

Bitte was?
Vorstellungstermine werden bei dir angeordnet?

Also, auch wenn ich einen Job haben möchte, bin ich doch trotzdem nicht 24/7 verfügbar. Es soll ja auch schon vorgekommen sein, dass man sich aus einem anderen Job bewirbt - da hat man halt nicht immer Zeit (und auch sonst...)

Meiner Meinung nach, ist hier der Königsweg, Gesprächstermine zu vereinbaren und diese nicht "anzuordnen"...

Klodeckel am :

Ich teile Björns Bedenken. Bei einem wirklich triftigen Grund (plötzlicher Todesfall, Krankheit) hätte die Bewerberin den Terminverlegungswunsch sicher näher begründet. Dass sie es nicht getan hat, deutet darauf hin, dass sie an dem Tag lieber mit ner Freundin shoppen gehen will oder einen Termin auf der Sonnenbank hat.

Wie soll das erst werden, wenn so eine Person mal in einem Notfall die Schicht eines Kollegen übernehmen soll? Oder es kurzfristige Änderungen im Schichtkalender gibt? Bei solchen Zweifeln würde ich von einer Anstellung der Dame auch lieber Abstand nehmen oder zumindest diese Fragen im persönlichen Bewerbungsgespräch gründlich abklopfen.

Agrajag am :

schon schrecklich wenn man den Menschen nicht mehr vertrauen und daher einen Informationsmangel nicht mehr ertragen kann. :-(

The other one am :

Was für ein Unsinn.

Klodeckel am :

Was für eine intelligente Gegenargumentation. :-(

The other one am :

Mehr Zeit investiere ich eben nicht in dein Geschreibsel.

Marzipankartoffel am :

Ha, da ist er endlich, der erste Ich-bin-dein-Arbeitgeber-und-damit-dein-Herr-und-Gott-Troll.

Agrajag am :

Mal im ernst: Wäre die Arbeitsmarktsituation nicht wie sie eben ist, dann wäre ein so "zeitnaher" Termin zwar möglich, aber es wäre schon wirklich nett vom Bewerber sich darauf einzulassen. (Motivation->eigeninteresse;... verzichtet dafür sogar auf längere Vorbereitungszeit)

Was man ihr ankreiden könnte wäre, dass sie anscheinend einen ihrer anderen Termine vergessen hat....ob das nun als Menschlichkeit oder Versagen gesehen wird liegt im Auge des Betrachters/Sklaventreibers.

Zudem sollte man nicht vergessen, das hier der Arbeitsgeber ja Verstärkung braucht und bereits erleben musste, dass viele Kandidaten garnicht erst auftauchen.
Schätz dich lieber glücklich eine kooperationsbereite Bewerberin zu haben. Nichtsdestotrotz solltest du deine Bedenken vielleicht mit ihr besprechen, einfach damit sii zukünftig Gründe angibt damit du beruhigt bist. ;-)

Anja am :

Kann mir mal jemand sagen, wo Björn geschrieben hat ob und ggf. welche Gründe genannt wurden? Ich finde die Stelle einfach nicht :/ davon hängen hier immerhin eine ganze Menge Kommentare ab...

Ich finde es gut einen neuen Termin zu vereinbaren. MIR wäre das unsagbar peinlich und ich hätte ein echtes Problem damit, wenn ich ein Bewerbungsgespräch verschieben müsste. Anmerken lassen würde ich es mir natürlich nicht, aber mir den Allerwertesten abfreuen, wenn ich einen anderen Termin bekomme. Einmal bin ich direkt von einer Trauerfeier(die mir sehr nah ging) zu einem solchen Gespräch, weil ich mich nicht getraut habe, den Termin zu verschieben. Ich hatte dann nämlich genau die Befürchtung, dass der Chef mir das so auslegt, wie Björn gerade dabei ist. Ich bin meinem jetzigen Chef extrem dankbar, dass er das Häuflein Elend, das da ankam, als erstes gefragt hat, ob ich so extrem aufgeregt bin oder ob das einen anderen Grund hätte, dass es mir nicht gut ginge. Er hat mich dann nach Hause geschickt mit einem neuen Termin und ist nach seiner Aussage sehr zufrieden mit mir und meiner Arbeit...

egbert am :

diese schlussfolgerung, lieber björn, ist genau eine von zwei logisch möglichen. die zweite wäre, die frau hat z.Z. noch einen anderen job und ist atsächlich dermaßen pflichtschuldig, dass ihr der gegenwärtige job über einen möglichen zukünftigen geht. demnach wäre ihre bitte um einen alternativen termin ein argument für ihre einstellung statt dagegen.

ich hab mich jetzt extra hierfür angemeldet, aber irgendwie ging mir die auslegung der situation ausschließlich zum nachteil der person gegen den strich.

Wunder am :

Mich würde mal interessieren, ob es sich um einen richtigen Job handelt. Also ob es eine gelernte Vollzeitkraft ist oder nur eine Studentin, die nen 400€-Job sucht.

Wenn es sich um einen 400€-Job handelt, finde ich das ganze Prozedere mit Bewerbung und Vorstellungsgespräch eh übertrieben. Bei dem Supermarkt wo ich arbeite lief es bei mir damals so ab, dass ich nen Aushang gesehen habe, reingegangen bin, 15min mit dem Chef gesprochen habe wo er mir erklärt hat wie alles abläuft. Hatte sogar gefragt ob ich immer 2 Abende in der Woche auf jeden Fall frei haben kann, weil ich zu dem Zeitpunkt noch Babysitten war. Alles kein Problem. Eine Woche später kam der Vertrag und ich bin mittlerweile dort seit über 3 Jahren.
Von den 400€-Kräften hat bei uns keine einzige eine Bewerbung geschrieben. Das lief immer mündlich ab und in der Zeit in der ich da arbeite, gab es nur mit zwei Leuten Probleme.

Zu der Terminabsage allgemein: Wenn man sich bei größeren Firmen bewirbt, schreiben sie gleich dazu, dass man absagen kann und dann ein anderer Termin vergeben wird. Ich finde es respektlos, wenn man davon ausgeht, dass eine Person die Arbeit sucht auf jeden Fall zu einem Termin Zeit haben muss, als hätten diese kein Leben und keine Verpflichtungen.

ibaggi am :

Ich lese hier ja schon lange und auch gerne mit, aber manchmal geht mir Deine Selbstbeweihräucherung tierisch auf den Senkel.

Sie macht genau das NICHT, was Du bei den anderen Berwerbern, die einfach nicht zum Bewerbungsgespräch erscheinen, in der Vergangenheit beanstandet hast.
Nein, sie hat sich gemeldet und um Verlegung des Termins gebeten, und deshalb unterstellst Du ihr nun direkt, dass Sie Deine "Gutmütigkeit" ausnutzt und wohl doch nicht die richtige Besetzung für den Job ist?
Sie hat andere Verpflichtungen und hält sie ein. Ein verantwortungsvoller Mensch! Wahrscheinlich für Deinen Laden eine wertvolle Ergänzung. Aber mach ruhig weiter so, wenn sie hier mitliest, hat sie eh keinen Bock mehr, bei einem solchen Chef zu arbeiten, der bei der kleinsten Gelegenheit selbst den Bewerbern gleich alles Böse der Welt unterstellen wird.

Mich würde vor allem mal interessieren, wie Du ihr den Termin mitgeteilt hast. Per Mail, Telefon auf Anrufbeantworter, Postweg? Anders kann ich Deine Bemerkung, dass sie "schon bei der ersten "Anweisung" des potentiellen Arbeitgebers scheitert" nicht verstehen, denn Termine sollten vereinbart werden. Anweisen kannst Du dann Termine, wenn sie bei Dir arbeitet und Du ein Einzelgespräch oder eine Gruppenbesprechung hast. Anweisen kannst Du Arbeitszeiten, wenn sie bei Dir angestellt ist, in dem Zeitfenster, dass ihr vereinbart habt.
Einen ersten Termin kann man auch vorschlagen. Da man nicht weiß, welche Verpflichtungen der andere hat, sollte man als guter Chef auch eingestehen, dass der Vorschlag nicht angenommen wird und um einen anderen Termin gebeten wird...
aber gottgleiche Chefs brauchen so nicht zu denken, und, so leid es mir gerade auch tut, so kommst Du mir gerade vor.

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