Friday, June 17. 2011"Waren Sie mit dem Einkauf zufrieden?"Trackbacks
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Diese Frage kenne ich allerdings auch nur von Kaufland. Da aber deutschlandweit. Wahrscheinlich soll diese Charme-Offensive dazu führen, dass es wieder öfter menschelt.
Irgend ein Heinz ganz oben in der Entscheiderkette hat mal gehört, dass man den Kunden nach seinem Befinden fragt und dachte, es sei eine gute Idee, das dann auch zu tun. Und weil die Angestellten angewiesen wurden, diese Frage zu fragen, fragen sie die Frage natürlich auch. Wahrscheinlich geht's denen genauso auf den Zeiger. Ich persönlich gehe immer nur einmal pro Woche groß einkaufen und wenn ich die Frage dann höre, freue ich mich sogar ein Stück, denn immer nur mit "Guten Tag. Piep. Piep. Piep. Piep. Piep. Piep. Piep. Dreiundvierzigeuroeinunddreißig." angesprochen zu werden, mag ich auch nicht gerade.
http://www.getdigital.de/products/Keine_Bonuskarte ?
#2
on
2011-06-17 12:48
Von Kaufland weiß ich, dass die Verkäuferinnen persönlich kaum eine Chance haben, diese Frage zu vermeiden, sofern sie an ihrem Job hängen.
Sie MÜSSEN fragen, da es im Rahmen des Kassiertests durch interne Test-Kunden regelmäßig geprüft wird.
Kenn die Frage auch, und mir geht das genauso auf die Nerven. Werde das mit dem "Nein" auch mal probieren...
Kaufland scheint in der Hinsicht aber sehr seltsam zu sein. Da dürfen die Kassierer ja auch jedesmal die Wagennummer eintippen. Ich vermute, dass das dazu dient, dass sie gezwungen sind, in den Wagen zu gucken, und Geklautes nicht so einfach übersehen können. Kann das jemand bestätigen?
#4
on
2011-06-17 13:12
Wenn die Begründung stimmt, sagt das sehr viel über das Vertrauensverhältnis zu den Kassiererinnen bei Kaufland aus.
In anderen Märkten klappt das nämlich auch ohne Zwangsmaßnahmen.
#4.1
on
2011-06-17 13:16
Ja das mit der Nummer ist zum "Diebstahl Schutz" - zwang einen blick auf den Wagen zu werfen.
Das mit dem "waren sie zufrieden" ist naja ... ich Antworte meist genau so monoton mit "Ja" und wünsche einen "schönen Tag/schönes Wochenende/Abend"
#4.2
on
2011-06-17 13:19
Interessant, dass man die Nummer an der Kasse aber auch ansagen kann, dann schauen sie nicht in den Wagen.
Da müsst ihr die Theorie vielleicht nochmal überdenken.
Also im Supermarkt/Baumarkt und ähnlichen fände ich das auch sehr nervend.
Aber ich wurde bisher nur nach der Postleitzahl gefragt und das übliche "Sammeln sie $_Sammelsystem[*]_punkte". Im Restaurant/Hotel und ähnlichem hingegen ist diese frage völlig normal, und auch angebracht. Jetzt fragt sich nur welcher Hans Wurst gedacht hat man könnte das ganze 1:1 für Baumärkte übernehmen....
#5
on
2011-06-17 13:14
Naja, von Zeit zu Zeit gibt es bei einer Baumarktkette mit P direkt Rabatte nur wenn man eine Kundenkarte dazu nimmt - kein Problem ... ich weiß nicht wie viele "Tote" (frei erfundene) Adressen die schon von mir haben
#5.1
on
2011-06-17 13:22
Das ist meiner Meinung nach eine amerikanische Erfindung. Solche Formeln für mehr Kundenzufriedenheit / Service begegnen einem dort auf Schritt und Tritt.
Das obligatorische "Hi, how are you" oder auch "What's up" sind ja selbst zur Begrüßungsformel geworden - eine lange/ernsthafte Antwort wird den Gesprächspartner eher verstören, so sie überhaupt wahrgenommen wird. Sehr schön erklärt übrigens bei http://bit.ly/a6p9g Wir sind das halt nicht gewohnt und verwechseln sowas mit individueller Ansprache Ganz konkret finde ich die Frage nach der Zufriedenheit übrigens wirklich sinnvoll: Wenn gerade kein Rhabarber da ist und das Leinöl abgelaufen, dann holen die meisten Kunden nicht extra einen Mitarbeiter. Danach gefragt würde ich es aber gern erzählen. Bringt natürlich nur dann etwas, wenn das auch notiert/weitergegeben wird ...
#6
on
2011-06-17 13:53
Ja, Kassierer finden den Fragenkatalog(zeitweise drei(!!!) Fragen) noch nerviger als die Kunden. Vor allem, weil 99% eh gleich antworten. Vergesst bei euren ganzen schicken "ich bin jetzt mal revolutionär"-Ideen nicht, dass sich auch das abnutzt nach dem siebten Kunden. Kassierer finden es bei weitem nicht so lustig, wie ihr. Vor allem hat der Kassierer sich das nicht ausgesucht und kann am wenigsten dafür. Am Besten einfach genauso monoton antworten und die Kritik an die entsprechenden Stellen schicken. Ob der Kassierer da jetzt was sagt oder in China n Sack Reis umfällt. Mit Pech gibt es dafür noch Ärger vom Chef von wegen "zu faul zum fragen".
Nicht teilnehmen ist übrigens genauso sinnig, weil das meist nicht abzubrechen ist und die Kassierer doch wieder das gleiche wie immer eintippen. Es soll übrigens auch Kassierer geben, die das "Guten Tag, drei fuffzig bitte, Guten Weg" nicht leiern, das ehrlich freundlich meinen und das piep, piep, piep mit Smalltalk verkürzen, wenn der Kunde so wirkt, als ob er das möchte. Artikel scannen ist nämlich nicht das allerspannendste und Gehirn auf Dauerstandby kommt beim Kunden nicht gut an(auch wenn es manchmal hilfreich wäre). Dann provoziert man nämlich so Situationen wie "verdutzt aus dem Standby hochschrecken, wenn ne unerwartete Situation kommt", wie in der Mail beschrieben
#7
on
2011-06-17 13:57
Hö? Von Kaufland kenne ich nur "haben sie alles gefunden?", wo die Antwort je nach Laune und Optik der Kassiererin zwischen "ja" und irgendeinen blöden Spruch ("viel mehr als geplant", "genug um die Figur zu versauen" oder "ne, die hübsche Gesellschaft für heute Abend fehlt noch") schwankt
#8
on
2011-06-17 15:09
Bei Kaufland nervt mich viel mehr, dass ich von Zeit zu Zeit mit Namen verabschiedet werde.
Die haben da teilweise wohl die Anweisung den Namen von der EC-Karte abzulesen während man unterschreibt. Es geht die (und die Kund_innen hinter mir) einfach NICHTS an, wie ich heiße! Und da ich nunmal einen französischen Nachnamen habe, der zu 99% falsch ausgesprochen wird, nervt mich das umso mehr. Ich glaube allerdings, dass das keine direkte Anweisung ist sondern eher ein Ratschlag der denen vermutlich auf Kassierer_innenschulungen nahegelegt wird. Denn meistens höre ich das nur von neuen Kassier_innen....Und wäre das ne Anweisung würde das ja viel häufiger vorkommen. Ums kurz zu machen: Mein Name geht die nix an und es nervt!
#9
on
2011-06-17 15:18
Wenn dir das dritte bis achte Mal(je nach eigenem Charakter) ernsthaft körperliche Gewalt angedroht oder auch mal umgesetzt wird, dann sind dir die Namensanweisungen irgendwann echt egal. Ich hab zumindest lieber ne Abmahnung, als ne Ohrfeige oder schlimmeres riskiert. Außerdem gibt es manchmal auch die Ausnahme, dass man das bei schwierigen Namen nicht muss("wenn ein Name nur aus Sonderzeichen besteht, okay. Aber wer normale Namen nicht aussprechen kann, gehört nicht in den Handel" so in der Wortwahl und Art stand es bei uns in der Mail).
PS: das mit der Gewalt kommt erschreckend oft vor. Zumindest dort, wo ich gearbeitet habe und das war sicher kein "sozialer Brennpunkt"
#9.1
on
2011-06-17 15:31
Wow ok. So sollte das natürlich nicht sein.
War das Gewalt wegen der Namensnennung? oO Ich mein, dass das nervt ist ja die eine Sache...aber die Verkäufer_innen können da ja auch nichts für...dann sollte man das auch nicht an denen auslassen.
#9.1.1
on
2011-06-17 15:35
Ja, wegen dem Namen. Kenn ich auch aus Erzählungen von Kassierern aus anderen Läden.
PS:Kassen-/Verkaufskräfte klingt runder als dieses krampfige "_innen", wenn man sich unbedingt vom Genderbashing fern halten will
#9.1.1.1
on
2011-06-17 15:44
Also, KrankenschwesterInnen klingt für mich rund.
#9.1.1.1.1
on
2011-06-17 15:48
Ist dies das Gegenteil von KrankenschwesterAusen ?
#9.1.1.1.1.1
on
2011-06-18 06:20
@Anja: Ja, da haste recht...ich denk bei sowas gar nicht mehr große nach und schreib allgemein einfach die gendergerechte Version mit _innen....
Bedank dich bei meinem Uni-Alltag
#9.1.1.1.2
on
2011-06-17 15:55
Also in der Uni gibt es mich immer nur im Plural("die Studierenden tragen sich hierzu bitte da und da ein") oder direkt angesprochen ("tragen Sie sich bitte da und da ein"), weil im Singular ja genau wie bei "Studenten" auch bei "Studierende" unterschieden werden muss.
Ich finde dieses -innen(in welcher Schreibweise auch immer) ganz ganz grausam. Entweder man schreibt oben drüber, dass man selbstverständlich alle Geschlechter meint(gibt ja auch Leute, die sich da mit Kopf und/oder Körper nicht unbedingt einig sind) oder man macht sich die Mühe Kassierer/Kassiererin zu schreiben. Ich bin doch keine "Kassierer In". Oder man spielt das ganze Spiel einfach generell nicht mit oder weicht auf die neutrale(und damit ja auch gendergerechte) Version aus. Gerade bei Berufen geht das mit "Fachkraft" ja fast immer
#9.1.1.1.2.1
on
2011-06-17 16:07
Eine neutrale Version ist natürlich vorzuziehen, die gibt es aber eben nicht immer (oder sie klingt unglaublich umständlich).
Die Sache mit "wenn es oben genannt wird, dass alle gemeint sind" ist auch nicht gerade die beste Lösung, da sich dadurch nichts am Sprachgebrauch und an den versteckten Sexismen ändert. Und bei der Version mit "Kassierer/Kassiererin" fallen widerum die Menschen raus, die sich keinem der beiden sozialisierten Geschlechter zuordnen wollen. Aber wir könnten da jetzt stundenlang drüber diskutieren und das gehört ja auch eher in ein Genderseminar als in Björns Blog. Ich werde das weiterhin so schreiben und fände es schön, wenn das auch respektiert wird, da ich lediglich alle Menschen in meinen Sprachgebrauch miteinbeziehen will.
#9.1.1.1.2.1.1
on
2011-06-17 16:15
Oh, ich wollte dich in keinster Weise beleidigen oder gar angreifen. Natürlich respektiere ich das, grausam finde ich es trotzdem. Aber ich finde es auch grausam unnötig Dialekt in hochdeutschen Foren zu schreiben oder auch "als wie"...
Bei "KassiererInnen" werden doch die gleichen angesprochen wie bei "Kassierer/Kassiererinnen", nur, dass bei zweitem auch die Frauen zuerst genannt werden können, bei dem ersten nicht... Bevor ich "Kassierer In" sagen muss lebe ich lieber mit versteckten Sexismen. Ich würde auch niemals "mensch" statt "man" sagen. Dann noch lieber irgendwelche verklausulierten neutralen Formen. Hast du mal ein Beispiel, wo das nicht geht? Das fände ich echt interessant, weil mir echt nix einfallen will Ich finde aber eh, dass das immer eine Sache der eigenen Art ist. Ich kann ja auch respektvoll duzen und abwertend siezen, auch wenn das eigentlich ja andersrum geplant ist. Bisher hat sich auch noch nie jemand deswegen ausgeschlossen gefühlt von mir glaube ich
#9.1.1.1.2.1.1.1
on
2011-06-17 16:31
Gerade an der Uni ist das eher peinlich und macht deutlich, dass der Feminismus dort die Sprache vorgibt. Im Deutschen haben wir (wie andere Sprachen auch) Genus und Sexus. Der Sexus ist eben "Student" oder "Studentin". Der Genus in dem Falle "Student". Und mit dem Genus sind - obwohl er meist der männlichen Form entspricht - auch Männer, genauso wie Frauen nur mitgemeint. Es gibt auch, oft bei Tieren, das umgekehrte Beispiel beim Genus: Z.B. "Katzen" oder "Rehe". Ein beiden Fällen werden auch Kater und Rehböcke mitgemeint sein.
Genau dafür ist ja der Genus da. Ein Wort, um eine Gruppe zu erfassen. Was gerade passiert ist die Abschaffung des Genus. Dadurch wird es aber eben komplizierter und mehr nicht. Man kann aus dem Grund absolut problemlos auch den genus benutzen, schließlich ist das in dieser Sprache so vorgesehen. Es reicht also, "Verkäufer" zu schreiben.
#9.1.1.1.2.1.2
on
2011-06-19 11:47
Was nennt denn Kaufland (aus der von Lidl-Datenschutzskandalen bekannten Schwarz-Gruppe) für Gründe für diesen Wahnsinn?
Es geht doch keinen anderen Kunden etwas an, wie ich heiße. MAN SOLLTE SICH BEIM AMT BESCHWEREN http://www.facebook.com/pages/Kaufland/132476996783723?sk=wall
#9.1.1.1.3
on
2011-06-17 16:13
Die Idee dahinter ist, dem Kunden zu signalisieren, dass man ihn als Inidividuum wargenommen hat und nicht einfach nur als x-bliebigen Kunden. Es soll eine Art Vertrauensverhältnis etablieren und die Kundenbindung positiv beeinflussen (wie umgekehrt auch die Namensschilder der Marktmitarbeiter). Funzt nur nicht so toll, weil solche Standardanweisungssätze ins Leere laufen, denn Kunde ist eben nicht x-beliebig, sondern individuell und die Kassenkräfte den Menschen ihre Eigenheiten nicht ansehen (können), mit entsprechenden Reaktionen auf diese Standardbehandlung die zwanghaft versucht nicht standard zu wirken.
Die regelmäßigen Reaktionen der Kunden darauf sind meiner Erfahrung nach recht eindeutig. Als Daumenregel: Die einzigen die sich wirklich darüber freuen sind alleinstehende Damen jenseits der 50 und Testeinkäufer. Drauf bestehen tun nur die letzteren. 90% der restlichen Kundschaft registriert das garnicht, genausowenig wie die Frage nach dem Pfandbon (die nicht selten und völlig ernsthaft mit "Nein ich sammle keine Punkte" beantwortet wird). Die restlichen 10% bestehen aus Leuten, die einem die Ablehnung dieser Praxis auf verschiedenste und teilweise sehr kreative Weisen verbal näher bringen will, sei es durch: "Das ist mein Name, den nimmst du nicht in den Mund!!!" oder "Warum machst du das, so ein Zwang ist doch Scheiße oder? Lass uns das mal diskutieren.", mit dem gelegentlichen und tatsächlich zielführendem: "Nö du, lass das mal bitte. Ich will das nicht.". Übrigens mögen Kaufland und LIDL beide zur gleichen Gruppe gehören, aber bitte nicht in einen Topf werfen. Die Praxis in beiden, bezüglich Umgang mit der Belegschaft, könnte kaum unterschiedlicher sein, meiner Erfahrung nach.
#9.1.1.1.3.1
on
2011-06-18 05:00
Bei dieser ménage à trois (Chef, Verkäuferin, Kunde) ist ja wohl klar wer da was auf's Dach kriegt, oder?
#9.1.1.2
on
2011-06-17 15:46
Noch mal schnell zum Thema "KassenschulungEN": wie stellt sich das eigentlich jemand vor, der das noch nie mitgemacht hat? Ich hab es bisher immer nur so kennen gelernt: Viertelstunde darf der Neue zugucken, dann wird ihm ne Viertelstunde zugeguckt und dann kommt der Rest mit den Kilometern. Vielleicht kriegt man noch einen Katalog mit Anweisungen, die man sich genau einmal durchlesen kann, bevor man sie unterschreiben muss oder man kann mal vorsichtig fragen, was man machen soll, wenn man einen Diebstahl bemerkt. Alles andere lernt man so nebenbei und unter "Schulungen" verstehe ich auch nicht morgens reinzukommen und im Nebensatz zu hören "achja, dieser und jener Ablauf muss jetzt so und so gemacht werden". Wenn man das überhaupt erfährt(vor allem Aushilfen sind j nicht täglich da, da wird sowas auch gerne mal ganz vergessen...)
#9.2
on
2011-06-17 15:56
Stell dir einen Computer mit angeschlossenen Kopfhörern vor, vor dem die Kassenkraft sitzt und ein Programm die neuesten mondbeschienenen Ideen der Zentrale mit Hilfe eines "So wirds gemacht"-"Jetzt gibts Quiz"-"Nachgelaber egal ob Antworten richtig oder falsch waren"-Programms eingetrichtert bekommt.
#9.2.1
on
2011-06-18 04:42
Dann würde ich nicht mehr an der Kasse arbeiten wollen
#9.2.1.1
on
2011-06-18 12:05
Also ich möchte Kaufland an dieser Stelle einfach mal danken, denn dieser Frage hatte ich ein tolles Date zu verdanken....hehe
"Waren Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden?"...."Jetzt schon ;)" zack.....hat funktioniert.
#10
on
2011-06-17 15:27
Charmeur!
#10.1
on
2011-06-17 21:52
"Waren Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden?"
Nur mal nebenbei: Ich finde diese Frage an sich schon völlig bescheuert.
#11
on
2011-06-17 22:04
"Haben Sie alles erhalten?" - Darauf antwortete ich regelmäßig: "Nein sie haben keine Cocktailshaker" irgendwann war nach dem folgenden Kassiererinnenanruf die Anwort "haben wir frisch bekommen"; scheinbar werten die wirklich aus was verlangt wird, und da ich eigentlich täglich da einkaufen war
So leicht kann man die wohl beeinflussen
#12
on
2011-06-17 22:19
Also ich sagte bisher bei Anfragen an der Kasse immer brav meine Postleitzahl auf. Warum, weiß ich nicht.
Regelmäßige Fragen, ob ich zufrieden bin, würden mich bei Einkäufen im Supermarkt extrem nerven. So etwas dient ja nicht dem Vorbringen von Kritik, sondern weit eher der Unterdrückung von Beschwerden.
#13
on
2011-06-17 22:20
Bei der PLZ einfach immer konsequent die Postleitzahl von Helgoland (27498) angeben. Hier im Bremer Umland irritiert das überhaupt keinen, da ja um Bremen einiges mit 27er PLZ liegt. Bringt dann den Unternehmen die Statistik gehörig durcheinander.
Als die Fragen nach der PLZ anfingen, haben die Kassiererinnen noch etwas bedröppelt geguckt, wenn auf die Frage "würden Sie mir bitte Ihre Postleitzahl sagen?" ein deutliches "Nein!" kam. Mittlerweile ist das dort wohl öfter mal zu hören gewesen.
#14
on
2011-06-18 01:14
Bei McDonalds machen mich die Fragen nach einem Menu schon fast agressiv. Die versuchen das jedem aufzuschwatzen.
Ich mag keine Pommes. Und ich mag auch keine Cola, die zu 30% aus Eis besteht, sprich: Wasser. Wenn ich meine Bestellung aufgebe, möchte ich das sagen, was ich will, meine Ware nehmen und bezahlen. Scheint aber nicht nur mir so zu gehen.
#15
on
2011-06-18 08:26
Irgendwie finde ich die ganze Diskussion hier gerade ein bißchen erschreckend.
Müssen die Deutschen wirklich an allem rummeckern? Normalerweise ist doch der Stammtischtenor, dass alle KassiererInnen zu unfreundlich wären. Jetzt wird nach dem Befinden gefragt und das ist auch wieder schlimm. Ich finde die Frage übrigens hervorragend und kannte sie bisher nur aus den eher ländlichen Gegenden. Da habe ich in einer kleinen Elektronikkette auch mal etwas nicht gefunden und mir wurde angeboten es vom Lieferanten zu bestellen. Etwas mühsam fand ich das eine zeitlang von real,- genutzte 'Vielen Dank für ihren Einkauf', aber ich konnte damit auch leben und hab nicht angefangen KassiererInnen anzuranzen. Und, dass die Leute hier sogar so vorgartenrebellisch sind und nicht ihre korrekte PLZ angeben um den Konzernen die Statistiken zu verfälschen, ist schon fast wieder putzig. kopfschüttelnde Grüße
"Normalerweise ist doch der Stammtischtenor, dass alle KassiererInnen zu unfreundlich wären."
Es gibt einen Unterschied zwischen Freundlichkeit und leeren Floskeln die so etwas suggerieren sollen. Nach der Zufriedenheit wird nicht gefragt aus Freundlichkeit, sondern weil irgendwer das so entschieden hat. Der Kunde kommt sich hier zu recht einfach nur veralbert vor. Ein freundliches "Vielen Dank, und einen schönen Tag noch" finde ich da wesentlich passender. "Da habe ich in einer kleinen Elektronikkette auch mal etwas nicht gefunden und mir wurde angeboten es vom Lieferanten zu bestellen." Da spreche ich die Verkäufer einfach an wegen so etwas, und behalte es nicht heimlich für mich bis mich mal Jemand fragt. Und obwohl du das ja so hervorragend findest hast du hingegen anscheinend ein Problem mit "Vielen Dank für ihren Einkauf", das ich wesentlich harmloser und erträglicher finde als Fragen zu stellen deren Antwort in den meisten Fällen niemanden interessiert.. Wie das übliche "Und wie gehts?" zur Begrüßung. Das mit der Postleitzahl ist Schwachsinn, da stimme ich dir zu. Aber es ist zum Großteil auch nur einen auf "Digger" machen im Internet. Die wenigsten würden es wirklich im realen Leben machen. bzw. sich überhaupt daran erinnern wie nun die Postleitzahl von Helgoland ist. Nebenbei wird man damit auch keine Statistiken groß verfälschen, man redet es sich höchstens ein.
#16.1
on
2011-06-18 10:42
"Es gibt einen Unterschied zwischen Freundlichkeit und leeren Floskeln die so etwas suggerieren sollen."
Dem kann ich nur zustimmen. Spätestens bei Reklamationen, Garantiefällen, oder anderen Störungen im Ablauf, ist es mit der gespielten Freundlichkeit vorbei.
#16.1.1
on
2011-06-19 12:12
Tja, Kundenzufriedenheitsstatistiken gemäß Din ISO müssen ja irgendwie erhoben werden, so ein Supermarkt kann ja schlecht ein Callcenter beauftragen...
Ich wohne im Wendland. Hier kennt jeder jeden und ich habe absolut keine Probleme mit "guten Tag" auf der Strasse und einem netten Gruss zum Wochenende im Supermarkt.
Der Unterschied: Ich kenne so gut wie alle Leute hier und die meinen es ernst und machen das nicht lediglich, um ihre Geschäfte anzukurbeln. Da gibts das auch nicht, dass man seine Einkäufe zurückgeben muss, wenn man mal 50 Cent zuwenig in der Tasche hat. In einer Stadt könnte ich nicht mehr leben - und nein, ich bin noch keine 50. Und nein, meine Postleitzahl geht keinen was an. Ich mags nicht, wenn mein Einkaufsverhalten Bestandteil irgendeiner Statistik wird. Gebe ich meine PLZ an, habe ich in absehbarer Zeit _noch mehr_ Werbung im Briefkasten.
#18
on
2011-06-18 14:36
Bei Kaufland haben die Kassenkräfte wohl Anweisung immer zu frage ob mit dem Einkauf alles in Ordnung sei.
Ich hatte zwei- dreimal etwas bemerkt wobei ich immer von den Kassenkräften nervös stammelnd an die Information verwiesen wurde. Bringt also nichts. .h
#19
on
2011-06-20 13:33
Die müssen das alles fragen und sind doch selber davon genervt .... da sagt man eben seinen Spruch ... aber super isser schon, die reduzieren oft Sachen auf 1 Cent!
Heute wieder ... man das macht keiner.
#19.1
on
2011-06-20 14:53
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